DTM 2017: Alle Fahrer, alle Autos, alle Teams

DTM: Die Pläne des neuen Chefs

— 05.05.2017

Berger will Vettel und Kubica

Gerhard Berger wünscht sich mehr Formel-1-Fahrer für die DTM. Außerdem spricht der neue DTM-Boss über nie neuen Regeln.

Die DTM startet in Hockenheim. Am Wochenende geht die beste Tourenwagenserie der Welt in ihre 31. Saison. Und das mit einem neuen Chef: Ex-Formel-1-Star Gerhard Berger (57) will die DTM wieder attraktiver machen. „Es ist ein Ziel, dass irgendwann die Formel-1-Stars anrufen, um ein Auto in der DTM zu fahren“, sagt er in der aktuellen Ausgabe von AUTO BILD MOTORSPORT.

DTM 2017: Alle Fahrer, alle Autos, alle Teams



Berger denkt dabei vor allem an Sebastian Vettel (29), mit dem er 2008 als Toro-Rosso-­Team­besitzer seinen ersten Sieg feierte. Berger: „Zu meinen Zeiten war es noch möglich, neben der Formel 1 andere Rennen zu bestreiten. Sebastian ist ein echter Racer. Beim Race of Champions sieht man jedes Jahr, dass ihm Rennfahren Spaß macht – mit allem, was vier Räder hat. Seb interessiert sich für die DTM, da bin ich sicher. Er verfolgt sie auch. Aber für einen Einsatz müsste es eine Lockerung bei den F1-Teams geben.“ Schneller als Vettel wäre Ex-BMW-Star Robert Kubica zu haben, der seit einem Rallye-Unfall keine Formel-Rennen mehr bestreiten kann. „Kubica könnte problemlos DTM fahren“, glaubt Berger. „Aber da müssten die Hersteller aktiv werden.“

Gerhard Berger wünscht sich Vettel für die DTM

2017 fahren Audi, BMW und Mercedes nur mit jeweils sechs Autos. Und die sind schon besetzt. Alle jagen Vorjahresmeister Marco Wittmann. Doch dessen BMW hatte bei den Tests noch Probleme in puncto Zuverlässigkeit. Den stärksten Eindruck hinterließ Mercedes, zu denen Vizechampion Edoardo Mortara von Audi gewechselt ist.

Spektakulär dürfte die DTM allein wegen neuer Autos werden. Die haben mittlerweile mehr als 500 PS (30 mehr als im Vorjahr) und sind pro Runde ­etwa zwei Sekunden schneller als 2016. Neue, weichere und schneller abbauende Reifen von Hankook erlauben mehr Taktikspielchen. Alle Rennen, auch samstags, gehen in dieser Saison über 55 Minuten. Boxenfunk ist verboten. Fürs Qualifying gibt es Punkte.
Das wird den Fans beim DTM-Autkakt in Hockenheim geboten: Hier nachlesen

Berger sieht die DTM damit auf gutem Kurs. "Wenn ich mir die TV-Quoten anschaue, ist die DTM im Motorsport in Deutschland hinter der Formel 1 klar die Nummer zwei, weit vor allen anderen. Sogar weit vor der der MotoGP. Jetzt gilt es, diesen guten Stellenwert nicht nur zu pflegen, sondern weiter auszubauen.“ Dazu sollen noch weitere Veränderungen kommen. Berger: "Ich schaue mir alle Serien an und versuche zu lernen. Ganz oben steht bei mir der Fan: ,Wie kann ich ihn vom Sessel reißen?' Ich habe da schon ganz genaue Vorstellungen, aber es ist nicht einfach, meine Ideen gleich umzusetzen. Die eine ist zu teuer, bei der anderen gibt es Interessenskonflikte. Aber ich bin überzeugt, dass wir die DTM auf Vordermann bringen.“

Dazu werden über kurz oder lang wohl auch die Autos noch einmal verändert werden. Angreifen will der neue Boss bei „Aerodynamik, Flügelchen, Gewichten, dem Verhältnis von Grip zu Leistung. Für mich muss Motorsport ein Ritt auf der Kanonenkugel sein – ohne künstliche Einflussnahmen." Die ARD überträgt am Samstag ab 14.30 Uhr und Sonntag ab 15 Uhr.

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Hersteller / Picture-alliance

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