Volle Attacke: In Zandvoort will Audi endlich den ersten DTM-Saisonsieg einfahren

DTM 2014

— 23.09.2014

Audi: Wenn nicht in Zandvoort, wo dann...?

Die Erfolgsbilanz von Audi in Zandvoort ist vielversprechend, weshalb die Marke zuversichtlich in die Niederlande reist und erneut den ersten Saisonsieg anpeilt

Der Kampf um den prestigeträchtigen Titel des besten Herstellers spitzt sich zu: Zum vorletzten Lauf der DTM in Zandvoort am Wochenende trennen Audi und BMW nur 18 Punkte. Vorteil für die Marke aus Ingolstadt: An keine andere Strecke haben die Audi-Piloten so viele gute Erinnerungen wie an den Kurs, der eine knappe Stunde von Amsterdam entfernt an der Nordseeküste liegt.

Zwei Meistertitel, sieben Rennsiege, 15 Podiumsplatzierungen, sieben Pole-Positions und fünf schnellste Rennrunden: Schon die Statistik belegt, wie wohl sich die acht Audi-Piloten auf dem Kurs in Zandvoort fühlen. All diese positiven Erinnerungen wollen die Fahrer nutzen, um für ihre Marke den Titel in der Herstellerwertung einzufahren, in der Audi zwei Rennen vor Saisonende nur knapp hinter BMW liegt.

Untrennbar verbunden ist Zandvoort mit der Karriere von Mattias Ekström (Abt-Sportsline): Fast auf den Tag genau vor zwölf Jahren holte der Schwede am 29. September 2002 in seinem zweiten DTM-Jahr hier seinen ersten Sieg, der gleichbedeutend mit dem Titelgewinn für seinen Teamkollegen Laurent Aiello war - die erste von bisher sieben Fahrermeisterschaften für Audi in der "neuen" DTM. Der jüngste Titel wurde ebenfalls in Zandvoort eingefahren: Mike Rockenfeller (Phoenix) machte 2013 mit einem zweiten Platz den Sack schon vorzeitig zu. Auch der Deutsche hatte zwei Jahre zuvor in den Niederlanden seinen ersten DTM-Sieg überhaupt gefeiert.

Viermal Startplatz eins, aber noch kein Sieg: Timo Scheider (Phoenix) hat eine ganz besondere Beziehung zu Zandvoort. Besonders der Renntag 2003 ist vielen Motorsportfans noch als einer der tragischsten Momente der "neuen" DTM in Erinnerung: Vom ersten Platz gestartet, führte Scheider das Rennen souverän an. Alles sah nach dem ersten Sieg für den Deutschen aus, der damals noch für Opel unterwegs war. Doch dann verpatzte sein Team den Boxenstopp und das Auto rollte mit drei Rädern aus. Noch heute bekommt Scheider eine Gänsehaut, wenn er von dem aufmunternden Applaus der Zuschauer und sogar der Mechaniker aus den Boxen anderer Hersteller erzählt, als er zu Fuß zu seinem Team zurückkehrte.

Der 4,307 Kilometer lange Kurs stand seit 2001 jedes Jahr im Rennkalender und ersetzt in dieser Saison den abgesagten Lauf in China. Zandvoort gilt als eine der fahrerisch anspruchsvollsten Strecken. Grund dafür ist die Charakteristik des Kurses mit Kuppen, schnellen Kurven und mehreren Überholmöglichkeiten. Feiner Sand, den der Wind oft von den Dünen auf die Strecke weht, macht den Asphalt neben der Ideallinie oft extrem rutschig.

Dieter Gass (Leiter DTM): "Zandvoort ist eine Strecke, die uns in der Vergangenheit sehr gut gelegen hat. Wir wollen dort das gute Mannschaftsergebnis einfahren, das wir uns schon am Lausitzring gewünscht hatten und das nach der guten Vorstellung im Zeittraining auch möglich gewesen wäre. Der Titel in der Markenwertung bleibt unser Ziel - deshalb geht es darum, so viele unserer Autos wie möglich in die Punkte zu bringen."

