DTM: Die heftigsten Unfälle

DTM: Glücksritter Glock

„Ich bin ruhig geblieben“

Timo Glock stand in Ungarn das vierte Mal auf dem Podest 2018. Am Hungaroring hat der Deutsche die Ruhe bewahrt. Das sagt er zum letzten Lauf.
Es ist die perfekte Titelmischung: Können, Willen und Erfahrung. Und: das berühmte Glück des Tüchtigen. Also die Prozentpunkte, die man nicht beeinflussen kann. DTM-Star Timo Glock (36) weiß: Es gibt Jahre, in denen die Dinge in die richtige Richtung laufen. Momente, in denen man das Glück erzwingen kann. Für Glock gilt: 2018 könnte sein Jahr werden. Mit elf Punkten Vorsprung auf Gary Paffett liegt er an der Tabellenspitze. Es winkt der Titel. Sein Erfolgsgeheimnis erklärt er gegenüber AUTO BILD MOTORSPORT so: „Ich habe eine andere Herangehensweise, nehme die Dinge lockerer. Und dann kommen die Dinge eher zu dir. Dann hat man schon mal hier und da Dusel.“

Glock führt in der DTM-Meisterschaft

Der gelbe Glücksritter Glock. Wie zuletzt in Budapest. Da saß er im unterlegenen BMW, das chaotische Regenrennen am Sonntag spülte ihn aber bis auf Platz zwei nach vorne. Und das trotz Kollision und Dreher in der ersten Runde. Glock ist stolz auf sich, denn er behielt kühlen Kopf: „Ich bin diesmal ruhig geblieben, da habe ich mich auch schon anders erlebt. Aber daraus habe ich vielleicht auch gelernt.“
Trotz der Gesamtführung nach sechs von 20 Rennen stapelt aber tief: „Wir sind erst beim dritten Rennwochenende.“ Trotzdem setzt er auf seine Glückssträhne: „Ich hoffe, der Dusel hält noch ein bisschen an.“
Kommentar zum Sonntagsrennen: Wehrlein vom Rennabbruch ausgebremst
Hat er gleichzeitig Mitleid mit seinem Titelkonkurrenten Gary Paffett? Der war neben Pascal Wehrlein der große Pechvogel, wurde nach dem Boxengassen-Chaos im überlegenen Mercedes Letzter und liegt jetzt elf Punkte hinter Glock. „Seit Hockenheim haben wir einen besonderen Respekt voreinander“, sagt der BMW-Star. „Und sowas wünscht man keinem. Aber das ist Motorsport."
Und eben Glück. Aber klar: Als Rennfahrer schaut er bei allem Respekt sowieso zuerst auf sich. „Wir wissen, dass auch noch Wochenenden kommen können, die schwierig werden. Wir müssen deshalb das mitnehmen, was wir bekommen.“

Autor: Andreas Reiners

Fotos: DTM

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Gebrauchtwagen