DTM 2008, Norisring

DTM Norisring 2008

— 30.06.2008

Mercedes siegt im Audi-Land

Mercedes hat seine Dominanz beim Audi-Heimrennen auf dem Norisring wieder einmal unter Beweis gestellt. Nachdem die Sternenflotte in der Quali die ersten drei Plätze erobert hatte, gelang den Schwaben ein Doppelsieg.

Mercedes hat seine Vorherrschaft im "Audi-Land" behauptet und den Ingolstädtern das Heimspiel im Deutschen Tourenwagen Masters auf dem Norisring einmal mehr gründlich verdorben. Mit dem Sieg des Briten Jamie Green vor dem Kanadier Bruno Spengler hatte Mercedes beim prestigeträchtigen Rennen auf der nur 90 Kilometer von Ingolstadt entfernten Nürnberger Strecke gleich zwei Fahrer vorn. "Das war ein überlegener Doppelsieg. Wir haben das Feld von der Spitze kontrolliert", jubelte Mercedes-Sportchef Norbert Haug nach dem sechsten Erfolg in Serie auf dem einzigen Stadtkurs der DTM. Bester Audi-Pilot war vor 140.000 Zuschauern (am Rennwochenende) als Dritter Timo Scheider aus Altach, der damit nach nun fünf von elf Rennen seine Führung in der Gesamtwertung knapp verteidigte.

Während Fahrer und Verantwortliche im Mercedes-Lager zufrieden strahlten, konnte sich Audi vor der eigenen Haustür wieder einmal nicht wie erhofft in Szene setzen. "Es war ein harter Kampf bis zum Schluss. Wenigstens haben wir einen Fahrer auf dem Podium", sagte Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich. Dabei hatte Audi für spezielle Tests eigens auf einem Flugplatz den Norisring simuliert, um erstmals nach dem Sieg von Mattias Ekström 2002 endlich wieder Stärke vor den eigenen Fans zu demonstrieren. "Es tut besonders weh, wenn man da, wo sehr viele eigene Mitarbeiter an der Strecke sind, nicht zum Zuge kommt", hatte Ullrich schon gesagt, nachdem Mercedes im Qualifying die vorderen drei Startplätze erobert hatte.

Ralf Schumacher lag bis kurz vor Ende des Rennens auf Rang neun. Dann stoppte ihn ein technischer Defekt.

Im Rennen konnte Audi wenigstens die Führung im Gesamtklassement verteidigen. In der letzten Kurve überholte Scheider urplötzlich Mattias Ekström (Schweden) und rettete mit nun 32 Punkten gerade noch die Spitze im Gesamtklassement vor Green (31). "Ich habe meinen Start komplett versaut. Entschuldigung an Audi. Zum Glück konnte ich am Ende noch durchschlüpfen und den dritten Platz erben. Danke an Eki, dass er so fair gefahren ist", sagte Scheider. Ein bitteres Ende nahm das Rennen auf dem nur 2,3 Kilometer langen und damit zweitkürzesten DTM-Kurs für Mercedes-Mann Ralf Schumacher. Von seiner bisher besten Startposition elf ins Rennen gegangen, lag der Kerpener wenige Runden vor Schluss auf einem guten neunten Rang, als ein technischer Defekt seinen Vorjahres-Mercedes stoppte.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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