Christian Vietoris

DTM exklusiv: Vietoris-Flugzeug entführt!

— 02.04.2014

Schrecksekunde über den Wolken

Christian Vietoris erschien verspätet zum DTM-Test in Ungarn. AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr exklusiv den Grund: Der Deutsche saß in der entführten Lufthansa-Maschine aus München!

Großer Schreck für Christian Vietoris (25): Dass er einmal eine offizielle DTM-Testfahrt wegen einer Flugzeugentführung verpassen würde, hätte sich der Mercedes-Pilot bestimmt nicht träumen lassen. Doch der Reihe nach: Was war passiert?

Termin geplatzt

Die Lufthansa-Maschine von Vietoris musste zum Flughafen München zurückkehren

Zunächst sah in Budapest alles nach einem normalen Testtag aus. Fernab vom großen Fan- und Medienrummel der Rennwochenenden sind solche Gelegenheiten immer gut, um mit den Piloten einmal in Ruhe zu plaudern – dachte sich auch AUTO BILD MOTORSPORT und hatte mit Mercedes-Fahrer Christian Vietoris für Dienstag 13:30 Uhr einen Interviewtermin vereinbart... doch der Deutsche erschien nicht.

Flugzeug entführt!

Das unentschuldigte Fehlen konnte man sich auch beim Team selbst nicht erklären. Pressemann Ralf Glaser versuchte schließlich seinen Piloten, der eigentlich bereits ab 13 Uhr an der Strecke erwartet wurde, ausfindig zu machen und rief ihn an. Dann die böse Überraschung: Vietoris gab an, sein Flugzeug sei entführt worden!

Ein schlechter Aprilscherz?

Mit Verspätung am Hungaroring: Vietoris kam anders als die Flugbegleiterin mit dem Schrecken davon

Was ob des Datums im ersten Augenblick alle Verantwortlichen in Budapest für einen schlechten Aprilscherz hielten, stellte sich kurze Zeit später beim Überfliegen der aktuellen Schlagzeilen als Wahrheit heraus: Wie diverse Nachrichtenagenturen vermeldeten, musste ein mit 82 Menschen besetzter Lufthansa-Flug von München nach Budapest am Dienstag kurz nach dem Start nach München zurückkehren, da ein 28-jähriger Passagier eine Stewardess mit einer abgebrochenen Rasierklinge bedroht hatte.

SEK stürmt Lufthansa-Maschine

Der aus dem Kosovo stammende Mann wollte mit der Aktion anscheinend gegen seine Abschiebung protestieren. Er wurde anschließend noch auf dem Rollfeld von einer Spezialeinheit, die den Flieger stürmte, festgenommen. Die Passagiere, unter ihnen auch Vietoris, kamen mit dem Schrecken davon – drei Crew-Mitglieder wurden allerdings leicht verletzt.

Testarbeit nicht beeinträchtigt

Mit dem Schock im Nacken stieg Vietroris nur anderthalb Stunden später allerdings erneut in eine Maschine, die ihn diesmal sicher nach Budapest brachte. Die Testarbeit des Mercedes-Piloten wurde durch den Zwischenfall nicht beeinträchtigt, da der erste Einsatz des 25-Jährige auf der Strecke ohnehin erst für den heutigen Mittwoch geplant war.

Autoren: Frederik Hackbarth, Oliver Müller

Fotos: Picture Alliance

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