Mick Schumacher

DTM/Formel 3: Mick Schumacher

— 26.10.2016

Hilft Schumi lll der DTM?

DTM-Boss Hans-Werner Aufrecht erklärt, wie Mick Schumacher der Deutschen Tourenwagenserie helfen kann.

Sein Vater Michael hat den Motorsport in Deutschland als Rekordweltmeister in der Formel 1 massenhaft bekannt gemacht. Jetzt ist Mick Schumacher als Retter der DTM gefragt! DTM-Boss Hans Werner Aufrecht im Interview mit AUTO BILD MOTORSPORT: „Es ist einfach unglaublich, wie dieser Name die Menschen fasziniert. Natürlich wird er uns in ganz vielen Bereichen helfen. Allein damit, dass er vor unseren Sponsoren fährt."

Wie das geht? Klein-Schumi soll im kommenden Jahr in der Formel-3-EM an den Start gehen. Die fährt im Rahmenprogramm der DTM. Fans und Medien an die Strecken zu locken, das gelang dem 16-jährigen schon in der Formel 4. Dort sorgte er an den Rennwochenenden des ADAC GT Masters für volle Pressezentren und Fahrerlager.
Mick Schumacher in der Formel 3: Das könnte auf Schumi lll zukommen

Hintergrund: Die DTM muss sich derzeit neu erfinden. Meister Marco Wittmann steht in der Kritik, weil sein BMW dank technischer Zugeständnisse einen Vorteil hatte. Aufrecht nimmt den Doppelchampion allerdings in Schutz: "Warum hat er denn die Punkte? Nicht weil der Flügel breiter ist, sondern weil er sich aus den Turbulenzen heraushält und konstant ist. Natürlich hat er den Titel verdient!"

Hans-Werner Aufrecht gönnt Wittmann den Titel

Allein: Grundsätzlich ist der ITR-Vorstand kein Freund eines technischen Ausgleichs: "Es gab sicher Gründe dafür, aber für die DTM war es der falsche Weg“, sagt er. "Wir wollen reinen Sport zeigen. Und da soll keiner einen Vorsprung bekommen. Wir müssen grundsätzlich wieder dorthin kommen, dass der Fahrer den Unterschied macht. Dass der Zuschauer wieder erkennt, wer schnell ist. Dann haben wir auch wieder Helden. Derzeit fahren 24 Fahrer praktisch gleich schnell herum. Für mich gibt es keine Sportart, in der 24 Sportler gleich schnell sind." Auch die von den Herstellern immer wieder eingesetzte Stallorder macht der DTM zu schaffen. Aufrecht: "Natürlich hätten wir lieber richtiges Racing. Aber wenn drei Hersteller so viele Autos einsetzen, dann müssen wir damit leben. Das Problem ist, dass es in der DTM so massenhaft auftritt. Wenn wir zwölf Hersteller hätten, gäbe es das Problem nicht. Aber auf der anderen Seite wären die Hersteller auch blöd, wenn sie es nicht machen."

Helfen könnte eine noch größere Markenvielfalt. Aber die wird es zumindest vorerst nicht geben. "Der neue Motor (verschoben von 2017 auf 2019; d. Red.) wäre ein wichtiges Element gewesen“, räumt Aufrecht ein. "Die Voraussetzung für mehr Markenvielfalt ist, dass genügend Hersteller ein NEUES Reglement attraktiv finden“, schildert Aufrecht das Problem. "Solange das nicht passiert, wird auch kein neuer Hersteller in die Serie kommen.“

Autoren: Alexander Warneke, Bianca Garloff

Fotos: Hersteller; picture-alliance

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