Haben die DTM-Teams zwischen den Rennen genug Zeit zum reparieren?

DTM 2014

— 21.12.2014

Zwei Rennen am Wochenende: Was tun, wenn's kracht?

BMW-Sportchef Jens Marquardt findet das neuen Rennformat der DTM "eine spannende Geschichte" und hat keine Sorge vor Unfällen im ersten Rennen

Statt wie bisher zehn wird die DTM in der nächsten Saison ganze 18 Rennen fahren, denn an jedem der neun Rennwochenenden werden 2015 zwei Läufe ausgetragen. Diese Änderung, die dem Wunsch vieler Fans entspricht, kommt auch bei BMW-Sportchef Jens Marquardt gut an. "Das finde ich klasse. Es geht um den Zuschauer vor Ort und am Fernsehen", sagt er. "Zwei Rennen pro Wochenende ist sicherlich eine spannende Geschichte."

Wie genau die Formate der einzelnen Rennen aussehen werden, kann auch Marquardt noch nicht verraten. "Daran sind arbeiten wir noch mit allen", berichtet er über die Verhandlungen der drei Hersteller BMW, Audi und Mercedes mit Promoter ITR und dem DMSB. Wahrscheinlich ist aber, dass es ein Sprintrennen am Samstag und ein Hauptrennen am Sonntag geben wird.

Fest steht aber schon jetzt, dass der Freitag, an dem bisher lediglich der Rollout stattfand, zukünftig für die DTM wieder ein Trainingstag sein wird. "Es ist wieder ein Dreitages-Wochenende. Die Leute vor Ort bekommen tollen Motorsport über drei Tage verteilt geboten", unterstreicht Marquardt die Vorzüge des neunen Formats. "Ich bin gespannt, bin mir aber sicher, dass es sehr gut ankommen wird."

Zusätzliche Rennen sind jedoch mit zusätzlichen Kosten verbunden. Doch gerade die will die DTM weiter senken. Ist das nicht ein Widerspruch? Nein, meint Marquardt. "Wir haben in diesem Jahr in Zandvoort die Autos eingefroren und fahren jetzt so weiter, wie sie in diesem Jahr homologiert wurden", erinnert der BMW-Sportchef an den Entwicklungsstopp. Außerdem seien einige Testtage gestrichen worden, was mit erheblichen Einsparungen verbunden ist. "Rennen ist immer etwas anderes als Testen, aber im Moment gehen wir davon aus, dass wir das alles ausbalanciert haben", erwartet Marquardt.

Doch was passiert, wenn es im ersten Rennen kracht? Bleiben dann im zweiten Rennen Startplätze frei oder werden notdürftig reparierte Autos am Start stehen, was den PR-Strategen der beteiligten Premium-Hersteller ein Graus sein dürfte? "Das müssen wir uns anschauen", mahnt Marquardt hier zu Gelassenheit. "Wir hatten in den drei Jahren nie den Fall, dass ein Auto nach einem Rennen in einem Zustand war, dass man alles hätte neu aufbauen müssen. Ich gehe davon aus, dass das im nächsten Jahr auch so sein wird."

Ersatzautos werde es aber auf keinen Fall geben, was das Ziel der Kosteneinsparung auch ad absurdum führen würde. Daher gelte es in Zusammenarbeit mit dem DMSB eine sinnvolle Regelung für die Parc-Ferme-Zeiten zwischen ersten und zweiten Rennen zu finden. "Da muss man mit dem DMSB schauen, ab wann und in welchem Umfang dann wieder gearbeitet werden darf, ob das ein oder andere kosmetische gemacht werden darf", so Marquardt.

Fotoquelle: xpbimages.com

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