DTM-Finale in Hockenheim 2004

DTM-Finale in Hockenheim 2004

— 04.10.2004

Schneider gewinnt das letzte Rennen

Der entthronte Champion Bernd Schneider hat die DTM-Saison mit dem ersten deutschen Sieg seit 16 Monaten abgeschlossen.

Ex-Meister Bernd Schneider hat beim Finale des Deutschen Tourenwagen Masters mit seinem ersten Saisonsieg für einen versöhnlichen Abschluß gesorgt. Der längst entthronte Titelverteidiger gewann im Mercedes-Benz auf dem Hockenheimring den 10. Lauf vor Audi-Konkurrent Martin Tomczyk. Der Brite Gary Paffett verteidigte durch einen dritten Platz den zweiten Rang in der Gesamtwertung hinter dem bereits als Meister feststehenden Mattias Ekström. Der Schwede hatte am Sonntag mit der Entscheidung nichts zu tun und mußte sich nach einer rüden Attacke kurz vor der Zieldurchfahrt mit dem sechsten Platz begnügen. Audi gewann die Markenwertung mit 168 Punkten vor Mercedes-Benz (164) und Opel (58).

Schneider bejubelte seinen insgesamt 38. DTM-Sieg und genoß die obligatorische Champagner-Dusche. "Ich bin glücklich, daß ich wenigstens ein Rennen gewinnen konnte – und das auf meiner Hausstrecke", sagte der viermalige Meister, nachdem er kurz nach der Zieldurchfahrt liebevoll den Stern an seinem Silberpfeil gestreichelt hatte.

Vor 80.000 Zuschauern setzte sich Schneider nach 37 Runden mit 1,635 Sekunden Vorsprung vor Tomczyk durch. Der Saarländer hatte seinem Audi-Widersacher aus Rosenheim, der in diesem Jahr zum zweiten Mal von der Pole-Position startete, die Spitzenposition nach einer gekonnten Attacke in der 13. Runde abgenommen. Schneider gab die Führung bei seinem relativ frühen zweiten Boxenstopp vorübergehend ab, kassierte den zwischenzeitlich vorn liegenden Ekström, der bis dahin erst einmal Reifen gewechselt hatte, dann locker in der 21. Runde. Der schwedische Audi-Pilot fiel später negativ auf, als er mit einem rüpelhaften Angriff wenige Meter vor dem Ziel den bis dahin viertplazierten Mercedes-Benz-Mann Jean Alesi (Frankreich) beinahe "abgeschossen" hätte.

Für Opel endete das Finale mit einer weiteren großen Enttäuschung: Ein Fahrer-Quintett mußte sich wegen technischer Defekte oder Unfälle vorzeitig verabschieden. Timo Scheider war als Neunter Tagesbester und auch in der Gesamtwertung auf Rang acht bester Opel-Vertreter. Heinz-Harald Frentzen, der vor zwei Wochen in Brünn als Sechster seine ersten DTM-Punkte geholt hatte, rollte weit hinter der Spitze her und fiel durch einen Dreher nach einem Fahrfehler noch weiter auf Platz 12 zurück.

Ekström, der sein Meisterstück schon vor zwei Wochen in Brünn abgelegt hatte, lag am Ende mit 74 Punkten klar vor Paffett (57). Der Niederländer Christijan Albers (50) belegte den dritten Rang.

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