Disqualifikation

DTM: BMW verzichtet auf Berufung

— 29.09.2016

Wittmann bleibt disqualifiziert

BMW geht gegen die Disqualifikation von Marco Wittmann in Ungarn nun doch nicht in Berufung. Jens Marquardt: "Wir akzeptieren die Entscheidung."

Die Entscheidung der Sportkommissare, Marco Wittmann vom zweiten Rennen auf dem Hungaroring auszuschließen, hat weiterhin Bestand. Obwohl BMW zunächst angekündigt hatte, gegen die Disqualifikation in Berufung zu gehen, sehen die Münchener nun doch davon ab. "Unmittelbar nach dem Sonntagsrennen wollten wir uns diese Option offenhalten, deshalb hatte das BMW Team RMG zunächst die Berufung angekündigt", erklärt BMW-Motorsportchef Jens Marquardt am Donnerstag in einem Statement.

Was war passiert? Die Sportkommissare entschieden am Sonntagabend nach eingehenden Untersuchungen, dass Wittmann wegen einer zu dünnen Holzplatte am Unterboden seines BMW M4 DTM disqualifiziert wird. Nach Ansicht von BMW gibt es dafür eine simple Erklärung: "Wir sind unverändert der Auffassung, dass die erhöhte Abnutzung des Unterbodens aufgrund der Vorkommnisse und Berührungen kurz nach dem Start zustande kam", sagt Marquardt. Denn da war Wittmann mit seinen Titelkontrahenten Edoardo Mortara und Jamie Green (beide Audi) kollidiert.

Der Meisterschaftskampf bleibt spannend

"Wie man an Marcos Rundenzeiten klar erkennen konnte, hat dies keinerlei Performance-Vorteile mit sich gebracht – das Gegenteil war der Fall", so Marquardt weiter. Trotzdem rettete Wittmann noch die vierte Position ins Ziel und sammelte damit wichtige Zähler für die Meisterschaft. Bis er am Abend schließlich disqualifiziert wurde.

Auf eine Berufung verzichtet BMW nun trotzdem. "Denn wenn wir eines nicht wollen, dann ist es eine Titelentscheidung am 'grünen Tisch', vielleicht sogar erst nach dem Finale in Hockenheim", begründet Marquardt. "Die DTM sollte den Fans in Hockenheim einen Champion präsentieren – am liebsten natürlich Marco Wittmann."

Mit einem Vorsprung von 14 Punkten auf seinen Verfolger Edoardo Mortara ist die Ausganglage des BMW-Piloten ohnehin nicht die Schlechteste...

Autor: Sönke Brederlow

Fotos: Hersteller

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