Ab 2015 werden keine Optionsreifen mehr in der DTM montiert

DTM 2014

— 19.10.2014

DTM 2015: Abschied vom Optionsreifen

Die Verantwortlichen von ITR, DMSB und Herstellern arbeiten an Anpassungen zur Saison 2015: Optionsreifen adé, andere Änderungen in Diskussion

Die Rennen der DTM sollen im kommenden Jahr für die Fans nachvollziehbarer und greifbarer werden. Das ist ein Ziel, das sich die Verantwortlichen von DTM-Dachorganisation ITR, des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) und der beteiligten Hersteller Audi, BMW und Mercedes gesetzt haben. In verschiedenen Arbeitsgruppen werden derzeit erste Maßnahmen für die kommende Saison diskutiert. Geeinigt hat man sich bezüglich der Verwendung von Reifenmischungen.

"Wir werden keinen Optionsreifen mehr haben, das ist allgemeiner Konsens", verspricht ITR-Boss Hans Werner Aufrecht. "Unser Reifenpartner Hankook hat einen geradezu perfekten Reifen gemacht, der den Fahrern sehr gefallen hat. Aber er hat nicht die erwünschte Zusatzspannung im Rennen gebracht. Wir hatten in dieser Saison praktisch zwei Rennhälften, die zwar übersichtlicher waren als im Vorjahr, aber noch nicht perfekt. Ich möchte, dass auch ein Fernsehzuschauer, der ein paar Minuten zu spät einschaltet, sich sofort ins Renngeschehen einfindet und weiß, wer ganz vorne um den Sieg mitkämpfen wird."

Insgesamt zieht Aufrecht eine positive Bilanz der Saison 2014. Man habe spannende und spektakuläre Rennen erlebt und frische Youngster mit beherzten Fahrten erlebt. "Dennoch liegt in diesem Winter viel Arbeit vor uns, denn wir haben auch feststellen müssen, dass die Fans vor allem in der ersten Saisonhälfte nicht zu 100 Prozent mit uns zufrieden waren", sagt der ITR-Vorsitzende. "Daran müssen und werden wir in den kommenden Wochen weiter arbeiten."

"Die Rennen müssen am Lenkrad entschieden werden und nicht am Computer und schon gar nicht am grünen Tisch", meint Aufrecht. "Seit Mitte der Saison sitzen wir nun in verschiedenen Gremien zusammen, um konkrete Schritte zu beschließen. Dabei sind die in der DTM vertretenen Automobilhersteller ebenso involviert wie der DMSB, unser Fernsehpartner ARD und die DTM-Piloten. Wir tragen derzeit viele Ideen zusammen, die wir in den nächsten Wochen in konkrete Vorschläge und Entscheidungen übertragen werden."

Fotoquelle: xpb.cc

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