DTM: Alle Autos, alle Fahrer

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DTM: Auer siegt in der Lausitz

— 05.06.2016

Ekström mit starker Aufholjagd

Erster DTM-Sieg für Lucas Auer: Der Österreicher gewinnt am Sonntag in der Lausitz vor Mattias Ekström und dem neuen Gesamtführenden Robert Wickens.

Als erstmals nach einem DTM-Rennen Österreichs Nationalhymne erklang, stand Lucas Auer ergriffen auf dem Podest und biss sich auf die Lippen. „Die DTM ist so eine fantastische Serie, da als erster Österreicher zu gewinnen macht mich stolz“, sagte der Neffe von Ex-Formel-1-Fahrer Gerhard Berger. „Ich habe noch nie so hart für einen Sieg arbeiten müssen. Es war brutal.“ Mit seinem Start-Ziel-Sieg holte Auer auf dem Lausitzring am Sonntag zudem den ersten DTM-Erfolg für das Mercedes-Team Mücke.

Jubel bei Mercedes-Pilot Lucas Auer am Sonntag

Einer der ersten Gratulanten war Audi-Mann Mattias Ekström, der mit seiner Fahrt auf Rang zwei ein weiteres Mal für ein sportliches Ausrufezeichen im Deutschen Tourenwagen Masters sorgte. „Nach der Box bin ich volle Lotte gefahren bis zum Ende, das hat sich ausgezahlt“, berichtete der 37 Jahre alte Schwede. Rang drei ging an Robert Wickens. Der Mercedes-Pilot übernahm damit auch die Führung in der Gesamtwertung. Vor den Rennen am Norisring in Nürnberg Ende Juli hat er einen Vorsprung von drei Zählern auf Ex-Champion Marco Wittmann. Als bester BMW-Fahrer war er hinter Jamie Green (Audi) und Gary Paffett (Mercedes) auf Rang sechs gekommen. Nach dem Doppelerfolg vom Samstag, als Miguel Molina vor Green ins Ziel kam, lief es für Audi tags darauf zunächst nicht so gut. In der Qualifikation war Ex-Champion Mike Rockenfeller als bester Fahrer der Ingolstädter auf Rang vier gefahren. Ein offensichtlicher Frühstart kostete Rockenfeller aber gleich zu Beginn alle Chancen auf ein gutes Resultat, mit bislang nur fünf Zählern erlebt der Meister von 2013 eine weiterhin schwache Saison.

Der Österreicher wandelte seine Pole in den Sieg um

Mit dem Erlöschen der Startampel zog Auer nach der zweiten Pole Position seiner DTM-Karriere souverän davon. Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock musste seinen zweiten Platz aus der Qualifikation dagegen sofort abgeben und sich von Wickens überholen lassen. Nach seinem Boxenstopp hatte Glock dann Probleme mit den Hinterreifen und fiel bis auf Rang zehn zurück. Hinter dem Führungs-Duo Auer und Wickens, das lange unangefochten zu sein schien, entwickelte sich ein spannender Kampf um Position drei. Involviert dabei: Die Routiniers Ekström, Green und Paffett.

Paffett entschied sich als erster für den verpflichtenden Reifenwechsel, Green kam fünf Runden später an die Box. Ekström dagegen wartete bis zur 31. Runde - und legte davor einige Führungskilometer zurück. Am Ausgang der Boxengasse musste sich Ekström zwar hinter seinen Kontrahenten einreihen. Doch mit den frischesten Reifen schnappte sich der Schwede Green und Ekström dann doch - und überholte am Ende sogar noch Wickens für Rang zwei. Auf die Spitze hat Ekström nun nur noch neun Punkte Rückstand.
Für einen Schreckensmoment sorgte Edoardo Mortara: Bei seinem Boxenstopp erwischte der Audi-Mann einen Mechaniker der Nachbarbox. Bei dem Mann, ebenfalls bei Audi angestellt, wurden noch an der Strecke Prellungen am Unterschenkel, Knie und Rücken diagnostiziert. (fh/dpa)

