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DTM: Kommentar zu Wehrlein

Wehrlein vom Abbruch ausgebremst

Das Sonntagsrennen der DTM in Budapest verkommt nach der Unterbrechung zur Lotterie. Großer Verlierer ist dabei vor allem Pascal Wehrlein.
Pascal Wehrlein ist an der Spitze der DTM zurück - auch wenn die Plätze 13 und 15 in Budapest das nicht widerspiegeln. Am Samstag verhinderten Probleme mit der Aerodynamik ein besseres Resultat. So etwas gehört zum Rennsport dazu. Platz 15 am Sonntag hätte aber in einer professionellen Rennserie nicht sein dürfen.

P2 im Quali brachte Wehrlein in eine gute Position

Denn: Von Platz zwei hinter Markenkollege Lucas Auer gestartet, brennt Wehrlein im einsetzenden Regen ein Feuerwerk ab. Erst überholt er den Österreicher, setzt sich dann vom Feld ab. Und zeigt so jene fahrerischen Qualitäten, die ihn 2015 schon zum jüngsten Meister gemacht haben. Eigentlich hätte der Schwabe ab sofort auch Favorit auf den Sieg sein müssen. War er aber nicht. Weil der Rennabbruch ihn brutal ausgebremst hat.
Dass das Rennen dann wegen der Unfälle in der Boxengasse unterbrochen wird, ist vollkommen richtig. Die Gesundheit der Beteiligten geht vor. Aber es darf nicht sein, dass die regulär Führenden danach keine Chance mehr auf den Sieg haben.
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Pascal Wehrlein führte das Feld am Sonntag an

Warum das in Ungarn überhaupt so war? Weil jene Piloten, die bereits einen Boxenstopp absolviert hatten, maximal von der roten Flagge profitierten. Weil sie ihre Regenreifen in der neuen Startaufstellung gegen Slicks tauschen durften. Weil am Ende nur noch 28 Minuten blieben, um einen Vorsprung für den eigenen Pflichtboxenstopp herauszufahren.
Klar, eine Safety-Car-Phase kann das Feld durcheinanderwirbeln. Das ist aus dem Motorsport bekannt. Erlaubte Reifenwechsel und eine auch unter Rot weiterlaufende Uhr verzerren das Ergebnis aber zusätzlich. Das ist unnötig und sollte von den Regelmachern überdacht werden. Ansonsten wird ein DTM-Rennen schnell mal zur Lotterie. Und eine gute Leistung auf der Strecke bestraft statt belohnt. Für die Show mag sowas ja gut sein, für den Sport nicht.

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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