DTM: Markus Winkelhock startet in Zandvoort

DTM: Markus Winkelhock startet in Zandvoort

— 27.07.2007

DTM statt Königsklasse

Markus Winkelhock hat sein Formel-1-Abenteuer vorerst beendet und betrachtet die Ausmusterung bei Spyker nicht als Enttäuschung.

Als Markus Winkelhock den Anruf seines Teamchefs erhielt, hatte er innerlich mit der Formel 1 längst abgeschlossen. "Ich bin davon ausgegangen, nur das eine Rennen auf dem Nürburgring zu fahren. Daher ist die Entscheidung keine Enttäuschung für mich", sagte der 27-jährige Schwabe, der die Formel-1-Welt bei seiner Premiere für einige Minuten in Atem gehalten hatte. Winkelhock, der beim Heimspiel vom letzten Startplatz nach ganz vorne raste, weil er als einziger Fahrer mit Regenreifen auf der nassen Piste unterwegs war, steht aber nicht auf der Straße. Bereits an diesem Sonntag (29. Juli 2007) ist er für Teamchef Collin Kolles in einem privat eingesetzen Audi beim 7. Saisonlauf der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) in Zandvoort/Niederlande im Einsatz. Dem Formel-1-Team Spyker, wo er für den entlassenen Christijan Albers (Niederlande) zum Zug kam, steht Winkelhock in dieser Saison aber weiter als Ersatzfahrer zur Verfügung. Auf Teamchef Kolles ist er nicht sauer, obwohl dieser ihn ausgemustert hat und dem Japaner Sakon Yamamoto den Vorzug gibt. "Das war eine einmalige Chance auf dem Nürburgring, ich bin sehr froh darüber, dass ich sie bekommen habe", sagt Winkelhock.

Das Kapitel Formel 1 ist noch nicht beendet

Die DTM ist kein Neuland. Der Sohn des 1985 bei einem Sportwagenrennen in Mosport/Kanada tödlich verunglückten Manfred Winkelhock fuhr in diesem Jahr schon drei Rennen für Audi. Dennoch macht er sich keine großen Hoffungen, auch wenn er zuletzt in Mugello als Neunter knapp seinen ersten DTM-Punkt verpasste. "Mit einem zwei Jahre alten Auto ist es schwer, in die Punkte zu fahren. Aber wenn alles passt, bin ich sicher, dass es mir gelingt", sagt Winkelhock. Das Kapitel Formel 1 sei für ihn aber noch nicht beendet, denn als Ersatzfahrer müsse er damit rechnen, jederzeit zurückzukehren, sagt Winkelhock. Doch zunächst konzentriere er sich auf seinen Job in der DTM: "Ich bin froh, dass mir Collin Kolles die Möglichkeit gibt, in seinem Team die restlichen vier Rennen zu fahren." Der Schwabe wird nach Zandvoort noch die DTM-Rennen auf dem Nürburgring (2. September) sowie in Barcelona (23. September) und Hockenheim (14. Oktober) für das Audi-Privatteam TME bestreitet. Das bestätigte Kolles: "Markus hat auf dem Nürburgring einen tollen Job gemacht. Durch die Verpflichtung von Yamamoto für die restlichen Formel-1-Rennen kann er sich jetzt ganz auf die DTM konzentrieren."

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