Die Stimmen der Top-3:

Lucas Auer: Wichtig waren der Start und die erste Runde. Das habe ich hinbekommen und danach war unsere Pace stark. Ich habe die Konzentration behalten und konnte es durchbringen. Wir haben von Freitag an eine gute Basis gehabt, die haben wir gelassen. Im Quali hat dann schon alles gepasst und jetzt im Rennen haben wir gezeigt, wozu wir imstande sind. Geträumt habe ich schon davon - aber nicht gedacht, dass es so schnell klappt mit dem ersten Sieg. Jetzt wird heute Abend irgendwo in Berlin mit dem Team so richtig gefeiert!

Audi-Star Mattias Ekström stürmte weit nach vorne

Mattias Ekström: Der Zaubertrick heute war, Geduld zu haben und mit wenig Reifenverschleiß so schnell wie möglich zu fahren. Ich bin super zufrieden mit dem Rennen. Von Platz neun auf Rang zwei vor ist Klasse. Besser geht es nur, wenn man weiter vorne starten kann. Aber im Quali habe ich noch Verbesserungspotenzial. Schwierig war es heute mit den Slow-Zones, da die Reifen auf Temperatur zu halten - ich habe dann aber gesehen, dass die anderen vor mir Übersteuern hatte und ich noch die bessere Reifen habe. Insgesamt war der Schlüssel der zweite Teil des ersten Stints, als ich länger draußen geblieben bin.

Robert Wickens: Es war ein hartes Rennen, denn nach meinem Stopp bin ich im Verkehr rausgekommen. Das hat es schwerer gemacht, aber hier mit zwei Podestplätzen wegzufahren, nehme ich natürlich mit einem dickem Lächeln mit. Nun geht es zum Norisring, da bin ich auch ganz gut und habe dort schon zweimal gewonnen. Aber man kann sich nie zurücklehnen in der DTM. Wir geben weiter Vollgas.

Ergebnis - Top-10 Sonntagsrennen auf dem Lausitzring:

1. Lucas Auer (Österreich) - AMG-Mercedes C63 1:02:11,261 Std.
2. Mattias Ekström (Schweden) - Audi RS5 + 3,763 Sek.
3. Robert Wickens (Kanada) - AMG-Mercedes C63 + 6,386
4. Jamie Green (England) - Audi RS5 + 6,770
5. Gary Paffett (England) - AMG- Mercedes C63 + 12,292
6. Marco Wittmann (Fürth) - BMW M4 + 16,839
7. Christian Vietoris (Gönnersdorf) - AMG-Mercedes C63 + 17,355
8. Nico Müller (Schweiz) - Audi RS5 + 18,099
9. Bruno Spengler (Kanada) - BMW M4 + 21,872
10. Timo Glock (Thurgau/Schweiz) - BMW M4 + 24,865

Ergebnis - Top-10 Startaufstellung für das Sonntagsrennen:

1. Lucas Auer (Österreich) - Mercedes-AMG C63 DTM 1:16,861 Min.
2. Timo Glock (Thurgau/Schweiz) - BMW M4 DTM + 0,082
3. Robert Wickens (Kanada) - Mercedes-AMG C63 DTM + 0,139
4. Mike Rockenfeller (Landschlacht/Schweiz) - Audi RS 5 DTM + 0,168
5. Gary Paffett (Großbritannien) - Mercedes-AMG C63 DTM + 0,169
6. Jamie Green (Großbritannien) - Audi RS 5 DTM + 0,183
7. Christian Vietoris (Gönnersdorf) - Mercedes-AMG C63 DTM + 0,070 (+5 Plätze)
8. Marco Wittmann (Fürth) - BMW M4 DTM + 0,200
9. Mattias Ekström (Schweden) - Audi RS 5 DTM + 0,215
10. Tom Blomqvist (Großbritannien) - BMW M4 DTM + 0,281

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