DTM Auftakt 2009

DTM Auftakt 2009 in Hockenheim

— 18.05.2009

Kristensen erbt den Sieg

Beim DTM-Auftakt in Hockenheim lieferte die Audi-Truppe eine Demonstration der Stärke ab. Altmeister Tom Kristensen führte ein siegreiches Audi-Quartett an. Bester Mercedes-Pilot war Paul di Resta.

Mit einem Vierfachsieg hat Audi wie im Vorjahr den Saison-Auftakt im Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) dominiert. Während Konkurrent Mercedes am Sonntag auf dem Hockenheimring ein Desaster erlebte, durfte sich der Däne Tom Kristensen über einen glücklichen Sieg freuen. Der achtfache Le-Mans-Sieger erbte den Sieg durch einen Reifenplatzer seines schwedischen Markenkollegen Ekström, der vom Start bis zur vorletzten Runde einem klaren Sieg entgegen zu fahren schien. "Alle haben gesehen, dass Mattias heute den Sieg verdient hatte. Aber wichtig ist, dass drei Audis auf dem Podium stehen", sagte der 41-Jährige, der zwei Tage zuvor seinen Ausstieg aus der DTM am Saisonende bekannt gegeben hatte. Am Ende der 39 Runden über eine Gesamtdistanz von 178,386 Kilometern hatte Kristensen einen Vorsprung von 0,353 Sekunden auf Vorjahres-Champion Timo Scheider.

Freude bei Audi – Frust bei Mercedes

Das ertse Podium der DTM-Saison 2009 war fest in der Hand der Audi-Fahrer: Scheider, Kristensenm, Jarvis (v.l. n.r.).

Audi feierte dank der Plätze zwei, drei und vier von Scheider, Oliver Jarvis (Großbritannien) und Markus Winkelhock (Berglen-Steinach) trotz des Ekström-Malheurs den ersten Vierfacherfolg seit dem 13. Juli 2008 in Zandvoort. Bei Mercedes war Frustbewältigung angesagt. Der fünfte Platz von Vizemeister Paul di Resta (Großbritannien) war einfach zu wenig. "Das war vielleicht das schlechteste Rennen für uns und das ausgerechnet beim 100. Rennen", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Unsere ganze Flotte war nicht gut genug positioniert. Ein Wochenende, an dem nichts für uns ging und passte - wir müssen uns steigern, bereits in 14 Tagen am Lausitzring." Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich konnte hingegen Ekströms Pech leicht verschmerzen. "Das ist ein guter Beginn in die Saison, ein gutes Omen", sagte Ullrich. "Ich bin nicht glücklich darüber, dass bei Mercedes gar nichts lief. Da war Pech und Unglück dabei. Aber ich bin sicher, sie werden ein starker Konkurrent sein", ergänzte er mit tröstenden Worten für die schwäbischen Rivalen.

In Kurve zwei flogen die Fetzen

Ralf Schumacher bekam erst die Haube von Paffet aufs Dach, wurde dann von Legge gedreht und endete als Neunter.

Das 100. Rennen der neuen DTM begann vor 91 000 Zuschauern (Rennwochenende) ereignisreich, gleich in der ersten Runde flogen die Fetzen. Den Start gewann souverän Polesitter Ekström vor Kristensen, doch schon in Kurve zwei krachte es: Durch einen Rempler mit Alexandre Prémat (Frankreich) riss bei Gary Paffett (Großbritannien) die Motorhaube ab und knallte Ralf Schumacher auf die Frontscheibe. Zunächst schien das Rennen für den vor Saisonbeginn von einem Jahreswagen in die neue C-Klasse beförderten Mercedes-Star schon beendet, doch die Mechaniker konnten in der anschließenden Safety-Car-Phase die tiefe Delle im Dach noch notdürftig ausbeulen. Am Ende wurde Schumacher Neunter.

Von all dem unbeeindruckt schien Ekström locker seinem 14. DTM-Erfolg entgegen zu steuern. Mit schnellen Rundenzeiten und problemlosen Boxenstopps hielt der zweifache DTM-Champion das Feld in Schach und sah schon wie der sichere Sieger aus. Bis ihm kurz vor Schluss der Reifen platzte und er auf Rang sieben zurückfiel. Neben den beiden Raufbolden der zweiten Kurve, Paffet und Prèmat, gab es weitere, teils prominente, Ausfälle. Martin Tomczyk (Audi, Elektrikprobleme), Bruno Spengler und Susi Stoddart (Mercedes, beide mit Spätfolgen der Kollision in Kurve zwei) erwischte es nach 15 Runden, Mike Rockenfeller (Audi) wurde in der Startphase von Jamie Green ramponiert und musste seinen Wagen nach der ersten Runde abstellen. Am 31. Mai 2009 auf dem EuroSpeedway hat Mercedes die erste Chance sich für das Debakel von Hockenheim zu revanchieren.

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