BMW will sich in Zandvoort weiter von den Rivalen von Audi und Mercedes absetzen

DTM 2014

— 23.09.2014

BMW in Zandvoort: Gut punkten, Führung ausbauen

Die BMW-Teams reisen mit nur einem Ziel nach Zandvoort: In den Niederlanden soll die Führung in der Team- und in der Herstellerwertung ausgebaut werden

Marco Wittmann (RMG-BMW) steht seit dem Rennen auf dem Lausitzring als Fahrer-Champion fest - doch zwei weitere Titel sind in der DTM für BMW noch zu gewinnen, wenn die Saison am Wochenende in Zandvoort auf die Zielgerade einbiegt und am 19. Oktober 2014 in Hockenheim endet.

Sowohl in der Team- als auch in der Herstellerwertung ist das Titelrennen noch in vollem Gang. Deshalb wollen die Teams und Fahrer von BMW auch im Circuit Park Zandvoort so viele Punkte wie möglich sammeln, um die Spitzenplätze von RMG und von BMW bei den Herstellern erfolgreich zu verteidigen. Aktuell liegt die Mannschaft von Stefan Reinhold mit 167 Punkten auf Platz eins im Teamklassement. Bei den Herstellern führt BMW die Wertung mit insgesamt 320 Zählern an.

In der vergangenen Saison verlief das Rennen in Zandvoort für BMW erfolgreich. Im Qualifying sicherte sich Wittmann im M3 die erste Pole-Position seiner DTM-Karriere. Im Rennen fuhr er die schnellste Runde, als er für den sechsten Umlauf auf dem 4,307 Kilometer langen Dünenkurs lediglich 1:32.296 Minuten benötigte. Als Sieger fuhr Wittmanns BMW-Markenkollege Augusto Farfus (RBM) über die Ziellinie. Vor 41.000 Zuschauern zeigte er eine souveräne Leistung und sorgte dafür, dass zum 50. Mal in der DTM-Geschichte ein M3 triumphierte.

Zandvoort zählt zu den absoluten Lieblingsstrecken der BMW-Piloten. Grund dafür ist die Charakteristik des Kurses: Die tückischen Hügel, Kuppen und Bodenwellen lassen eine Runde zur Achterbahnfahrt werden. Auch die Lage in den Dünen direkt an der niederländischen Nordseeküste ist einzigartig. Zandvoort war als Ersatzrennen für das geplante China-Gastspiel der DTM in den Kalender gerückt: Das für diesen Termin geplante Rennen im chinesischen Guangzhou (war abgesagt worden.

Jens Marquardt (BMW-Sportchef): "Die Freude über den Erfolg auf dem Lausitzring ist noch immer riesengroß. Das war einfach ein unglaublicher Tag, auch mit etwas Abstand betrachtet. Marco ist verdient DTM-Champion geworden. Er und sein Team haben über die gesamte Saison eine hervorragende Leistung gezeigt."

"Natürlich haben wir Sonntagabend nach dem Rennen an der Strecke noch gefeiert. Aber schon am nächsten Morgen richtete sich unser Blick auf die verbleibenden beiden Rennen. Die Saison ist noch nicht zu Ende, zwei Titel sind noch zu vergeben. Derzeit führen wir sowohl die Teamwertung mit RMG als auch die Herstellerwertung an. Diese gute Ausgangslage wollen wir nutzen und auch am Ende der Saison ganz oben stehen. Das wird eine alles andere als einfache Aufgabe."

"Mercedes hat aufgeholt und wird nun erstmals sein neues Fahrzeug einsetzen, Audi will endlich den ersten Sieg 2014. Wir müssen wie in den bisherigen Rennen auch in Zandvoort wieder 100 Prozent geben. Und genau das werden wir in den Niederlanden tun."

Bart Mampaey (Teamchef RBM): "Zandvoort ist so etwas wie unser Heimrennen, da die Strecke in der Nähe unseres Teamsitzes in Mechelen liegt. Viele Freunde und Verwandte werden uns dort unterstützen. Die Strecke hat noch immer einen ganz eigenen Charakter und bietet einige sehr schnelle und spezielle Kurven. Der Strand ist nah. Es gibt kaum eine schönere Umgebung für eine Rennstrecke. Spannend wird zudem, wie sich das DRS auswirken wird, denn 2013 kam es nicht zum Einsatz."

Charly Lamm (Teamchef Schnitzer): "Wir freuen uns auf Zandvoort. Es ist eine wirklich interessante Strecke, die in der Regel für spannende Rennen sorgt. Die niederländischen Motorsportfans sind sehr enthusiastisch. Unser Team feierte bereits in den frühen 1970er-Jahren mit der Tourenwagen-EM seine Zandvoort-Premiere, und auch mit der WTCC sind wir dort angetreten."

"Unsere Wettbewerbsfähigkeit in den bisherigen DTM-Rennen 2014 hat zumeist gestimmt. Das Hauptaugenmerk liegt für Zandvoort allerdings darauf, unsere Performance im Qualifying zu verbessern. Wenn wir wie beim vergangenen Rennen auf dem Lausitzring jenseits der Top 10 starten, dann haben wir im Rennen zwar Chancen auf Punkte, aber kaum mehr eine Möglichkeit, eine Spitzenposition zu erreichen."

Ernest Knoors (Teamchef MTEK): "Für unser Team gilt es, das Rennen auf dem Lausitzring so schnell wie möglich abzuhaken. Wir hatten viel Pech und haben früh beide Autos verloren. Beim kommenden Lauf in Zandvoort wollen wir nach Möglichkeit endlich wieder in die Punkteränge zurückkehren. Das ist uns zuletzt beim Rennen in Spielberg mit dem dritten Platz von Timo Glock geglückt. Allerdings dürfen wir uns dafür keine Fehler leisten. Wir werden alles geben, um in die Erfolgsspur zurückzufinden."

