DTM 2015: Alle Autos, alle Fahrer

DTM: Green gewinnt den Auftakt

— 02.05.2015

Erster Sieg für Audi

Audi vor Mercedes: Jamie Green gewann in Hockenheim vor Pascal Wehrlein und Paul di Resta. Titelverteidiger BMW startete schwach in die neue DTM-Saison.

Die DTM-Saison 2015 hat ihren ersten Sieger: Jamie Green ist perfekt in das Deutsche Tourenwagen Masters gestartet. Nach der Pole Position in der Qualifikation gelang dem 32 Jahre alten Audi-Fahrer im Auftaktrennen in Hockenheim am Samstag ein souveräner Start-Ziel-Sieg. Für Green war es der neunte DTM-Erfolg seiner Karriere, der erste seit seinem Wechsel zu Audi vor zwei Jahren. Rang zwei sicherte sich Pascal Wehrlein. Der Formel-1-Ersatzfahrer verwies seinen Mercedes-Kollegen Paul di Resta auf Platz drei. Bester BMW war Maxime Martin auf Rang sieben. Titelverteidiger Marco Wittmann kam im BMW auf Position neun.

Der Rennverlauf: Nach dem Qualifying ging auch der Start klar an Green. Schon bei der ersten Zwischenzeit lag er 1,7 Sekunden vor Wehrlein im Mercedes. Zwei Safety-Car-Phasen kosteten den Audi-Fahrer zwar seinen Vorsprung, doch auch danach dominierte der Engländer das Geschehen fast nach Belieben. „Letztes Jahr war ich auch schnell, hatte aber kein Glück”, sagte Green. Dahinter lieferten sich Wehrlein und di Resta ein Duell um Rang zwei, das Wehrlein mit einem Manöver nach 23 von 26 Runden für sich entschied. Ex-Formel-1-Fahrer Timo Glock schob sich mit einem guten Rennen von Startplatz 20 auf Rang 8.

Stimmen zum Rennen:

Vom Start bis zur Ziellinie einsame Klasse: Jamie Green gewann das erste Saisonrennen

Jamie Green:
Ich war auch letztes Jahr hier schon schnell, hatte aber kein Glück. Jetzt funktioniert alles. Ich bin im gleichen Team mit den gleichen Ingenieuren und bin sehr glücklich dort - und das hat man heute auch auf der Strecke gesehen. Das neue Format diese Saison macht mehr Spaß, denn wir haben mehr Fahrzeit. Ich finde das geil, denn ich liebe es Rennen zu fahren und für die Fans ist das auch gut.
Pascal Weherlein: Es ist ein guter Start in die Saison mit Platz zwei im Qualifying und Rennen. Der Plan war zwar eigentlich den Erstplatzierten zu überholen, aber ich musste am Anfang eine Position hergeben und war nur Dritter. Aber am Ende waren meine Reifen gut und ich schnell unterwegs, so konnte ich mir den Platz zurückholen.
Mike Rockenfeller: Das Qualifying ist jetzt sehr entscheidend und da stand ich nicht weit genug vorne, deshalb ist Platz fünf für mich viel wert. Damit, dass die Reifen durchhalten müssen, ist es nicht so anders als vorher. Da sind wir manchmal auch fast 40 Minuten mit einem Satz gefahren. Gut waren heute auch die zwei kurzen Safetycars. Es war super von der Rennleitung, wie schnell sie das gemacht und gleich wieder grünes Licht für den Restart gegeben haben.

Mercedes hat stark nachgerüstet

Die Folgen: Zwei Rennen binnen 24 Stunden - die Teamchefs machten sich schon vor dem ersten Start Sorgen um ihr Teilebudget. Und das völlig zurecht. Die Fahrer nahmen keinerlei Rücksicht auf sich oder ihr Material. Schon in der ersten Kurve gab es Kollisionen. Im weiteren Rennverlauf verbremste sich Ex-Champion Martin Tomczyk, krachte in das Auto von Rookie Lucas Auer (Mercedes) und beendete damit auch das Rennen von Routinier Gary Paffett. „Das war einfach dumm”, schimpfte der für Mercedes fahrende Engländer danach. Titelkandidat Mattias Ekström schlitzte sich am Audi von Markenkollege Adrien Tambay den Reifen auf.

Großer Jubel bei Green und Audi: Zum Auftakt in Hockenheim war man in Bestform

Die Erkenntnis:
Audi hat zum Start das stärkste Auto, Mercedes ist wieder konkurrenzfähig. Als einziger Hersteller durften die Schwaben nach dem schwachen Auftakt im vergangenen Jahr nachbessern und haben die Zeit offensichtlich genutzt. Im Gegensatz zu Audi und BMW kamen zwar nur zwei Mercedes-Fahrer in die Top Ten - dafür aber auf die Plätze zwei und drei.

Die Aussicht: Am Sonntag (13.40 Uhr/ARD) folgt Rennen zwei, dieses Mal mit einem vorgeschriebenen Boxenstopp. Nach den Leistungen am Samstag zählen die Audi-Fahrer um Sieger Green wieder zu den Favoriten. Timo Scheider klagte nach seinem Aus gleich zu Beginn über Schmerzen im Handgelenk, sagte aber in der ARD: „Kein Bruch, wohl eine Prellung. Für morgen sollte es gehen.” Auf die Mechaniker kommt viel Arbeit zu, um die demolierten DTM-Autos bis zum Warm-Up um 9.00 Uhr wieder einsatzfähig zu bekommen. BMW wird sich insbesondere in der Qualifikation verbessern wollen. (fh/dpa)
Fotos: Picture-Alliance

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