DTM

DTM: Silly Season auf dem Fahrermarkt

— 26.09.2016

Kommt Felipe Massa?

Durch die Verschlankung von acht auf sechs Autos pro Marke sind die Cockpits in der DTM 2017 rar - doch einige Namen werden trotzdem heiß gehandelt.

Eine „Silly Season“ wie in der Formel 1 war in der DTM in den vergangenen Jahren eine absolute Seltenheit. Es gab kaum Gerüchte. Audi, BMW und Mercedes setzten auf Kontinuität und nahmen nur ganz wenige Änderungen an ihren Fahrerkadern vor. Große Namen? Fehlanzeige.
F1-Karriereende nach 250 GP: Felipe Massa im Portrait

Im Zuge der möglichen Reduzierung des Fahrerfeldes ist der Markt in diesem Jahr ordentlich in Bewegung gekommen. Sollte die Reduzierung abgenickt werden, würden bei jedem Hersteller automatisch zwei Plätze wegfallen, auch eine darüber hinaus gehende personelle Neuausrichtung scheint nicht unwahrscheinlich.

Fan-Liebling: Einer wie Massa wäre toll für die DTM

Ein Name, der zuletzt ins Spiel gebracht wurde, ist Felipe Massa. Der Brasilianer beendet zum Saisonende seine Karriere in der Formel 1. Und sein Vater stellte schnell recht forsch klar, dass Massas Zukunft entweder in der WEC, der Formel E oder eben in der DTM liegen werde.

Silly Season hin oder her –  die Serie kann einen Namen wie Massa gut gebrauchen. Mal abgesehen vom sportlichen Wert, den ehemalige Fahrer aus der Motorsport-Königsklasse Formel 1 allerdings nicht immer unter Beweis gestellt haben.

Auf die Gerüchte angesprochen, musste Mercedes' DTM-Leiter Ulrich Fritz indes lachen. Immerhin wird den Stuttgartern derzeit auch Audis Titelkandidat Edoardo Mortara ins Cockpit geschrieben. „Für all die Gerüchte, die hier herumschwirren, habe ich die Plätze gar nicht“, sagte Fritz und betonte, er sei mit dem zufrieden, was man habe. Gleichzeitig räumte er aber auch ein: „Er wäre interessant, weil er ein guter Name für die Serie wäre. Wir werden das Thema Fahrer grundsätzlich nach der Saison aussortieren.“ Ein Dementi ist das zumindest nicht.

Das Feld der DTM schrumpft 2017 um sechs Autos

Anders als bei BMW. Die Münchner genießen den „Luxus“, dass mit Martin Tomczyk und Antonio Felix da Costa zwei potenzielle Streichkandidaten ihre DTM-Karriere nach der Saison beenden und der Kader somit theoretisch stehen würde. „Es verdeutlicht die Qualität der DTM, dass Fahrer wie Felipe Massa ihre Zukunft potenziell in der Serie sehen. Das zeigt, dass wir einige Dinge richtig gemacht haben“, sagte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt, der mit Timo Glock selbst einen ehemaligen Formel-1-Fahrer in seinen Reihen hat.

Und damit auch weiß, dass sich diese Fahrer oft schwer tun mit der Umstellung. „Es wäre deshalb interessant, wenn er diesen Weg einschlägt“, so Marquardt der zugleich bestätigte, dass es keinen Kontakt mit Massa gebe.

Eine andere Meinung zu Massa hat das Audi-Lager. „Grundsätzlich bin ich außer dem Vermarktungswert, den er möglicherweise haben könnte, nicht davon überzeugt, dass er das Niveau in der DTM anheben könnte“, sagte DTM-Leiter Dieter Gass. Heißt für Massa: Zwei von drei Türen sind in der DTM wohl bereits zu.

Autor: Andreas Reiners

Fotos: Picture-Alliance

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