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DTM: Di Resta gewinnt am Samstag

— 17.06.2017

Audi-Drama spielt Auer in die Karten

Audi steht trotz Dominanz in Ungarn ohne Podium da. Mercedes' DTM-Spitzenreiter Lucas Auer kann seine Nullnummer dadurch noch besser verkraften.

Eine deutliche Dominanz im Training und im Qualifying, ein Audi-Quintett auf den ersten fnf Startpltzen: Eigentlich fhrte beim fnften Saisonrennen in Budapest im Kampf um den Sieg kein Weg an den Ingolstdtern vorbei. Und damit in erster Linie auch nicht an Ren Rast. Denn der ABMS-Pilot stand erstmals in seiner noch kurzen DTM-Karriere auf der Pole-Position. Doch das frhe Safety-Car machte alle Audi-Hoffnungen zunichte. Und hinterlie im Audi-Lager eine Mischung aus Frustration und Schulterzucken. Denn: Unter dem Strich stand nicht einmal ein Podiumsplatz.
Alle Infos und Ergebnisse: Safety-Car bringt Mercedes den Sieg

Nach Kurve eins sah es noch super aus fr Audi...

Rast landete am Ende sogar nur auf Platz sechs. Das ist frustrierend. Natrlich hofft man zumindest auf ein Podium. Man kann es nur nehmen, wie es kommt, sagte Rast zu ABMS. Audi-Boss Dieter Gass war konsterniert: Viel schlimmer htte es nicht kommen knnen. Er haderte damit, nicht auf die frhen Stopps der spteren Podiumspiloten Paul di Resta, Timo Glock und Bruno Spengler reagiert zu haben. Um sich zumindest mit einem Fahrer fr ein mgliches Safety-Car abzusichern: Das ist sicher ein Fehler von uns gewesen. Dafr haben wir ordentlich bezahlt.
Denn damit nicht genug: Die neue Regelung bei den Performance-Gewichten, die vor dem Rennwochenende in Budapest eingefhrt wurde, fllt den Ingolstdtern auf die Fe: Sie mssen aufgrund ihrer Rennperformance, die fr die Berechnung herangezogen wird, fnf Kilogramm einladen, whrend die Konkurrenz von BMW und Mercedes fnf Kilogramm ausladen darf. Audi liegt mit 1120 Kilogramm nun in der Mitte, hinter Mercedes (1125) und vor BMW (1115). Das ist genau das, was wir nicht wollten: Wir haben ein schnelles Auto, gehen mit leeren Hnden nach Hause und laden auch noch Gewicht ein.

Lucas Auer nahm seine Nullnummer gelassen auf

Spitzenreiter Lucas Auer konnte seine Nullnummer dadurch noch besser verkraften. Das ist Wahnsinn, dass kein Audi auf dem Podium steht. Fr uns ist das super, sagte er ABMS. Viel hatte er sich angesichts der zu erwartenden Audi-Dominanz sowieso nicht erwartet, Platz sieben wre am Samstag das Optimum gewesen. Doch ein Dreher nach einem Gerangel beim Re-Start beendete seine Hoffnungen auf Punkte.

Sein Vorsprung betrgt bei 69 Punkten immer noch 14 Zhler auf Audi-Routinier Jamie Green, der am Samstag disqualifiziert wurde. Auer sieht seinen eigenen Rckschlag deshalb genauso locker wie zuvor seine Erfolgsserie. Ich mache mir nicht in die Hose, wir sind erst beim dritten Rennwochenende. Deshalb ist es irrelevant, auch wenn jeder Punkt zhlt. Es ist verkraftbar, stellte Auer klar. Sein Ziel fr das sechste Saisonrennen am Sonntag bleibt bescheiden, denn trotz der Performance-Gewichte rechnet er erneut mit einer starken Audi-Truppe: Alles von Platz fnf bis zehn ist super.

Autor: Andreas Reiners

Fotos: Picture-Alliance

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