DTM: Alle Autos, alle Fahrer

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DTM: Ekström räumt Mercedes ab

— 25.06.2016

Vietoris: „Das allergrößte Arschloch!“

Robert Wickens und Christian Vietoris kochten vor Wut. Mattias Ekström hatte die beiden führenden Mercedes-Piloten am Norisring aus dem Rennen gerissen.

Beim Samstagsrennen auf dem Norisring flogen wieder einmal die Fetzen: Erst auf der Strecke, dann im Fahrerlager. „Ekström ist das allergrößte Arschloch, das ist unglaublich“, wütete Christian Vietoris nach dem Rennen. „Er macht im Fahrerlager einen auf Sunnyboy, räumt alle ab und reißt dann die Fresse auf. Er soll bleiben wo er ist, ich will ihn gar nicht sehen.“
So lief das Rennen am Norisring: Mortara gewinnt am Samstag

Vietoris und Ekström gerieten ordentlich aneinander

Doch Mattias Ekström hörte nicht auf den Rat seines Kontrahenten und suchte diesen auf, um sich zu entschuldigen. Die Entschuldigung nahm Vietoris allerdings nicht an. „Grundsätzlich bin ich dazu bereit jede Entschuldigung anzunehmen, wenn sie ernst gemeint ist. Aber wenn einer ein Riesengrinsen auf den Backen hat und vor mir in der Box rumtanzt, kann ich es nicht ernst nehmen“, erklärte Vietoris. Doch was war passiert? Im Duell um die zweite Position riss Audi-Pilot Ekström nicht nur Robert Wickens aus dem Rennen, sondern auch noch den Führenden Vietoris.
Für den Mercedes-Piloten, der völlig unschuldig abgeschossen wurde, ein herber Rückschlag. Über den zehnten Platz, den Vietoris mit seinem stark beschädigten Mercedes noch ins Ziel brachte, konnte er sich verständlicherweise nicht mehr freuen. „Sein Move hat nichts mit Motorsport zu tun. Wenn ich nicht da gewesen wäre, wäre er noch 100 Meter weitergefahren“, sagte Vietoris zur Szene des Rennens. „Man sollte meinen, er ist erfahren genug, seinen Bremspunkt so zu wählen, dass er nicht den Führenden aus dem Rennen nimmt - egal ob er im Zweikampf ist.“

Ekström kollidiert mit Wickens und rammt Vietoris

Der Mercedes-Pilot fordert daher ein hartes Durchgreifen: „Es war bei weitem nicht sein erstes Manöver dieser Art. Langsam ist es an der Zeit, auch mal über eine Rennsperre nachzudenken. Ich will ihn jetzt nicht mit Pastor Maldonado vergleichen, aber vergleichbare Strafen kann es in der DTM auch geben.“ Kurios: Die erste Strafe erhielt jedoch Vietoris selbst. 3.000 Euro musste er zahlen. Grund: Seine beleidigenden Äußerungen. Ekström brummten die Rennkommissare für den Crash indes eine Strafversetzung um drei Plätze für das Sonntagsrennen in Nürnberg auf.
Den aktuellen Stand in der DTM-Meisterschaft 2016 gibt es hier.

Für Robert Wickens im anderen Mercedes eine viel zu milde Strafe. „Ekström ist ein Idiot, mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, schimpfte der Kanadier nach dem Rennen. Etwas später erklärte der Mercedes-Pilot in Bezug auf Ekström: „Er ist der einzige, der sich in der Presse immer über andere Piloten beschwert, sie als Clown oder schlechte Fahrer bezeichnet. Dabei muss er langsam mal realisieren, dass er es ist, der die ganze Scheiße verursacht. Es ist immer Ekström gegen noch jemanden, er ist immer im Mittelpunkt.“

Wickens hatte kein Verständnis für Ekströms Aktion

Für Wickens steht fest: „Wenn er so fährt, gewinnt er nie wieder eine Meisterschaft.“ Auch glaubt der Kanadier, dass Ekström nicht ganz bei der Sache ist. „Ich denke, er kommt manchmal durcheinander, ob er ein Rallyecross-Auto oder ein DTM-Auto fährt. Er macht dieses Jahr beides und seitdem ist er außer Kontrolle.“ Wickens: „Es hat beim Saisonstart in Hockenheim angefangen. Seitdem zerstört er in jedem Rennen mit seinen verzweifelten Manövern sein Auto und das von jemand anders.“

Schwere Vorwürfe gegen Ekström! Der Schwede selbst gab sich indes unschuldig und spricht von einem normalen Rennunfall. „Ich wollte Robert auf der Innenseite überholen und habe an normaler Stelle gebremst“, erklärte der Audi-Pilot. „Er hat gemerkt, dass ich da war und hat zugemacht.“ Auf Grund der Berührung kam es dann zur Kettenreaktion mit Vietoris. „Für ihn tut es mir sehr leid, denn er hat keine Schuld am Unfall. Ich nehme den Vorfall auf meine Kappe. Aber Robert ist sehr hart gefahren, da muss man dann mit rechnen.“

Autoren: Sönke Brederlow, Frederik Hackbarth

Fotos: DTM / Picture-Alliance / FH

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