DTM in Barcelona (2006)

DTM Barcelona 2006

DTM in Barcelona (2006)

— 25.09.2006

Ein Rennen, zwei Sieger

Audi-Pilot Martin Tomczyk holte den Sieg in Barcelona. Bernd Schneider wurde im Mercedes Zweiter und steuert auf den Gesamtsieg zu.

Erster Sieg für Jungspund Martin Tomczyk, erster Matchball für den alten Hasen Bernd Schneider: Der Mercedes-Star war trotz eines zweiten Platzes der große Gewinner bei der Premiere der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft in Barcelona und greift bereits beim vorletzten Saisonrennen am 15. Oktober 2006 in Le Mans nach seiner fünften DTM-Krone. Schneider führt die Gesamtwertung nach dem 8. von zehn DTM-Läufen mit insgesamt 62 Punkten und damit 18 Zählern Vorsprung auf seinen schärfsten Rivalen Tom Kristensen an.

Zwei Sieger: Martin Tomczyk wurde in Barcelona Erster, Bernd Schneider (links) steuert auf den Gesamtsieg zu.

Der Däne belegte nach 58 sehr unterhaltsamen Runden im Abt-Audi A4 nur den neunten Rang und kann den Titel aus eigener Kraft nicht mehr erobern.

Schneider, der sich in seiner AMG-Mercedes C-Klasse in einem von zahlreichen Unfällen und Remplern geprägten Rennen aus allem Ärger heraushielt, würde in Le Mans schon ein sechster Platz zum vorzeitigen Titelgewinn reichen. "Das war ein Rennen der Nerven. Kristensen wusste, dass er nur noch eine Chance hat, wenn er hier vor mir liegt. Deshalb ging es auch so hart zur Sache", meinte der 42-jährige Schneider, der bei einem Ausrutscher in ein Kiesbett kurz vor Schluss für entsetzte Gesichter in der Mercedes-Box sorgte. Doch mit Glück und Geschick rettete der Routinier diese brenzlige Situation.

Mann des Wochenendes war allerdings Audi-Pilot Martin Tomczyk (Rosenheim), der vor 42.000 Zuschauern am gesamten Wochenende erst auf die Pole Position raste und sich dann in seinem 57. DTM-Rennen den ersten Sieg sicherte. Der Sohn von ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk, der dem Filius stolz auch den Siegerpokal überreichte, blieb in dem hitzigen Rennen cool und feierte mit einem Vorsprung von 2,8 Sekunden auf Schneider seine ganz persönliche spanische Fiesta. "Das ist fantastisch, unglaublich. Das Rennen war verdammt hart, ich hatte zum Schluss auch noch große Bremsprobleme", sagte der 24-Jährige überglücklich.

Auf Rang drei landete Tomczyks Teamkollege Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach) vor Mattias Ekström (Schweden) in einem weiteren Audi. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen (Finnland), der in der Formel-1-WM im Mercedes-Silberpfeil einst drei Siege in Folge auf dem Circuit de Catalunya errang, ging auf Platz elf leer aus.

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