DTM: Die 20 bekanntesten Rennstrecken

DTM ab sofort ohne Gewichte

— 14.09.2017

Berger: "Starkes Signal für die DTM"

Gute Nachrichten auf der Zielgeraden der DTM-Saison: Nach einem unsäglichen Hin und Her haben die Hersteller entschieden: Die umstrittenen Gewichte kommen weg.

Es geschehen selbst in der DTM noch Zeichen und Wunder. Nach einem monatelangen Streit über den Sinn, Unsinn und die Auswirkungen der Performance-Gewichte haben Audi, BMW und Mercedes entschieden: Die Gewichte kommen weg. Und zwar ab sofort. Angesichts des am Ende fast schon peinlichen Hin und Her eine überraschende, aber wichtige Entscheidung für Serie und den dramatischen Titelkampf, in dem sich immerhin noch zehn Fahrer befinden.

Denn die Entscheidung bedeutet: Ab dem vorletzten Rennwochenende auf dem Red Bull Ring (22.-24. September) und auch beim Saisonfinale in Hockenheim (13.-15. Oktober) gehen alle 18 Boliden mit demselben Gewicht an den Start. Die finale Zustimmung des DMSB steht noch aus, gilt aber als Formsache. Wären die Gewichte an Bord geblieben, wären die BMW 20 Kilogramm leichter als die Autos der Konkurrenz gewesen. Da der Kurs in Spielberg als gewichtsempfindlichste Strecke des Kalenders gilt, hätte der Vorteil für BMW auf der Hand gelegen.

Ab Spielberg sind alle Fahrer gleichschwer unterwegs

Neben der Tatsache, dass die Meisterschaft nicht mehr durch die umstrittene Gewichtsregelung beeinflusst wird, zeigt die Entscheidung auch, dass sich die Hersteller offenbar doch zum Wohle der Serie einigen können. Für die Zukunft der DTM und als Zeichen für andere Hersteller durchaus keine unwichtige Übereinkunft.

„Alle Beteiligten haben die Stimmen der Fans gehört. Ich freue mich sehr, dass die Hersteller an einem Strang ziehen und im Sinne des Sports entschieden haben“, sagt DTM-Chef Gerhard Berger, der in den vergangenen Monaten unermüdlich für eine Abschaffung getrommelt hatte: „Das ist ein starkes Signal für die DTM."

Die Abschaffung des Systems soll nicht nur für 2017, sondern auch für die Jahre danach gelten. Die drei Hersteller haben deshalb vereinbart, das Aerodynamik-Reglement der DTM für 2018 zu optimieren. So sollen für ausgewählte Aerodynamikbauteile standardisierte Geometrien vorgeschrieben werden. Heißt demnach, dass Audi letztendlich nachgegeben hat, nachdem die Ingolstädter zuletzt gegen eine Abschaffung unter diesen Bedingungen waren.

„Für die kommenden Monate werden wir darauf aufbauen und die DTM fit für die Zukunft machen", sagt BMW-Boss Jens Marquardt. "Diese Plattform wird noch attraktiver - und ist für weitere Hersteller offen.“ Mercedes-Teamchef Ulrich Fritz ergänzt: „Wir freuen uns jetzt umso mehr, dass die Diskussionen über die Gewichte endlich ein Ende haben und der Sport wieder stärker im Fokus steht.“

Autor: Andreas Reiners

Fotos: Hersteller

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