DTM: Alle Autos, alle Fahrer

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DTM: Audi-Sieg in Zandvoort

— 17.07.2016

Green gewinnt am Sonntag

Oranje siegt in Holland: Jamie Green gewinnt den zehnten Lauf am Sonntag in den Dünen von Zandvoort vor Gary Paffett und Audi-Kollege Edoardo Mortara.

Zehn DTM-Rennen, neun Sieger: Einen Tag nach dem Erfolg von Mercedes-Pilot Robert Wickens beim Deutschen Tourenwagen-Masters in Zandvoort sorgte Jamie Green am Sonntag mit einem Start-Ziel-Sieg für die Revanche durch Audi. „Nach der Enttäuschung gestern war das Rennen heute natürlich Balsam auf unsere Wunden“, so Audis DTM-Sportchef Dieter Gass. Spitzenreiter vor den letzten acht Saisonläufen ist allerdings ein BMW-Mann: Marco Wittmann aus Fürth verteidigte auf der Rennstrecke in den Niederlanden als Vierter seine Führung im Gesamtklassement vor Green.

Vom Start weg führte Audi-Pilot Green das Feld an

Der Schotte kletterte nach seinem ersten Saison-Erfolg und dem 13. DTM-Sieg seiner Karriere auf seinen orangen Audi und reckte die Fäuste nach oben. „Ich bin super glücklich, endlich hier Zandvoort gewonnen zu haben. Auf diesen Sieg musste ich viele Jahre warten. Heute hat alles gepasst“, sagte Green. Der 34-Jährige setzte sich in einem spannenden Rennen vor dem Engländer Gary Paffett im Mercedes durch. Der Italiener Edoardo Mortara, ebenfalls im Audi, kam als Dritter ins Ziel.
Glück hatte Wittmann, dass er seine Führung im Gesamtklassement behielt. Denn Vortagessieger Robert Wickens aus Kanada und Christian Vietoris aus Gönnersdorf fielen auf den Positionen zwei und vier liegend in ihren Mercedes-Fahrzeugen kurz vor Schluss fast zeitgleich mit Reifenschäden aus. Hätten sie die Positionen gehalten, hätte Wickens die DTM-Spitze übernommen. Die Gesamtwertung ist nach dem Zandvoort-Wochenende weiter spannend: Wittmann liegt sieben Punkte vor Green. Auf den Vierten, Wickens, hat der Deutsche 22 Zähler Vorsprung.
Den aktuellen Stand in der Meisterschaft gibt es hier.

Großer Jubel beim Sonntagssieger in Zandvoort

Mit dem Erlöschen der Startampel blieb Green nach seiner zweiten Pole-Position der Saison knapp vorne. Er war der erste Fahrer gewesen, der in dieser DTM-Saison zum zweiten Mal von der Spitzenposition starteten konnte. Der Routinier musste sich gegen ein schnelles Mercedes-Trio aus Wickens, Paffett und Vietoris wehren. Erst nach seinem Boxenstopp in der Runde 13 konnte sich Green einen komfortableren Vorsprung herausfahren. „Ich war überrascht. Mercedes war sehr stark gestern. Am Ende habe ich mehr von ihnen erwartet“, sagte der Schotte.

Die Stimmen der Top-3 vom Sonntag:

Jamie Green: Heute hat für mich alles zusammengepasst. In ersten Stint waren Robert (Wickens; d. Red) und Gary formatfüllend in meinem Rückspiegel. Da dachte ich, dass es mit dem Sieg vielleicht hart wird. Aber mein zweiter Reifensatz nach dem Stopp war besser, genauso wie die Pace. So konnte ich den Vorsprung kontrollieren und am Ende sogar vergrößern. Insgesamt lag es heute auch an der tollen Set-Up-Arbeit des Teams. Als Dank habe ich nach dem Rennen ein paar Donuts für unsere Audi-Jungs in Kurve elf gedreht, das hat die Streckenposten wohl kurz verwirrt. Heute ist ein sehr schöner Tag. Ich habe zwar meinen Rückflug heute Abend, aber der Champagner schmeckt sehr gut hier, deswegen werden wir jetzt noch einen Drink nehmen.

Die Top-3 auf dem Podium: Paffett, Green, Mortara

Gary Paffett: Mercedes sah hier stark aus und war auf dem Weg zu einem guten Gesamtergebnis. Aber Robert und Christian (Vietoris; d. Red.) hatten am Ende scheinbar Reifenprobleme. Das ist schade für das Team. Bei mir gab es zum Glück keine Schwierigkeiten. Mein Auto war schnell und das Wochenende hier bisher mit Abstand mein bestes dieses Jahr. Jetzt müssen wir so weitermachen, dann haben wir immer die Chance auf das Podium. Es geht eng zu, rauf und runter und es gewinnen nicht immer die gleichen Fahrer. Die Meisterschaft ist also noch offen.

Edoardo Mortara: Wir waren heute sicher etwas glücklich, weil die anderen am Ende Reifenprobleme hatten. Man muss aber auch das richtige Auto dafür haben und vielleicht haben wir da etwas mehr Spielraum als Mercedes. Gestern war ich noch im Pech mit der ungerechtfertigten Strafe, heute dafür im Glück: So gleicht es sich aus und deswegen ist es unterm Strich ein positives Wochenende für mich.

Ergebnis - Top-10 Sonntagsrennen in Zandvoort:

1. Jamie Green (Großbritannien) - Audi RS 5 DTM 1:01:54,997 Std.
2. Gary Paffett (Großbritannien) - Mercedes-AMG C63 DTM + 9,731
3. Edoardo Mortara (Italien) - Audi RS 5 DTM + 14,153
4. Marco Wittmann (Fürth) - BMW M4 DTM + 18,833
5. Nico Müller (Schweiz) - Audi RS 5 DTM + 19,629
6. Timo Glock (Thurgau/Schweiz) - BMW M4 DTM + 21,455
7. Mattias Ekström (Schweden) - Audi RS 5 DTM + 24,135
8. Paul Di Resta (Großbritannien) - Mercedes-AMG C63 DTM + 28,983
9. Lucas Auer (Österreich) - Mercedes-AMG C63 DTM + 29,430
10. Tom Blomqvist (Großbritannien) - BMW M4 DTM + 29,875
Fotos: Picture-Alliance / DTM

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