DTM-Finale in Hockenheim: Pre-Events

DTM 2014

— 19.10.2014

Wittmann: Verlust des Herstellertitels kann Freude nicht trüben

Ein gelungener Saisonabschluss lässt den Fürther unbeschwert auf die eigene Meisterparty gehen - Auch Jens Marquardt spricht von einem "Superjahr"

Marco Wittmann genoss sein Schaulaufen beim DTM-Saisonfinale am Sonntag in Hockenheim nach einer Qualifying-Kontroverse völlig ungetrübt: Als Fünfter zeigte der Champion 2014 eine sehenswerte Aufholjagd und einmal mehr eine tadellose Leistung als bester BMW-Pilot. Einen kleinen Haken gab es doch: Die Münchener verloren nach zwei Titelgewinnen in Folge die Herstellerwertung trotz 21-Punkte-Vorsprung noch an Audi und verpassten damit die dritte Krone nach der der Fahrer und Teams.

Für Wittmann kein Grund, Trübsal zu blasen: "Wir können letztendlich glücklich sein", findet der Fürther, dem bereits am Samstag dünkte, dass Ingolstadt jubeln wird: "Am Ende war mein Rennen doch ziemlich gut. Nach Startplatz 13 und der starken Audi-Leistung war klar, dass es schwierig werden würde." Auch sein Chef stellt die positiven Aspekte in den Vordergrund: "Wir haben gezeigt, dass unser Auto deutlich schneller ist, als wir das im Qualifying umsetzten", bilanziert ein zufriedener Jens Marquardt.

Der BMW-Motorsportchef nennt drei Autos in den Top 10 "leider nicht genug", sieht sich aber auch nach der dritten Saison in der DTM weiter als Neueinsteiger und verweist auf sechs von neun möglichen Titeln, die seine Marke seit dem Comeback eingefahren hat. "Deshalb sind wir stolz", so Marquardt. "Da gibt es nichts, weshalb man sagen könnte: 'Es war kein gutes Jahr für BMW'. Es war ein Superjahr für BMW. Heute haben die Zuschauer ein tolles Rennen gesehen und nächstes Jahr wird es wieder so eine Show."

Die hat Wittmann als Protagonist ebenfalls Freude bereitet: "Unser Tempo im Rennen war gut", erklärt er und verweist auf das Duell mit Mercedes-Mann di Resta. "Der Kampf mit Paul hat Spaß gemacht und es waren auch noch andere tolle Überholmanöver dabei", so Wittmann, der jetzt das Unternehmen Titelverteidigung startet. "Er hat sich wahnsinnig entwickelt, war immer souverän. So bodenständig wie er generell ist, geht es genauso weiter. Aber im Winter erwartet uns viel Arbeit", sagt Marquardt.

Vor dem Schuften steht für Wittmann jedoch der Genuss: "Am Lausitzring habe ich es realisiert, aber jetzt das Gefühl zu genießen, auf dem Podium zu stehen und den Pokal in den Händen zu halten, war ein Moment, den ich nie vergessen werde. Es war immer mein Traum", freut sich der 24-Jährige - auch auf die große Meisterfeier, die am Abend in Hockenheim steigt.

Fotoquelle: DTM/ITR

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