DTM in Zandvoort: Pre-Events

DTM 2014

— 27.09.2014

"Goldjunge" Wehrlein weckt silberne Ambitionen

In Q2 glänzte die Zeit von Pascal Wehrlein noch golden, doch nach einem Problem in Q3 musste sich der Mercedes-Pilot mit Rang sieben zufriedengeben

Q2 hatte für Mercedes und Pascal Wehrlein Geschmack auf mehr gemacht. Nach der etwas überraschenden Bestzeit in Q2 musste sich der frischgebackene Rennsieger im Qualifying von Zandvoort nur mit dem siebten Rang hinter einer wahren Audi-Armada zufriedengeben. Doch wenn man an der Spitze gerochen hat, ist ein siebter Platz plötzlich schwieriger zu verdauen. "Ich bin ein wenig enttäuscht", resümiert er nach dem Abschlusstraining.

Doch er muss zugeben, dass ihn seine starke Performance aus Q1 und Q2 nach den durchwachsenen Trainingsauftritten durchaus überrascht hat. Doch in Q3 konnte er die starke Leistung nicht wiederholen. "In Q3 hatte ich ein paar Probleme mit den Reifen, besonders im letzten Sektor, weil der Asphalt so aggressiv ist. Darum bin ich nur Siebter", so die Erklärung des Deutschen.

Doch laut Mercedes-DTM-Projektleiter Wolfgang Schattling steckt noch mehr hinter dem plötzlichen Leistungsabfall: "Es waren zwei Dinge, die uns da heute im Weg standen: Pascal hatte ein Problem mit der Radmutter, und dann hat natürlich nicht geholfen, dass der Martin Tomczyk in der Outlap vor ihm rumgeturnt ist. Das war nicht gerade geschwindigkeitsfördernd", erklärt der Mercedes-Verantwortliche im Nachhinein.

"Mit dem siebten Platz sind wir nicht zufrieden, weil mehr drin gewesen wäre, wie wir nach Q2 gesehen haben. Mit der Zeit wäre er auf Pole gestanden. Wir müssen jetzt schauen, was es effektiv war, was Pascal daran gehindert hat, ganz nach vorne zu fahren. Wir schätzen, dass es ein Problem mit der Befestigung der Radmutter an seinem Auto gab, weil er nach Kurve 7 starkes Untersteuern bekommen hat", so Schattling. Im letzten Sektor brach die Zeit beim einzigen Mercedes in Q3 dann ein.

Überhaupt war der Lausitzring-Sieger heute wieder einmal die positive Überraschung im Mercedes-Lager. Während er in Q2 die Bestzeit setzte, schieden alle anderen Stern-Autos vorzeitig aus: Gary Paffett (11.), Paul di Resta (13.), Christian Vietoris (18.), Robert Wickens (21.), Daniel Juncadella (22.) und Witali Petrow (23.) verlebten einen kurzen Nachmittag. Doch Wehrlein holte wieder einmal die Kohlen aus dem Feuer und wurde dafür mit einem Lob bedacht.

"Der Junge ist ein Goldjunge", sagt Schattling. "Er ist verdammt schnell, das hat auch unser Formel-1-Team schon erkannt. Wir können von ihm sicherlich noch einiges erwarten." Der Knoten scheint mit dem Sieg am Eurospeedway endgültig geplatzt zu sein. "Es nimmt ein wenig Druck von dir, wenn du dein erstes Rennen gewonnen hast", stimmt der Youngster zu, doch Schattling sieht mehrere Gründe für den Aufschwung.

"Wir geben ihm die Freiheit, sein Auto so abzustimmen, wie er es für richtig hält. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. Ich glaube, damit hat sich der Junge auch weiterentwickelt", erklärt er. "Er hat viel gelernt durch seine Simulatorarbeit mit den Formel-1-Jungs. Ich glaube, das zusammen hat die Performance beschleunigt. Sein Grundtalent war immer schon da, das hat er in der Formel 3 bewiesen."

Morgen wird der 19-Jährige wieder einmal als bester Mercedes-Pilot in Zandvoort starten. Mit der heutigen Leistung hat er gezeigt, dass es durchaus am Sonntag noch weiter nach vorne gehen könnte. Schattling sieht auf jeden Fall Grund zum Optimismus, auch wenn der Dünenkurs in Vergangenheit nicht immer Mercedes-Territorium war: "Hier ist der Reifenverschleiß hoch, hier hat es auch manchmal Safety-Car-Phasen gegeben - es ist oft was los gewesen. Warten wir mal das Rennen ab", sagt er.

Fotoquelle: xpbimages.com

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