Hans-Werner Aufrechts DTM-Ausblick

DTM-Aussichten

— 29.10.2009

Aufrecht: "Besser wären zwei!"

Der erste Vorsitzende der ITR, Hans-Werner Aufrecht, sieht die Deutsche Tourenwagen Masters nicht in Gefahr. Er will Alfa, ein Rennen in Berlin und einen weiteren Formel-1-Star.

Hans-Werner Aufrecht ist in der DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) ein alter Hase. Insgesamt 333 Rennen hat er inzwischen miterlebt. Als Vorsitzender der ITR (Internationale Tourenwagen Rennen) e.V., der DTM-Organisation und mit dem von ihm geführten Mercedes-Werksteam HWA. Im Interview mit unseren Kollegen der Sport Bild erklärt der 70-Jährige, was in den nächsten Jahren auf die Deutsche Tourenwagen Serie zukommt. Aber auch, welche Wünsche noch offen sind. So werden die Rufe nach einem dritten Hersteller immer lauter. Denn Audi und Mercedes haben sich zwar sehr gut etabliert, doch ein wenig neuer Wind ist notwendig. Das fordern vor allem auch die Fans der beliebten Serie.

Alfa Romeo ist der Hersteller der Wahl

Hans Werner Aufrecht verabschiedet scih bei seinem 33. DTM-Rennen von Aussteiger Tom Kristensen.

Für Aufrecht kommen mehrere Hersteller in Betracht. Nicht nur, wie in letzter Zeit oft diskutiert, BMW, sondern auch Lexus, Hondas Nobelmarke Infiniti oder Opel. Seine Wahl: Alfa Romeo. Der italienische Autobauer hat seit dem Ende des Alfa Romeo 147 Cups 2004 kaum mehr von sich hören lassen. Aufrecht sieht seine Wahl leidenschaftlich: "Außerdem esse ich gern italienisch." Einen Einheitsmotor sieht er allerdings nicht beim Tourenwagen Masters. Auch hier argumentiert er leidenschaftlich. Ein 2,0-Liter-V8 wäre vom Klang her nicht dass, was man sich als faszinierend für die Serie vorstellen würde. 

Coulthard oder Fisichella

David Coulthard: Ist er der nächste F1-Star in der DTM?

Doch wie geht es nun weiter? "Um neue Hersteller anzulocken, ist ein neues Reglement zwingend notwendig", verdeutlicht der Mercedes-Teambesitzer im Interview. "Und ich bin zuversichtlich, dass es noch dieses Jahr verabschiedet wird." Doch ein neues Regelwerk ist nicht alles, was sich in Zukunft ändern soll. Fans wollen Stars - und davon hat die DTM derzeit zu wenig. Mit Ralf Schumacher ist schon einer dabei. Aber: "Besser wären zwei!" Wer das konkret sein wird, ist derzeit unklar. Auffällig ist allerdings, dass sich Ex-F1-Star David Coulthard beim DTM-Saisonfinale in Hockenheim rumtrieb. Vielleicht wird er der nächste? Aber auch Giancarlo Fisichella kann sich Hans-Werner Aufrecht gut vorstellen, zumal die Serie in südlichen Ländern durch ihn an Aufmerksamkeit gewinnen könnte.

Valencia statt Barcelona

Apropos südliche Länder: Der DTM-Kalender für 2010 steht in den Startlöchern. Eine wesentliche Änderung ist der Wechsel von Barcelona nach Valencia. Allerdings nicht auf den Stadtkurs, den die Formel 1 fährt. Die ITR wählte, wahrscheinlich auch aus Kostengründen, den etwas abgelegenen Ricardo Tormo Circuit. Die vier Kilometer lange Strecke liegt rund 20 Kilometer nord-westlich von Valencia. Stadtkurse an Häfen begeistern den ITR-Vorstandsvorsitzenden nur bedingt. Und ganz ohne ist die DTM schließlich auch nicht. Denn der Norisring liegt als letzter deutscher Stadtkurs mitten in Nürnberg. Einen weiteren Stadtkurs könnte sich Aufrecht höchstens noch in Berlin vorstellen. Dann aber nicht wie früher auf der Avus, sondern auf der Straße des 17. Juni. Er ist überzeugt: "Ob man die Straße für die Love Parade sperrt oder für uns, das wäre das gleiche."

Autor: Virginia Brusch

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