DTM in Hockenheim

DTM in Hockenheim

— 22.04.2002

Aiello gewinnt, Alesi Dritter

Unerwartet deutlich beherrschte Audi beim DTM-Auftakt seine Konkurrenten Mercedes-Benz und Opel.

Der Franzose Laurent Aiello gewann auf dem kleinen Kurs das Hauptrennen vor seinem schwedischen Markenkollegen Mattias Ekström. Der frühere Formel-1-Pilot Jean Alesi feierte als Dritter eine gelungene DTM-Premiere und verhinderte so eine Silberpfeil-Pleite. Titelverteidiger Bernd Schneider belegte den vierten Platz vor Timo Scheider, der als Fünfter bester Opel-Vertreter war. "Ich bin super-glücklich", jubelte Aiello nach seinem Erfolg. "Wir haben den Winter über hart gearbeitet und das ist nun der Lohn. Aber wir können das Auto weiter verbessern." Der Franzose, der dieses Jahr auf einen Start beim Langstreckenklassiker Le Mans verzichtet und sich voll auf die DTM konzentriert, hatte in dem voraus gegangenen Qualifikationsrennen hinter seinem Markenkollegen Martin Tomczyk den zweiten Platz belegt. Aiello setzte sich mit zwölf Punkten souverän an die Spitze der Fahrerwertung vor Ekström (7) und Alesi (4).

Die Audi-Armada war in Hockenheim während des gesamten Wochenendes eine Klasse für sich. Auch Tomczyks Ausfall im Hauptrennen und eine Strafe für Christian Abt wegen Überholens unter Gelber Flagge gefährdete die Überlegenheit der TT-R-Flotte nicht. Aiello übernahm vor offiziell 40.000 Zuschauern nach dem verpatzten Start Tomczyks sofort die Führung und gab diese nicht mehr ab. Der Franzose baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und siegte nach 38 Runden (98,952 km) in 39:06,877 Minuten. Ekström lag 2,734 Sekunden zurück.

Alesi war der zweite Held des Tages. Jubelnd warf der 37-jährige Franzose nach seinem sensationellen dritten Platz mit 10,063 Sekunden Rückstand seinen Helm ins Publikum. "Ein tolles Debüt. Ich bin zufrieden. Das ist mein erster Podiumsplatz seit Spa 1998 im Sauber", jubelte Alesi, der in dieser Saison nach 201 Grand Prix kein Cockpit mehr in der Königsklasse erhalten hatte. "Die DTM ist eine sehr schwierige Serie." Der neue Mercedes-Hoffnungsträger bewies gleich seine Qualitäten: Vom 14. Startplatz "wühlte" er sich im Qualifikationsrennen auf den 8. Rang vor und machte dann im Hauptlauf noch einmal 5 Plätze gut. Opel, das im Vorjahr weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, sammelte ebenfalls Punkte. Scheider erhielt für seinen 5. Platz zwei Zähler nach dem neuen System. Der ehemalige Grand-Prix-Pilot Karl Wendlinger (Österreich) sicherte sich als Sechster bei seinem DTM-Debüt im Audi TT-R einen Punkt.

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