DTM: Erstes Podium für Rast

DTM: Erstes Podium für Rast

— 20.05.2017

Aus dem Vorprogramm aufs Podium

ABMS-Pilot René Rast hat in seinem erst sechsten DTM-Rennen sein erstes Podium geholt. Im Gespräch mit ABMS erklärt der Deutsche seine Erfolgsgeheimnisse.

René Rast hat lange auf die Erfüllung seines Traumes warten müssen. Sehr lange. Genauer gesagt rund 14 Jahre. 2003 startete der heute 30-Jährige in der Formel BMW im Rahmenprogramm der DTM, war damals also schon Teil der Tourenwagenserie. Mittendrin, aber nicht wirklich dabei.

2017 ist er nun endlich einer der Hauptdarsteller. Einer, der in seinem erst sechsten DTM-Rennen als Dritter des ersten Laufs auf dem Lausitzring erstmals auf dem Podium steht. „Das kann man nicht in Worte fassen. Das ist wie ein Langzeitziel, das erreicht wurde. Das macht mich sehr stolz“, sagt der ABMS-Pilot im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT.

Rast weiter: „Ich war lange Zeit Teil des Vorprogramms der DTM und habe immer davon geträumt, in dieser Serie auf dem Podium zu stehen. Heute ist der Tag gekommen. Es war viel Arbeit, da hinzukommen, und es fällt eine Riesenlast von meinen Schultern.“

Auch wenn Rast mit 30 Jahren und 300 Rennen in diversen Serien wie GT Masters, WEC oder Porsche Carrera Cup kein üblicher „Rookie“ ist, sind 25 Punkte aus drei Rennen eine Ansage. Denn die kommen nicht von ungefähr: Platz sechs im ersten Rennen in Hockenheim, Startplatz zwei für den zweiten Lauf, bei dem er den Start verpatzte und ausschied. Heißt: Es wäre sogar mehr drin gewesen.

Es ist vor allem eine Zwischenbilanz, die für einen Neueinsteiger nicht üblich ist. „Das geht nur mit viel harter Arbeit“, sagt Rast. Daten anschauen, an sich arbeiten, sich reinfuchsen, dranbleiben, mit dem Team auseinandersetzen, Kompromisse eingehen „und die DTM zum Hauptthema deines Lebens machen“, so die Erfolgsgeheimnisse. Die Erfahrung aus den anderen Serien und Autos ist dabei natürlich auch nicht hinderlich. Rennen und Gegner lesen sowie überholen hat er in den GT-Rennen perfektioniert.
So lief das Samstagsrennen am Lausitzring: Hier nachlesen

Audis Motorsportchef Dieter Gass war natürlich von Rasts Qualitäten überzeugt, als er dem Deutschen vor dieser Saison das Stammcockpit gab, aber auf so einen Start in die Saison „hätte ich nicht gewettet“, gab Gass im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT zu. Was ihn auszeichnet? „Er hat alles, was ein Rennfahrer braucht. Die Pace, die Intelligenz, er versteht das Auto, ist engagiert und motiviert, macht fast keine Fehler und verbessert sich kontinuierlich“, so Gass. Dazu ist Rast sehr unaufgeregt. Oder wie Gass es ausdrückt: „Es fühlt sich nicht so an, als ob es seine erste Saison wäre.“

Ein Podiumsplatz war das erklärte Ziel für dieses Jahr, das hat er nach drei Rennen bereits erreicht. Kommt als nächstes nun auch der erste DTM-Sieg? Rast: „Man darf nicht zu viel erwarten. Ein Sieg wäre natürlich gigantisch, davon bin ich aber noch weit weg.“

Autor: Andreas Reiners

Fotos: Picture-Alliance

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