DTM

DTM: Aktuell

— 29.10.2016

Samstagssprint auf dem Prüfstand

Die DTM beackert weiter ihre Baustellen: Für die neuen Saison 2017 versprechen die Veranstalter die Langeweile in den Samstagsrennen zu bekämpfen.

Es ist kein Geheimnis, dass es in der DTM spannendere Dinge gibt als ein Samstagsrennen. Für den Samstag galt: Entweder es knallte vor allem zu Beginn des 40-minütigen Rennens richtig, oder die Platzierungen standen bereits nach wenigen Kurven nahezu unverrückbar fest. „Es gab ein paar, die interessant waren, es gab aber auch ein paar, die todlangweilig waren", sagt BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt.

In Kurve eins knallte es am Samstag meistens

Durch die begrenzten Möglichkeiten, nach vorne zu fahren, gingen in einigen Rennen die Fahrer in der ersten Runde bereits ein hohes Risiko. Für die Fans sicherlich sehenswert, für die Hersteller vor allem durch die beschädigten Autos eher ein Ärgernis. „In der zweiten Runde gab es dann zwei Klassen: Die Angeschlagenen und die, die davongekommen sind. Die fahren dann vorne weg. Für die anderen wird es schwierig“, so Mercedes' DTM-Leiter Ulrich Fritz.

Nur noch ein Format für beide Tage?

Das soll sich in der neuen Saison nach Möglichkeit ändern. „Wir haben am Sonntag ein bewährtes Format mit einer Strategiekomponente und einem Boxenstopp, wo man in der ersten Kurve nicht alles riskieren muss. Das wäre eine gute Möglichkeit, die Formate anzupassen. Und für den Fan ist es gut, wenn es am Samstag und Sonntag das gleiche Format gibt“, erklärt Fritz. Am Sonntag dauert das Rennen 60 Minuten inklusive eines Boxenstopps.

Gibt es bald auch im ersten Rennen einen Stopp?

Was die Stopps betrifft, soll es 2017 ebenfalls Änderungen geben. Aus Kostengründen sollen weniger Mechaniker zum Einsatz kommen. Mercedes-Mann Fritz: „Motorsport ist Teamsport und kein Computersport. Wir wollen ein System, das spannend und sicher ist und die menschliche Komponente in den Vordergrund stellt. Wir sprechen inzwischen von hochgezüchteten Boxenstoppanlagen, einer Raketenwissenschaft mit einer riesigen Anzahl von Teammitgliedern und Prototypen-Softwares, die jeder Hersteller für sich entwickelt.“ Das koste alles Geld, dem Zuschauer helfe es aber nicht weiter, so der Mercedes-Boss.

Autor: Andreas Reiners

Fotos: Picture-Alliance

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