Die DTM gastiert am Wochenende auf dem Nordsee-Dünenkurs in Zandvoort

DTM 2014

— 26.09.2014

Vorschau: DTM in Zandvoort

Die neunte Saisonstation der DTM in Zandvoort: Der Kampf um die Herstellerwertung geht in die vorletzte Runde - Audi jagt weiter dem ersten Saisonsieg nach

Von der Lausitz an die Nordsee - und eben nicht nach China. Die DTM hat das für dieses Wochenende geplante Gastspiel in der chinesischen Millionenstadt Guangzhou abgesagt und sich stattdessen in Zandvoort einquartiert. Auf dem berühmten Dünenkurs in den Niederlanden wird das vorletzte Rennen des Jahres ausgetragen. Doch die erste Entscheidung ist bereits gefallen.

Marco Wittmann (RMG-BMW) hat sich am Lausitzring vorzeitig den Titel in der Fahrerwertung gesichert. In Zandvoort ist trotzdem noch einiges an Musik drin. Schließlich stehen noch zwei weitere Meistertitel zur Disposition. Und Wittmann selbst betont: "Wir haben mit BMW noch einige weitere große Ziele." Gleiches gilt auch für Audi, die weiterhin auf den ersten DTM-Saisonsieg warten.

Mercedes spielt in der Team- und in der Herstellerwertung keine Rolle, zieht in Zandvoort aber dennoch viel Aufmerksamkeit auf sich. Denn dort setzt die Mannschaft aus Stuttgart erstmals ein modifiziertes Fahrzeug ein. Wer es pilotieren wird, hat Mercedes allerdings bislang offen gelassen. Fest steht nur: Die restlichen sechs Mercedes-Fahrer treten mit unveränderten Rennautos an.

Eine Rennstrecke der "alten Schule"

Und all dies auf einer Strecke der "alten Schule", wie Joey Hand (RBM-BMW) erklärt. "Dieser Kurs erinnert mich an US-amerikanische Kurse wie den Virginia Raceway oder Watkins Glen." Vielleicht wird Zandvoort deshalb oft als Lieblingsstrecke der Piloten genannt. "Sie hat einfach alles, was eine richtige Rennstrecke haben soll", sagt Mike Rockenfeller (Phoenix-Audi). "Der Kurs ist der Hammer."

Was den Fahrern besonders gefällt: "Zandvoort ist nicht so modern wie viele andere Strecken, aber sie hat viel Charakter", meint Jamie Green (Rosberg-Audi) und Augusto Farfus (RBM-BMW) fügt hinzu: "Es ist vielleicht die beste Strecke der Saison." Mit einer zusätzlichen Schwierigkeit: Aufgrund ihrer unmittelbaren Nähe zum Nordsee-Strand spielen Wind und Sand eine gewichtige Rolle.

"Dadurch kann es manchmal etwas schwierig werden", sagt Farfus. Also noch schwieriger, denn Zandvoort zählt ohnehin zu den anspruchsvollsten Strecken im DTM-Kalender. Auf 4,3 Kilometer Länge windet sich der Kurs durch die Sanddünen, insgesamt 14 zum Teil nicht einsehbare Kurven sind zu meistern. Einige der Kurven, wie beispielsweise die Tarzan-Bocht, sind sogar überhöht.

Von 80 bis 250 km/h ist alles dabei

Die DTM-Autos, aber vor allem ihre Fahrer werden dort auf eine harte Probe gestellt. Mehrmals pro Runde erreichen die Rennwagen über 200 km/h, am schnellsten werden sie mit rund 250 km/h auf Start und Ziel. Um direkt danach in eine der langsamsten Stellen des Kurses herunterzubremsen: Mit etwa 80 km/h geht es durch die Tarzan-Bocht, weitere zwei Male bewegt man sich unter 100 km/h.

Hinzu kommt ein wechselhaftere und durchaus in die Tage gekommener Asphalt, wie Christophe Stucki von DTM-Reifenpartner Hankook erklärt. "Dadurch ist der Verschleiß größer als auf anderen Kursen." Wichtig, so Stucki weiter, sei in jedem Fall ein gutes Setup. "Liegt das Auto gut, rutscht es weniger. So bleiben Temperaturen und Verschleiß im optimalen Bereich." Und der Fahrer auf der Strecke.

Denn angesichts der Nordsee-Lage werden Fehler in Zandvoort härter bestraft als anderswo. "Vor allem zu Beginn des Wochenendes bietet der Belang aufgrund des Sands nicht so viel Haftung. Die Autos rutschen mehr", meint Stucki. Erst nach und nach werde die Ideallinie saubergefahren. Doch Zandvoort bleibt auch danach eine Herausforderung, denn beim Überholen muss man von der Linie.

Helfen kann das DR-System, der verstellbare Heckflügel. Denn anders als im vergangenen Jahr darf diese Zusatzvorrichtung dieses Mal eingesetzt werden. Darauf haben sich die Verantwortlichen vor dem Rennen verständigt. Bleibt nur die Frage, wem das am meisten in die Karten spielt. Vielleicht Audi? Die Marke aus Ingolstadt hat seit 2001 nämlich die meisten Siege in Zandvoort eingefahren.

Daten und Fakten zum DTM-Rennen in Zandvoort:

Rennstrecke: Circuit Park Zandvoort
Streckenlänge: 4,307 Kilometer
Renndistanz: 44 Runden oder 189,508 Kilometer

Rundenrekord:
1:32.967 Minuten von Timo Scheider (Audi/2010)

Die letzten Sieger:
2013: Augusto Farfus (BMW)
2012: Edoardo Mortara (Audi)
2011: Mike Rockenfeller (Audi)
2010: Gary Paffett (Mercedes)
2009: Gary Paffett (Mercedes)

Zeitplan:

Samstag, 27. September 2014
08:45-09:45 Uhr - 1. Freies Training
11:05-12:05 Uhr - 2. Freies Training
12:05-12:10 Uhr - Startübungen
14:45-15:35 Uhr - Qualifying

Sonntag, 28. September 2014
13:30-14:45 Uhr - Rennen

Fotoquelle: xpbimages.com

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