"Persönlich ist für mich natürlich schön, in meiner niederländischen Heimat anzutreten. Es werden uns mit Sicherheit viele Freunde und Bekannte unterstützen."

Stefan Reinhold (Teamchef RMG): "Nach dem Gewinn des Fahrertitels durch Marco Wittmann ist unser Ziel für die verbleibenden beiden Saisonrennen klar: Wir wollen mit RMG die Teamwertung gewinnen und dazu beitragen, dass BMW auch bei den Herstellern vorn bleibt. Mit dem Erfolg von Marco auf dem Lausitzring ist natürlich auch eine Menge Druck von unserer Mannschaft abgefallen. Deshalb freuen wir uns auf die beiden verbleibenden Läufe ganz besonders. Wir haben 2014 noch einiges vor."

Augusto Farfus (RBM): "Ich war in Zandvoort immer schon sehr gut unterwegs, der Kurs ist toll. Es ist vielleicht sogar die beste Strecke der Saison. Ich freue mich schon sehr darauf. Für die Fahrer ist der Kurs eine große Herausforderung. Es gibt sehr schnelle Ecken und auch eine blinde Kurve."

"Wir fahren dort auch immer vor vielen Zuschauern. Wegen des Windes kann es manchmal etwas schwierig werden, da er viel Sand auf die Strecke weht. Die Reifen werden dort enorm beansprucht. Aber ich liebe Zandvoort. Im vergangenen Jahr habe ich dort gewonnen, und ich hoffe, dass ich das in diesem Jahr wiederholen kann."

Joey Hand (RBM): "Zandvoort ist eine der Strecken, auf denen ich in den vergangenen beiden Jahren eine gute Pace hatte. Der Kurs macht mir Spaß. Er erinnert mich an die amerikanischen Kurse der alten Schule, wie den Virginia International Raceway oder Watkins Glen. Die Strecke vereint viele Merkmale amerikanischer Strecken in sich."

"Es gibt viele tolle und schnelle Kurven. Das hat mir bisher gut gelegen, deshalb ist es klasse, dass wir wieder dort fahren. Ich möchte das Jahr mit guten Ergebnissen beenden, und Zandvoort und Hockenheim sind zwei Stecken, die mir wirklich gefallen."

Bruno Spengler (Schnitzer): "Ich mag Zandvoort. Es ist eine schöne Rennstrecke, auch wenn es noch ein Kurs im alten Stil ist. Es macht Spaß, dort vor den vielen niederländischen Fans zu fahren. Ich mag auch das Layout. Es ist anspruchsvoll und eine Herausforderung für Autos und Fahrer. Zudem ist es schön, ganz in der Nähe des Strandes zu sein - das ist für uns mal etwas anderes."

Martin Tomczyk (Schnitzer): "Ich freue mich auf Zandvoort. Das war immer schon eine großartige Veranstaltung: volle Tribünen, tolle Fans und eine fantastische Rennstrecke. Der Kurs ist zwar nicht mehr der neueste, und der Sand auf der Strecke sowie die Randsteine machen das Fahren dort nicht einfach. Dennoch ist Zandvoort großartig."

Timo Glock (MTEK): "Wir freuen uns schon darauf, wieder nach Zandvoort zu kommen. Für uns Fahrer war das immer schon eine tolle Strecke, und für das DTM-Auto ist sie eine echte Herausforderung. Für unseren Teamchef Ernest Knoors und damit auch für das BMW Team MTEK ist es eine Art Heimspiel. Ich hoffe, dass wir für das Team ein gutes Ergebnis holen können."

Antonio Felix da Costa (MTEK): "Zandvoort ist ein sehr interessanter Kurs. Ich habe dort in der Formel 3 und in der Formel Renault gewonnen. Ich kenne die Strecke also wirklich sehr gut. Es ist aber schon eine Weile her, dass ich zum letzten Mal dort gewesen bin. Jetzt freue ich mich darauf, mit meinem M4 dort zu fahren. Es gibt einige tolle schnelle Kurven, und das gefällt mir besonders gut. Da sich direkt daneben der Strand befindet, kann vor allem morgens viel Sand auf der Strecke liegen. Darauf müssen wir aufpassen."

Marco Wittmann (RMG): "Natürlich habe ich den Gewinn des Fahrertitels gebührend gefeiert. Immerhin war das der bisher größte Tag in meiner Motorsport-Karriere. Die Erinnerungen an die Zieldurchfahrt am Lausitzring und den Jubel danach sind noch immer präsent. Diese Momente werde ich niemals vergessen."

"Wir haben jedoch mit BMW und meinem Team noch einige weitere große Ziele. Mit ein wenig Glück können wir bereits in Zandvoort die Teammeisterschaft gewinnen. Hoffentlich sammeln wir auch genügend Punkte, damit BMW als Führender in der Herstellerwertung beim Saisonabschluss in Hockenheim antritt. Ich werde wieder mein Bestes geben."

Maxime Martin (RMG): "Es ist eine wirklich interessante und schnelle Rennstrecke. Gleichzeitig ist der Kurs aber auch schwierig, denn du darfst dir keine Fehler erlauben. Ich bin dort schon in einem GT-Fahrzeug angetreten, aber im DTM-Auto ist es etwas ganz anderes. Somit ist es praktisch ein neuer Kurs für mich. Ich freue mich schon darauf. Es ist eine Strecke der alten Art, und jeder Fehler kann große Folgen haben. Ich mag solche Kurse, aber ich weiß noch nicht, was mich dort mit dem DTM-Auto erwartet."

Fotoquelle: BMW

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