DTM

DTM: Rückschlag im Titelkampf

— 24.09.2016

Ratlosigkeit bei BMW

Platz sieben für Marco Wittmann in Budapest. Mehr schmerzt BMW aber die Unterlegenheit gegenüber Audi. Gesamtführung schon am Sonntag weg?

Marco Wittmann nahm es, wie er es immer nimmt. Mit einer stoischen Gelassenheit sprach der DTM-Champion von 2014 vom 15. Saisonrennen in Budapest, das für ihn letztendlich vor allem Schadensbegrenzung war.
So lief das Samstagsrennen in Ungarn: Mortara gewinnt Audi-Festspiele

Wittmann bleibt gelassen: Doch Mortara ist jetzt dran

Während sein Verfolger Edoardo Mortara im Titelkampf dank seines souveränen vierten Saisonsiegs satte 25 Punkte einfuhr, machte es Wittmann auch im Rennen so, wie er es immer macht: Der 26-Jährige holte das Maximum heraus. Mehr als Platz sieben war das nach einer Audi-Machtdemonstration auf dem Hungaroring allerdings nicht.

Er hatte zwar erwartet, dass Audi in Ungarn im Titelkampf zurückschlagen könnte. „Dass es aber so extrem wird, davon waren wir auch überrascht. Am Ende muss man es so nehmen wie es ist und das Beste draus machen“, sagte Wittmann AUTO BILD MOTORSPORT. Was er dann auch tat.
Zwar hat Wittmann so weiterhin noch 14 Punkte Vorsprung vor dem zweiten Rennen des vorletzten Rennwochenendes am Sonntag, doch die Betonung liegt dabei auf noch. Denn während eine Dominanz der Ingolstädter vor allem aufgrund des Gewichtsvorteils in gewisser Weise zu erwarten war, überrascht das schwache BMW-Abschneiden selbst die Konkurrenz.

Kritischer Gesichtsausdruck: BMW-Boss Marquardt

BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt zeigte sich im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT vorerst ratlos. „Es ist definitiv eine echte Aufgabe. Da wird noch ein bisschen Aufwand nötig sein, um genau zu sehen, wie wir unser Paket ein Stück weit nach vorne bekommen. In sich war es sehr ausgeglichen, aber einfach nicht gut genug“, sagte Marquardt.

Probleme hat BMW ganz offensichtlich mit dem neuen Asphalt auf dem Hungaroring. Wo die neue Oberfläche in Spielberg noch für BMW-Siege gesorgt hatte, stellte sie die Münchner in Budapest vor echte Probleme. Denn die Strecke ist komplett anders im Vergleich zu 2014, als Wittmann gewinnen konnte.

„Wo vorher Unebenheiten waren, wo du einen Anbrems- oder Einlenkpunkt dominiert hattest, damit du ein stabileres Auto bekommst, ist es heute platt wie ein Pfannkuchen und du fährst ganz anders. Darauf musst du dein Paket anpassen und optimieren. Da müssen wir noch eine Schippe drauflegen“, sagte Marquardt.

BMW fuhr in Ungarn hinterher - vor allem hinter Audi

Von Freitag auf Samstag hatte sich BMW zwar bereits verbessert, doch im Vergleich zur Konkurrenz von Audi war der Schritt schlicht nicht groß genug. Im Qualifying standen gleich alle acht Audi-Boliden vorne, im Rennen waren es immerhin noch sechs. Und BMW? Hatte mit Wittmann auf Startplatz zehn den besten Fahrer, auch im Rennen war er der einzige Pilot der Münchner, der es in die Punkte schaffte. „Wir müssen jetzt am Sonntag im Qualifying schauen, dass wir besser durchgemischt sind. Dann haben wir über die Rennstrategie eine Chance“, sagte Marquardt.

Und falls nicht? Nimmt Wittmann es wie eingangs erwähnt so, wie er es immer nimmt. „Dass die Meisterschaft spannend bleibt, war mir klar. Ich bin da relativ entspannt. Selbst wenn Edo mich jetzt überholt, bleiben immer noch zwei Rennen in Hockenheim.“

Autor: Andreas Reiners

Fotos: Picture-Alliance

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