Hans-Jürgen Abt (Teamchef Abt-Sportsline): "Unser Team und unsere Fahrer haben viele gute Erinnerungen an Zandvoort. Mattias hat dort schon dreimal gewonnen und auch seinen ersten Sieg überhaupt geholt. Als Team haben wir 2002 den Meistertitel von Laurent Aiello in Zandvoort gefeiert. Die Strecke liegt uns und wir werden alles tun, um für Audi in der Herstellerwertung anzugreifen."

Ernst Moser (Teamchef Phoenix): "Nach einem zweiten und einem dritten Platz in den vergangenen beiden Rennen wäre die logische Folgerung der Sieg in Zandvoort. Unsere beiden Fahrer lieben die Strecke, unser Auto ist dort schnell - also sind alle Voraussetzungen vorhanden, um das Rennen zu gewinnen."

Arno Zensen (Teamchef Rosberg): "Zandvoort ist ein wunderschöner Kurs und sehr anspruchsvoll. Wir freuen uns darauf und geben alles für ein Erfolgserlebnis für unsere Mannschaft und unsere Fahrer."

Mattias Ekström (Abt-Sportsline): "Kein Geheimnis, dass Zandvoort zu meinen absoluten Lieblingsstrecken gehört. Ich habe dort dreimal gewonnen und komme immer gern dorthin. Nicht nur wegen der Erfolge, sondern auch, weil die Strecke einfach viel Spaß bereitet. Mein Ziel: Ich nehme die Qualifying-Leistung vom Lausitzring und die Leistung aus den Rennen davor und mache daraus zusammen ein perfektes Wochenende."

Jamie Green (Rosberg): "Zandvoort ist eine richtig coole Strecke. Nicht so modern wie viele andere, aber mit viel Charakter. Die schnellen Kurven sind eine echte Herausforderung für jeden Rennfahrer. Ich freue mich darauf. Wenn das Wochenende reibungslos verläuft, dann ist ein Platz auf dem Podium oder vielleicht auch endlich mein erster Sieg für Audi durchaus möglich."

Miguel Molina (Abt-Sportsline): "Eine gute Rennstrecke für Audi, auf der wir bisher immer um den Sieg fahren konnten. Es ist eine Old-School-Strecke, auf die sich alle Fahrer freuen - mich eingeschlossen."

Edoardo Mortara (Abt): "Das Wochenende in der Lausitz war enttäuschend für mich, deshalb ist es perfekt, dass es schon in zwei Wochen wieder weitergeht. Und dann auch noch in Zandvoort, wo ich schon einmal gewonnen habe. Wir haben noch zwei Chancen auf Punkte und Siege dieses Jahr - und wir wollen sie nutzen."

Nico Müller (Rosberg): "Die nächste neue Strecke für mich in diesem Jahr. Ich freue mich darauf, denn alle meine Fahrerkollegen sprechen nur positiv von Zandvoort. Ich möchte endlich wieder einmal in die Punkte fahren. Der Speed stimmt seit Langem, deshalb ist es nur eine Frage der Zeit, wann wir das wieder in ein Ergebnis ummünzen können."

Mike Rockenfeller (Phoenix): "Mein erster DTM-Sieg, mein Titelgewinn im Vorjahr - ich habe in Zandvoort schon viele tolle Momente erlebt. Wäre toll, wenn wir auch dieses Jahr etwas Besonderes dort erreichen. Mir macht die Strecke sehr viel Spaß. Hoffentlich haben wir schönes Wetter, damit die Fans in den Dünen auch ein schönes Wochenende haben."

Timo Scheider (Phoenix): "Zu Zandvoort habe ich eine ganz besondere Beziehung: Ich habe dort die meisten Pole-Positions meiner Karriere eingefahren, aber gleichzeitig noch eine große Rechnung offen, weil der Sieg schon greifbar nah war. Dieses Jahr wäre ein guter Zeitpunkt, diese Rechnung zu begleichen. Die positive Energie des Podiums vom Lausitzring nehmen wir mit an die Nordseeküste."

Adrien Tambay (Abt): "Eine schöne und schnelle Strecke, die Audi und mir gleichermaßen gut liegt. Also der perfekte Ort, um nach einem durchwachsenen Wochenende am Lausitzring zurückzuschlagen."

Fotoquelle: Audi

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