DTM: Die 20 bekanntesten Rennstrecken

DTM: Kommentar zu Berger

— 17.11.2017

Analyse seiner ersten Saison

Die erste DTM-Saison mit Gerhard Berger als Chef ist vorbei. Zeit Bilanz zu ziehen. AUTO BILD MOTORSPORT meint: Berger hat sich gut geschlagen.

Gerhard Berger kennt im Rennsport noch eine Zeit, in der Racing pur war: Keine Raumfahrtwissenschaft, noch verkraftbare Budgets, Technik, die anfllig war, Rennen, die einen Flair hatten, Hersteller, deren Macht noch begrenzt war. Mit anderen Worten: Er ist genau der richtige Mann, um die DTM wieder auf Kurs zu bringen.

Tatschlich war das erste Jahr unter Berger ein gutes. Viele Neuerungen wurden zwar schon in der Vor-Berger-ra beschlossen: das Verbot der Heizdecken, die Aufhebung des Boxenstoppfensters, das Funkverbot, den Neustart im Indycar-Stil. Es sind Neuerungen, die den Sport spektakulrer, das Racing besser machen.  

2017 war die DTM wieder actionreicher

Doch Berger hat etwas geschafft, was viele nicht fr mglich gehalten htten: Er hat am vorletzten Rennwochenende in Spielberg die Performance-Gewichte abgeschafft. Damit sollte die Leistung zwischen den drei Herstellern BMW, Audi und Mercedes ausgeglichen werden. Doch sie sorgten stets nur fr Diskussionen und waren den Fans daher ein Dorn im Auge. Die Hersteller konnten sich aber nicht ber die Abschaffung einigen also griff der Chef persnlich durch. Es war ein starkes Zeichen der Macht und ein gutes. Berger will sich nicht von den Herstellern abhngig machen. Und genau das braucht die DTM fr die Zukunft.

Die zweite groe Errungenschaft Bergers: Nie war die mgliche Kooperation mit der japanischen Super-GT-Serie so nah wie jetzt. Beim DTM-Finale in Hockenheim fuhren die Japaner Demofahrten, die DTM stattete der Super GT am vergangenen Wochenende beim Finale (Meister wurden Ryo Hirakawa und Nick Cassidy im TOMs-Lexus) den Gegenbesuch ab. Noch waren es nur Demofahrten, aber hinter den Kulissen bastelt unter anderem auch Berger an einem gemeinsamen Reglement fr 2019. Berger hat vieles bewegt, einen frischen Wind reingebracht und die Zeichen der Zeit erkannt. Im ersten Jahr hat er sich bewiesen. Aber die Mammutaufgabe hat er vor sich: Berger muss dafr sorgen, dass der Ausstieg von Mercedes Ende 2018 abgefedert werden kann und die DTM eine gesunde Zukunft hat. Wenn er das schafft, ist er der Held der DTM. Auf einem guten Weg ist er schon mal.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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