DTM: Alle Mercedes-Rennsieger

DTM: Di Resta siegt in Brands Hatch

Briten-Duell um die DTM-Krone

Paul di Resta siegt bei seinem Heimspiel in Brands Hatch und holt im Titelkampf auf. DTM-Spitzenreiter Gary Paffett als Zweiter aber weiter souverän.
Schottland gegen England: Duell der Briten auf der Insel! Nachdem DTM-Spitzenreiter Gary Paffett im Qualifying die Nase vorne hat, schlägt im Sonntagsrennen von Brands Hatch der Gesamtzweite Paul di Resta zurück: Schon am Start schnappt er sich die Spitzenposition von Paffett und gibt diese bis ins Ziel nicht mehr ab.
"Es ist immer speziell daheim zu gewinnen. Für mich ist es auch der erste Sieg auf der Grand-Prix-Strecke in Brands Hatch", freut sich Di Resta, der mit einem Burnout in der Boxengasse feiert. Bereits 2009 und 2010 konnte er in der DTM auf dem Kurs im Süden Londons gewinnen, damals aber noch auf der Kurzanbindung. "Der halbe Job war heute die Position im Qualifying, der Schlüssel dann aber der Start", verrät der Schotte, der seinen 10. DTM-Sieg und bereits 35. Podestplatz einfährt.

Jubel vor heimischem Publikum: Paul di Resta

Das Duell auf der Strecke ist jetzt auch das große im Meisterschaftskampf: Mit seinem Erfolg verkürzt Di Resta (148) den Rückstand auf Landsmann Paffett (177) immerhin von 36 auf 29 Punkte. Sat.1-Experte Timo Scheider glaubt, dass die beiden Briten den Titel jetzt unter sich ausmachen: "Für Mercedes läuft alles nach Plan. BMW wird hingegen einen Hals haben, da ist der Zug nach vorne abgefahren."
Mit Marco Wittmann (Gesamtdritter mit 110 Punkten) auf Platz fünf und Philipp Eng (P7) schaffen es nur zwei Autos der Münchner in die Top-10. BMW-Star Timo Glock verpasst die Punkteränge als Elfter knapp.
Der Gesamtstand der DTM hier im Überblick.
Deutlich besser ist die Laune am Sonntag bei Audi: René Rast schafft als Dritter den Sprung aufs Podium. "Gestern haben wir gestrauchelt, aber heute hatte ich viel Speed, konnte zum Schluss sogar Gary (Paffett; d. Red.) angreifen. Überholen ist hier leider sehr schwer, aber ich bin trotzdem mega happy mit dem Rennen", so Rast. Zufrieden kann auch Pascal Wehrlein sein. Der Ex-Formel-1-Pilot kommt im ABMS-Mercedes als Vierter ins Ziel.
Der nächste DTM-Lauf steigt in zwei Wochen im italienischen Misano - die Besonderheiten: Die Rennen werden bei Nacht ausgetragen! Außerdem wird Alex Zanardi als Gaststarter für BMW am Start sein.
Ergebnis - Rennen:
1. Paul di Resta (Mercedes) (40 Runden)
2. Gary Paffett (Mercedes) +1,0 Sekunden
3. René Rast (Audi) +1,3
4. Pascal Wehrlein (Mercedes) +11,4
5. Marco Wittmann (BMW) +14,3
6. Mike Rockenfeller (Audi) +14,8
7. Philipp Eng (BMW) +17,2
8. Lucas Auer (Mercedes) +17,9
9. Daniel Juncadella (Mercedes) +18,5
10. Nico Müller (Audi) +20,7

So lief das Qualifying:

Diese Pole kann noch ganz wichtig werden im Meisterschaftskampf: Gary Paffett schnappt sich für das Sonntagsrennen bei seinem Heimspiel in Brands Hatch Startplatz eins! Der Gesamtführende: "So eine verrückte Session. Auf meinem ersten Run habe ich die Runde nicht zusammengebracht, war nur auf P15. Beim letzten Versuch war ich dann an vielen Stellen am Limit. Als ich Platz eins auf dem Display gesehen habe, konnte ich es kaum glauben."
Auf dem Kurs im Süden Londons kann man kaum Überholen - zusätzlich zur wichtigen Pole gibts auch noch drei Extrapunkte aufs Konto von Paffett, der seine Gesamtführung damit weiter ausbaut. Sein erster Verfolger im Titelkampf, Paul di Resta, startet im zweiten Rennen des Wochenendes (Start 14:30 Uhr deutscher Zeit) allerdings direkt hinter ihm als Zweiter.

Paffett war im Quali am Sonntag nicht zu bremsen

Das Mercedes-Trio an der Spitze macht unterdessen Pascal Wehrlein perfekt. Der ABMS-Pilot: "Gestern bin ich im Rennen von Platz zehn auf sieben vor, der Speed war also da. Heute im Qualifying bin ich im ersten Versuch etwas von der Strecke abgekommen, deswegen musste im zweiten Run alles sitzen. Hier und da hätte ich also noch mehr Risiko eingehen können, dann wäre ich vielleicht noch etwas weiter vorne - aber auch so ist es ein super Ergebnis."
Bester Nicht-Mercedes ist einmal mehr René Rast im Audi als Vierter. Schlecht läuft die Session indes für BMW-Speerspitze Timo Glock - nur Startplatz 13: "Weinen hilft jetzt nicht viel", sagt der Ex-F1-Pilot, der im Meisterschaftskampf weiter an Boden verliert: "Wir hatten heute Vormittag eine gute Basis im Auto. Dann haben wir im Quali neue Reifen draufgeschnallt, die waren extrem steif und ich habe sie nicht zum Arbeiten gebracht."
Die Pace der Spitze war damit außer Reichweite. "Im Moment ist es schwierig zu verstehen, ich kann es nicht erklären", zeigt sich Glock ratlos - und schonungslos offen: "Jetzt hilft nur hoffen auf Regen. Ansonsten fahren wir hier leider nur hinterher."
Ergebnis - Qualifying:
1. Gary Paffett (Mercedes) 1:17.948 Minuten
2. Paul di Resta (Mercedes) 1:18.021
3. Pascal Wehrlein (Mercedes) 1:18.034
4. René Rast (Audi) 1:18.052
5. Lucas Auer (Mercedes) 1:18.135
6. Robin Frijns (BMW) 1:18.140
7. Augusto Farfus (BMW) 1:18.182
8. Loic Duval (Audi) 1:18.205
9. Marco Wittmann (BMW) 1:18.244
10. Philipp Eng (BMW) 1:18.304

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: DTM / Picture-Alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.