DTM: Ein Tag mit Pascal Wehrlein

DTM: Mercedes-Junior frei für 2019

Wehrlein will zurück in Formel 1

Pascal Wehrlein strebt ein F1-Comeback an. Sein Mercedes-Vertrag läuft Ende des Jahres aus. Der DTM-Star exklusiv über seine Zukunftsplanung.
Pascal Wehrlein gibt auch verbal Vollgas! Er will zurück in die Formel 1. Auch ohne Mercedes! Der 23-Jährige zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Mein Ziel ist die Formel 1, das hat für mich oberste Priorität und ich werde dafür auch alles geben. Klar gibt es Wunschvorstellungen. Mal sehen, was in den kommenden Wochen passiert. Die werden sehr interessant und wichtig.“ Wichtig dabei: „Ich habe im Moment keinen Vertrag für nächstes Jahr.“ Heißt: Mercedes kann nicht mehr über seine Zukunft bestimmen.

Der Blick geht nach oben: F1-Comeback für Wehrlein?

Fest steht: Der überraschende Wechsel von Daniel Ricciardo von Red Bull zu Renault hat in der Formel 1 für Wirbel gesorgt. Und für ein Stühlerücken: Red Bull sucht Ersatz, wird nach Informationen von ABMS Pierre Gasly von Toro Rosso hochziehen. Beim Schwesterteam würde dann mindestens ein Platz frei. Gespräche will Wehrlein nicht bestätigen. Er weiß aber, dass er in einem Toro Rosso mehr zeigen kann, was er drauf hat, als 2016 und 2017 bei den Hinterbänklern von Manor und Sauber. „Man möchte immer in ein konkurrenzfähiges Team. Je konkurrenzfähiger, desto besser für den Fahrer.“
Wehrlein will es jetzt wissen: „Ich bin motivierter als je zuvor, ich bin reifer, besser trainiert und ehrgeiziger. Und hoffentlich auch schneller als früher.“ Und unabhängiger! Seit 2012 wird er von Mercedes gefördert. Vielleicht wäre der Schritt weg tatsächlich der richtige, um auch in seiner Karriere den nächsten Schritt zu machen. Wehrlein: „Es geht darum, was für einen selbst Priorität hat. Und das ist die Formel 1. Dafür habe ich mit dem Motorsport angefangen. Davon träume ich, seit ich ein kleiner Junge bin. Deswegen würde ich gern zurück. Und ich weiß, dass ich den Sprung schaffen kann.“

2017 fuhr Wehrlein für Sauber in der Königsklasse

Seine Devise: „Man muss proaktiv sein. Man sollte nie warten, bis das Glück zu einem kommt, sondern es in die eigene Hand nehmen. Man muss immer das Gefühl haben, dass man alles gegeben und versucht hat. Dann kann man sich keine Vorwürfe machen. Ich werde auf der Strecke versuchen, mit guten Resultaten auf mich aufmerksam zu machen. Ich bin offen für Gespräche und versuche natürlich auch, meine Zukunft selbst zu beeinflussen.“
Für 2019 gibt es aber auch andere Optionen. Weil in Saison fünf (2018/19) bereits HWA in die Formel E einsteigt, ehe Ende 2019 auch das Werksteam folgt, liegt die Elektroserie als Alternative nahe. Wehrlein wird sich bald ein Bild von den Elektrorennern machen, absolviert Testfahrten. „Um zu wissen, wie es sich anfühlt und ob ich mir das grundsätzlich vorstellen kann“, sagt er. „Mein liebstes Ziel, mein Plan A ist die Formel 1. Klappt das nicht, ist alles eine Option. Ich bin sicher niemand der mit Scheuklappen durch die Welt läuft.“

Autor: Andreas Reiners

Fotos: Picture-Alliance

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