Marco Wittmann sollte genügend schicke Anzüge im Kleiderschrank haben

DTM 2014

— 08.12.2014

Champion im Handshake-Marathon: Wittmann genießt's

Warum Preisverleihungen dem 25-Jährigen Spaß machen, er nie in den heimischen vier Wänden ist und doch froh ist, wenn der M4 DTM wieder ruft

Feiern und Handshakes können so anstrengend sein: Was im vergangenen Jahr Mike Rockenfeller als DTM-Champion zu spüren bekam, trifft jetzt Marco Wittmann. Schließlich ist der BMW-Pilot bei allerhand gesellschaftlichen Anlässen der Stargast und schlägt sich von Buffet zu Buffet sowie von Bühne zu Bühne durch. "Natürlich war die Zeit seit dem Saisonende für mich extrem stressig", schildert Wittmann, der von seiner fränkische Heimat praktisch nichts gesehen hat: "Ich war kaum einen Tag zu Hause."

Beklagen will sich der 25-Jährige auf so hohem Niveau nicht: "Ich genieße die Zeit trotzdem sehr, schließlich steht hinter allen Terminen die Tatsache, dass ich DTM-Champion geworden bin", sagt er und fügt an: "Vor diesem Hintergrund macht mir diese Zeit, die ich gerade erlebe, unheimlich viel Spaß." Schließlich gilt es, die Lorbeeren für die jüngsten Erfolge einzusammeln, wenn eine Trophäe nach der anderen in den Besitz des RMG-Fahrers wandert - und ein bisschen Rampenlicht zu genießen.

Preise wie der für den "Tourenwagen-Fahrer des Jahres" sowie die Verleihung des "Goldenen Rennfahrer-Schuhs" erfüllen Wittmann mit Stolz: "Es ist eine Ehre, dass meine Erfolge von so vielen Seiten gewürdigt werden. Das ist etwas ganz Besonderes." Trotzdem: So richtig angenehm sitzt weiter der Rennoverall und nicht der feine Zwirn, wie Wittmann bei den DTM-Tests in Jerez feststellte: "Es war ein richtig gutes Gefühl, wieder im M4 zu sitzen", freut sich der Mann aus Fürth.

Ein besonderes Bonbon wartetet noch auf Wittmann - und zwar die Überraschung, die BMW-Sportchef Jens Marquardt nach dem Titelgewinn parat hatte: Nachdem sein Einsatz im Toro Rosso in Imola wegen schlechten Wetters verschoben werden musste, suchen alle Beteiligten nach einem Nachholtermin: "Ich freu' mich drauf", reibt sich Wittmann die Hände.

Fotoquelle: ADAC Motorsport

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