DTM

DTM: Die Regeländerungen für 2014

— 14.04.2014

Nur noch ein Pflichtstopp

Die DTM hat vor dem Start der neuen Saison das technische und sportliche Reglement angepasst: AUTO BILD MOTORSPORT liefert alle Änderungen im Überblick.

Um das Racing auch in diesem Jahr wieder spannend zu gestalten, hat die DTM das Regelwerk für die Saison 2014 leicht verändert und hier und da Anpassungen vorgenommen. Zwei der wohl einschneidensten Modifikationen betreffen die Anzahl der Boxenstopps und den Einsatz der Options-Reifen. Letztere dürfen zwar auch weiterhin ausschließlich im Rennen zum Einsatz kommen und müssen dort mindestens einmal verwendet werden – allerdings ist ihr Einsatz 2014 auf maximal 50 Prozent der Renndistanz limitiert. Ausnahmen gibt es lediglich beim Einsatz des Safety-Cars – in diesem Fall wird den Piloten auf Options-Reifen eine Frist von zusätzlichen sechs Runden bis zum Stopp eingeräumt. Neu ist allerdings: Die Fahrer müssen ab sofort nur noch einen Pflichtboxenstopp absolvieren und nicht mehr wie bisher zwei.

Qualifying wird verkürzt

Die Fahrer müssen 2014 theoretisch nur noch einen Boxenstopp machen - die Optionsreifen dürfen aber nur das halbe Rennen lang verwendet werden

Das erhöht natürlich die Vielzahl der strategischen Möglichkeiten für die Teams. Als Pflichtstopp angerechnet wird ein Boxenbesuch aber nur, wenn er im zweiten Renndrittel stattfindet. Ein Umdenken hat jedoch nicht nur in Bezug auf das Rennen sondern auch auf das Qualifying stattgefunden. Ab sofort besteht dieses nur noch aus drei Abschnitten. Das bisherige Einzelzeitfahren der besten vier Piloten (Q4) entfällt. In Q1 nehmen alle 23 Fahrer teil – nach 13 Minuten scheiden die 5 langsamsten aus. Q2 dauert wie das finale Q3 dann nur noch 11 Minuten lang – während im zweiten Abschnitt zehn weitere Piloten die Segel streichen müssen, machen die besten acht Fahrer am Ende die Pole-Position unter sich aus.

Performance-Gewichte sind neu

Auch auf Seite des technischen Reglements gibt es 2014 Veränderungen. Während das DRS ab sofort bis zum Ende des Rennens verwendet werden darf, ist die Einführung der Performance-Gewichte neu. Abhängig von den erzielten Resultaten muss eine Marke maximal 10 kg (pro Rennen maximal 5 kg) zuladen oder darf maximal 10 kg (pro Rennen maximal 5 kg) ausladen. Der Sieger eines Rennens und all seine Markenkollegen, die in den Top-10 ins Ziel kommen, müssen beim nächsten Rennen 5 kg mehr, also zwei zusätzliche Ballast-Blöcke von jeweils 2,5 kg, montieren. Die Markenkollegen des Siegers, die nicht unter der Top-10 ins Ziel gekommen sind, müssen beim nächsten Rennen zusätzlich 2,5 kg, also einen Ballast-Block mehr, montieren.

Weniger Ersatzmotoren

Wer fährt mit wie viel Gewicht? Die Performance-Gewichte werden in der neuen Saison dafür sorgen, dass der Rechenschieber ausgepackt wird...

Für die Fahrzeuge der zweitbesten Marke eines Rennens bleibt das Gewicht unverändert. Die Fahrzeuge der drittbesten Marke eines Rennens, die in den Top-10 ins Ziel gekommen sind, müssen beim nächsten Rennen 2,5 kg, also einen Ballast-Block weniger, montieren. Die Markenkollegen, die nicht in den Top-10 waren, müssen beim nächsten Rennen 5 kg weniger, also zwei Ballast-Blöcke weniger, montieren. Eine Straffung des Regelwerks gab es auch bei den Motoren. 2014 sind nur noch zwei Ersatzmotoren pro Hersteller erlaubt – bisher gab es einen Ersatzmotor, allerdings pro Team.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Getty Images

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