DTM am Norisring 2014

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DTM 2014: Norisring-Qualifying

— 28.06.2014

Wickens holt die Pole-Position

Erstmals in dieser Saison steht ein Mercedes-Fahrer vorn: Robert Wickens startet am Norisring von P1 - Marco Wittmann als Achter bester BMW-Fahrer.

Robert Wickens (HWA-Mercedes) hat es wieder geschafft: Wie schon im vergangenen Jahr, so steht der kanadische Rennfahrer auch in diesem Jahr auf der Pole-Position am Norisring. Doch das ist auch eine echte Premiere: Erstmals in dieser Saison hat Mercedes im Qualifying die Konkurrenz von Audi und BMW hinter sich gelassen. Und wie: Gleich fünf Autos in den Top 8 sind mit "Sternfahrern" besetzt.

Und der Beste aus dieser Riege freute sich diebisch über seinen Coup: "Ich mag es einfach, immer spät zu bremsen. Das kann ich wohl ganz gut", sagt Wickens in einer ersten Stellungnahme. Er fügt hinzu: "Ich freue mich jetzt sehr auf das Rennen. Mein Vater ist erstmals vor Ort dabei, meine Tante ist auch hier. Ich habe kanadischen Rückhalt, was super ist. Und ich will hier gewinnen."

Die Chancen darauf stehen gut. Das muss auch die Konkurrenz anerkennen. "Mercedes gilt es zu schlagen", meint Timo Glock (MTEK-BMW), für den es im vierten Qualifying des Jahres "nur" zu Platz 13 reichte. Wie viele andere DTM-Piloten sah auch er kein Land gegen die starken Mercedes-Autos, die mit Paul di Resta (HWA-Mercedes) noch einen zweiten Fahrer in die erste Startreihe bugsierten.

DTM-Spitzenreiter Wittmann "nur" Achter

Platz drei sicherte sich Audi mit Jamie Green (Rosberg-Audi). Er spricht von einem "guten Tag" und sagt: "Es ist dermaßen eng, was es für uns Fahrer wirklich schwierig macht." In der Tat: Ein Zehntel lag Wickens (47,883 Sekunden) vor di Resta, di Resta seinerseits 0,019 Sekunden vor Green. Am Norisring entschieden also wieder einmal die Tausendstel über Erfolg und Misserfolg. Und für Mercedes war es ganz sicher ein Triumph.

Zwei Mercedes ganz vorne: Robert Wickens (li.) scherzt bei der Presserunde nach dem Qualifying mit Paul di Resta (re.)

Hinter den Top 3 reihten sich nämlich gleich Pascal Wehrlein (HWA-Mercedes) und Gary Paffett (HWA-Mercedes) ein, verwiesen Mattias Ekström (Abt-Sportsline-Audi) auf Rang sieben. Erst auf Platz acht folgte der aktuelle DTM-Spitzenreiter, Marco Wittmann (RMG-BMW). "Mehr ging nicht", meint der Rennfahrer aus Fürth, der am Norisring ein echtes Heimspiel hat. "Das war unser Limit."

Zwei weitere Audi-Piloten komplettierten die Top 10 in Nürnberg: Adrien Tambay (Abt-Audi) und Nico Müller (Rosberg-Audi). Dann der zweitbeste M4 von Maxime Martin (RMG-BMW) vor DTM-Titelverteidiger Mike Rockenfeller (Phoenix-Audi), Glock sowie dessen BMW-Markenkollegen Joey Hand (RBM-BMW), Augusto Farfus (RBM-BMW) und Ex-Champion Bruno Spengler (Schnitzer-BMW).

Alles hofft auf den Regen am Renntag

Letzterer meint: "Heute hatten wir kein so gutes Qualifying. An was es liegt? Schwer zu sagen. Das müssen wir erst noch analysieren." Doch einige erwischte es noch schlimmer: Hinter Daniel Juncadella (Mücke-Mercedes) und Miguel Molina (Abt-Sportsline-Audi) klassierte sich Martin Tomczyk (Schnitzer-BMW) nur auf Rang 19. "Als Bayer in Nürnberg ist das natürlich beschämend", sagt er.

Noch weiter hinten landeten Edoardo Mortara (Abt-Audi), Timo Scheider (Phoenix-Audi), Antonio Felix da Costa (MTEK-BMW) und Witali Petrow (Mücke-Mercedes), der 23. und damit Letzter wurde. Und Petrow denkt, was viele im Starterfeld denken: Wenn der Regen kommt, dann ist die Startaufstellung vielleicht nicht gar so wichtig. "Dann", so Petrow, "dürften wir im Rennen eine bessere Chance haben."

Auch Spengler hofft auf den Wetterwechsel: "Von Platz 16 ist im Regen noch alles möglich." Auch Scheider sieht gute Chancen, sollte es nass werden: "Wir wünschen uns großes Chaos und Regen." Darauf deute zumindest die Wettervorhersage hin. "Schön ist es aber nicht, auf Platz 20 zu stehen und in der Gischt zu fahren", meint Scheider. Er denkt, wie die meisten Fahrer, schon an die erste Kurve.

Die Grundig-Kehre, das erste Nadelöhr nach dem Start, war in der Vergangenheit schon für viele Piloten die Endstation. "Ich hoffe, heil durch die erste Kurve zu kommen", sagt Glock, stellvertretend für die 23 DTM-Piloten. Gesamtführender Wittmann wünscht sich beim Heimspiel noch mehr: einen Podestplatz. "Aber da muss man erst malhinfahren", sagt er. Um es zu schaffen, hat er am Sonntag 83 Runden lang Zeit.

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