DTM am Lausitzring: Pre-Events

DTM 2014

— 13.09.2014

Audi: Einer von drei Trümpfen soll stechen

Mattias Ekström sichert sich in der Lausitz Startplatz zwei, vier Audi RS 5 DTM in den Top 6: Nebel und Regen sorgen für schwierige Bedingungen

Der zweifache DTM-Champion Mattias Ekström geht am Sonntag aus der ersten Startreihe in das Rennen auf dem Lausitzring. Mit vier RS 5 DTM in den Top 6 ist Audi für den achten Saisonlauf insgesamt sehr gut aufgestellt. Die Zuschauer in der Lausitz mussten sich am Samstag in Geduld üben: Wegen Nebels erhielt der Rettungshubschrauber erst am späten Nachmittag eine Starterlaubnis. Deshalb konnten die DTM-Autos um 16 Uhr erstmals auf die Strecke gehen. Und statt zweimal einer Stunde standen den Teams lediglich 15 Minuten zur Verfügung, sich im Freien Training auf das Qualifying vorzubereiten.

Eine teilweise feuchte Strecke sorgte zusätzlich für schwierige Bedingungen, mit denen die Audi-Piloten insgesamt gut zurechtkamen. Als der erste Teil des Qualifyings wegen des Ausrutschers eines BMW-Piloten abgebrochen werden musste, lag Timo Scheider an der Spitze des Feldes. Der zweifache DTM-Champion fuhr auch im verlängerten zweiten Abschnitt (Q2) die Bestzeit.

Im entscheidenden dritten Segment (Q3) schlug dann Mattias Ekström zu. Der Schwede verpasste die Pole-Position um lediglich 0,057 Sekunden und startet erstmals seit August 2013 (Moskau) bei einem DTM-Rennen wieder aus der ersten Reihe. Die Startplätze drei und vier sicherten sich Jamie Green und Timo Scheider. Damit starten Fahrer der Teams Abt, Rosberg und Phoenix aus den ersten beiden Reihen.

Komplettiert wurde die starke Vorstellung der Audi-Piloten durch den sechsten Platz von Miguel Molina. Titelverteidiger Mike Rockenfeller verpasste als Zehnter nur knapp den Sprung unter die besten Acht. Edoardo Mortara, Adrien Tambay und Nico Müller sicherten sich die Startplätze 13, 18 und 20.

Audi-Stimmen nach dem Qualifying

Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Wenn man bedenkt, dass der Lausitzring in der Vergangenheit nicht unbedingt unsere Strecke war, haben wir uns eine sehr gute Ausgangsposition für das Rennen erarbeitet. Mit Mattias Ekström, Jamie Green und Timo Scheider stehen drei Routiniers in den ersten beiden Startreihen. Ich hoffe, dass einer der drei morgen den ersten Saisonsieg für Audi in der DTM holt."

Dieter Gass (Leiter DTM): "Es war eine schwierige Session durch die Bedingungen mit der abtrocknenden Strecke. Die rote Flagge im ersten Teil hat es nicht einfacher gemacht, da wir zuvor nur 15 Minuten Freies Training hatten. Deshalb müssen wir mit dem Ergebnis zufrieden sein, auch wenn wir wieder nicht die erste Position besetzt haben. So langsam nervt es, dass uns immer einer vor unserer Nase herumturnt, obwohl wir wieder eine starke und geschlossene Mannschaftsleistung abgeliefert haben."

Mattias Ekström: "Es ist immer schön, in die erste Startreihe zu fahren. Es war eine saubere Leistung, ich bin fehlerfrei gefahren. Ich habe mit dem Auto nichts anders gemacht und bin genauso gefahren wie immer. Wir genießen diesen Tag und freuen uns auf das Rennen."

Jamie Green: "Es war ein seltsamer Tag für alle. Das Wetter war schlecht und wir sind nicht viel gefahren. Mein Team hat trotzdem eine gute Abstimmung erarbeitet. Ich bin mit Platz drei zufrieden, diese Position gibt mir eine gute Chance für das Rennen."

Timo Scheider: "Ich bin zufrieden, das Auto war gut, die Performance war da und die zweite Reihe ist eine gute Ausgangsposition für ein gutes Ergebnis morgen. Die Jungs haben einen tollen Job gemacht in der stressigen Phase, nachdem wir vorher den ganzen Tag nichts zu tun hatten."

Miguel Molina: "Es war für mich ein gutes Qualifying. Es war zwar nicht leicht, denn die Streckenbedingungen wechselten stark. Aber am Ende hat es gut funktioniert, ich bin wieder in den Top Ten. Die gesamte Mannschaft hat prima gearbeitet. Ich habe eine gute Startposition und hoffe auf ein starkes Rennen. Mein persönliches Ziel ist ein Platz unter den Top Drei. Ich bin optimistisch."

Mike Rockenfeller: "Ein enttäuschendes Qualifying. Aber bei solchen Bedingungen ist immer alles möglich. Es war sehr eng, um weiterzukommen. Ich habe es am Ende knapp nicht geschafft."

Edoardo Mortara: "Es war ein schwieriges Qualifying für uns. Wir waren nicht schnell genug. Es wird morgen schwierig im Rennen - speziell in der ersten Runde."

Adrien Tambay: "Wir stehen weit hinten. Ich hatte viel Verkehr auf der Strecke, aber das soll keine Ausrede sein."

Nico Müller: "Es ist natürlich nicht einfach, wenn man auf einer neuen Strecke seine ersten Runden im Trocken gleich im Qualifying fahren muss. Es waren keine optimalen Vorzeichen, und wenn es dann so eng wie immer zugeht, wird es schwierig. Es hat heute nicht gereicht. Platz 20 ist mein bisher schlechtestes Qualifying in der DTM. Aber ich hoffe, dass es morgen nach vorn geht. Mit ein bisschen Glück kommen wir in die Punkte."

Thomas Biermeier (Sportdirektor Abt): "Es war ein schwieriges Qualifying mit den wechselnden Witterungsbedingungen und der abtrocknenden Strecke. Mattias Ekström hat eine starke Leistung gezeigt, ebenfalls Miguel Molina. Beide schafften es ins Q3. Mit Adrien Tambay und Edo Mortara hat es nicht ganz so gut funktioniert. Morgen ist ein neuer Tag, morgen schlagen wir zurück - wir sind gut aufgestellt."

Ernst Moser (Teamchef Phoenix): "Ein total verrücktes Wochenende. Zuerst hatten wir gar nichts zu tun und dann alles innerhalb von anderthalb Stunden. Umso schöner ist das Ergebnis. Ich hätte gerne beide Autos unter den ersten Acht gehabt, aber das zweite Auto war nur knapp draußen. Auch da haben wir eine gute Startposition. Bei Timo Scheider habe ich bis zur letzten Runde gedacht, dass er es heute schafft mit der Pole - er ist super gefahren. Im Rennen können wir mit beiden Autos etwas erreichen und daher bin ich glücklich."

Arno Zensen (Teamchef Rosberg): "Ich habe ein lachendes und ein weinendes Auge. Jamie Green hat einen tollen Job gemacht mit Platz drei. Da ist morgen einiges drin. Nico Müller hatte es schwer. Er ist hier im Qualifying zum ersten Mal im Trockenen gefahren. Da die Bremspunkte optimal zu treffen, ist ein Ding der Unmöglichkeit, speziell bei so einem engen Feld. Da muss er jetzt durch, das ist die Lernkurve."

Fotoquelle: xpbimages.com

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