DTM-Auftakt 2006

DTM-Auftakt 2006

DTM-Auftakt 2006

— 10.04.2006

Bernd Schneider liefert Bilderbuch-Sieg

Mit Schneider, Kristensen und Frentzen landeten drei Routiniers auf dem Treppchen. Doch die Newcomer haben Blut geleckt!

Sieg Nummer 40 für Routinier Schneider

Die alten Herren sicherten sich zum Auftakt der Saison 2006 der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) die Ernte – die Akzente vor rund 70.000 Zuschauern auf dem Hockenheimring setzten allerdings die jungen Wilden. Aber der Reihe nach.

Mit einer perfekten, allen angehenden Rennfahrern als Lehrvideo zu empfehlenden Leistung, holte sich der 41jährige DTM-Rekordhalter Bernd Schneider seinen 40. Sieg in der Tourenwagen-Königsklasse und den 13. in Hockenheim. "Es war ein brillantes Wochenende. Ich habe mich beim Start aus allem rausgehalten. Danach gab es keine ernsthaften Probleme", sagte der Saarländer aus St. Ingbert, der bereits viermal DTM-Champion war.

Platz zwei für Audi sicherte der siebenmalige Gewinner der "24 Stunden von Le Mans", Tom Kristensen (38/ Dänemark), und nach seinem Wechsel von Opel zu Audi schnappte sich Heinz-Harald Frentzen (38/ Mönchengladbach) den letzten Platz auf dem Siegerpodest – vor dem zweimaligen Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen (37/ Finnland) im Mercedes.

"Ich bin natürlich extrem zufrieden mit dem Einstand bei Audi. Ich habe nach dem etwas verkorksten Training dieses gute Ergebnis nicht erwartet. Aber das Auto lief im Rennen nach meinen frühen ersten Boxenstop, bedingt durch einen defekten Reifen, sehr gut", sagte Frentzen.

Scharfes Duell zwischen Susie und Jean

Doch vor allem der Berliner Stefan Mücke (24), der Bonner Alexandros Margaritis (21) und Daniel la Rosa (20/ Hanau), alle drei in einer Mercedes-C-Klasse des Baujahrs 2005 unterwegs, rüttelten gestern am Thron der Etablierten. Mücke, Fünfter im Abschlußtraining, schaffte am Morgen die schnellste Zeit im Warm up und pendelte im Rennen, je nach Anzahl der absolvierten Reifenwechsel (zwei sind Vorschrift) im 20-Fahrer-Feld, zwischen Platz zwei und fünf. Bis zur 23. von 37 Runden. Alexandros Margaritis, 2005 noch Fahrer im Mücke-Team und gestern Fünfter in Hockenheim, griff seinen Ex-Kollegen an, Mücke hielt etwas zu optimistisch dagegen und wurde mit dem Ausfall durch eine beschädigte Radaufhängung bestraft.

Für Mercedes-Sportchef Norbert Haug war das Manöver auf der Piste Grund genug, Mücke wissen zu lassen, "daß wir so etwas in Zukunft nicht mehr sehen wollen. Sein Einsatz war ziemlich übermotiviert". Ungeachtet dessen bescheinigte der 53jährige dem Berliner eine "sehr gute Vorstellung über das gesamte Wochenende".

Nicht weniger im Blickpunkt als das Geschehen an der Spitze lagen die Darbietungen der mit viel Aufwand präsentierten DTM-Ladys. Und sowohl Susie Stoddart, die ihren 2004er Mercedes auf einen ausgezeichneten zehnten Platz chauffierte, als auch Vanina Ickx, die im gleichalten Audi Rang 15 belegte, erfüllten die in sie gesetzten Erwartungen.

Besonders die Schottin Susie Stoddart (23), die sich über fast ein Drittel des Rennens mit dem 41jährigen Ex-Formel-1-Piloten Jean Alesi (Mercedes, Frankreich) duellierte, überzeugte. "Ich habe versucht, meine Linie zu finden, und in jeder Runde etwas zu lernen. Das Rennen war nicht ganz so hart, weil es nicht so warm war. Aber die Kämpfe mit Jean waren doch gut", sagte die Debütantin.

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