Pascal Wehrlein ballt die Faust: Mit 19 Jahren ist er jüngster DTM-Rennsieger

DTM 2014

— 16.09.2014

Wehrlein: "Ob ich jüngster Sieger bin, ist nicht so wichtig"

Die Formel 1 ist sein großer Traum, die DTM nur eine Zwischenstation dorthin: Rennsieger Pascal Wehrlein spricht über seinen großen Erfolg am Lausitzring

Ein Teenager hängt sie alle ab. Das war das Ergebnis des drittletzten DTM-Saisonlaufs auf dem Lausitzring. Denn dort fuhr Pascal Wehrlein von der Pole-Position zum Sieg - als bisher jüngster Fahrer in der Meisterschaft. Im Interview spricht der 19-Jährige darüber, was ihm dieser Rekord bedeutet und wie er seine Saison 2014 bewertet. Wehrlein erklärt auch, auf was in den letzten Rennrunden zu achten ist und ob er in den restlichen Saisonrennen weitere Erfolge feiern kann.

Frage: "Pascal, wie ist es dir am Lausitzring in den letzten Runden im Cockpit ergangen? Hast du schon darüber nachgedacht, dass du drauf und dran bist, jüngster DTM-Sieger zu werden?"
Pascal Wehrlein: "Darüber denkt man gar nicht nach. Man bleibt weiter aggressiv und versucht, schnelle Rundenzeiten zu fahren und konzentriert zu bleiben. Natürlich geht man etwas weniger Risiken ein. Es gibt gewisse Stellen, an denen man nah dran ist, von der Strecke zu rutschen und rauszufliegen. Da ist man dann vorsichtiger, nimmt Geschwindigkeit raus."

Frage: "Macht es dich stolz, jüngster DTM-Sieger zu sein?"
Wehrlein: "Das interessiert mich nicht so sehr. Ich freue mich mega über das, was ich zum ersten Mal geschafft habe. Ob ich jetzt Geschichte geschrieben habe oder ob ich der jüngste Sieger bin, ist mir nicht so wichtig."

Frage: "Ist dieser Sieg dein bisher größter Erfolg?"
Wehrlein: "Einer meiner größten Erfolge, würde ich sagen. Es war ein mega Rennen. Ich hatte einen unglaublichen Speed und kam super zurecht mit dem Auto. Das Gesamtpaket hat definitiv gepasst. Es war auf jeden Fall ein sehr gutes Rennen."

Frage: "War es aus deiner Sicht ein perfektes Wochenende?"
Wehrlein: "Ja, auf jeden Fall. Nur das Freie Training ist nicht so einfach gewesen für mich. Ich war noch nicht so zufrieden mit dem Auto, nicht zufrieden mit mir. Im Qualifying habe ich mich dann stetig gesteigert."

"Wir haben das Auto verbessert und am Ende hatten wir die Pole-Position. Und das zu einem Zeitpunkt, als die Strecke nicht optimal war. Ich fuhr meine Zeit ziemlich früh, ehe die Strecke noch trockener wurde. Schon da hat man gesehen, dass der Sonntag ein großartiger Tag werden könnte. Und am Sonntag habe ich es einfach vollendet."

Frage: "Du hattest in diesem Jahr einige Formschwankungen, auch etwas Pech. Wie gut tut da ein solcher Erfolg, mit dem du zeigst, was in dir steckt?"
Wehrlein: "Ich glaube nicht, dass ich viele Schwankungen hatte. Wir sind in dieser Saison in einer Situation, die natürlich ein bisschen seltsam ist, weil wir nur auf gewissen Strecken schnell sind - wie Lausitzring, Norisring. Oder eben bei gemischten Bedingungen. Dazu kam viel Pech."

"In der Lausitz war es einfach an der Zeit, ein verdienter Sieg. Man muss einfach bei jedem Rennen voll konzentriert sein. Man sieht es auch an Marco (Wittmann; Anm. d. Red.): Er hat die Meisterschaft zwei Rennen vor Saisonende gewonnen, weil er einfach keine Fehler gemacht und alles gepasst hat. Ich denke, wir sind nicht auf diesem Niveau, nur auf manchen Strecken. Ich würde daher nicht sagen, dass es bei mir rauf und runter ging."

Frage: "Was können wir von dir in den nächsten Rennen erwarten?"
Wehrlein: Man weiß nie, was in den nächsten Rennen passiert. Dieses Jahr sind wir nur auf speziellen Strecken schnell, die uns gut liegen. Auf anderen Strecken waren wir nicht so schnell. Der Lausitzring ist mit Sicherheit eine Strecke, die uns sehr gut liegt, auch der Norisring. Die Bedingungen haben uns geholfen. Deshalb kann man nicht davon ausgehen, dass es jetzt so weitergeht. Wir arbeiten sehr hart. Und in Zandvoort bekommt ein Auto das neue Update. Dann werden wir sehen, wo wir stehen."

Frage: "Vor der Fußball-WM gab es gewisse Turbulenzen. Ohne näher darauf eingehen zu wollen: War es manchmal schwierig, sich vollkommen auf den Rennsport zu konzentrieren?"
Wehrlein: "Dazu will ich eigentlich nicht viel sagen. Klar war es keine einfache Situation für mich. Aber ich mache Motorsport, seit ich acht Jahre alt war. Mein Traum war immer die Formel 1. Ich habe meine ganze Zeit in den Motorsport investiert. Deshalb verliert man sein Ziel nicht aus den Augen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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