DTM: Alle Meisterautos von 1984 bis heute

DTM: So liefen die Testfahrten

— 07.04.2017

Mercedes ist Kilometerkönig

Die Generalprobe zur neuen Saison ist absolviert. Mercedes scheint gut vorbereitet, BMW hatte in Hockenheim Probleme.

Mercedes spielte die Erwartungen runter. Schließlich sind Testfahrten am Ende nur Testfahrten. Doch der Eindruck, den die Stuttgarter bei der Generalprobe in Hockenheim in dieser Woche hinterließen, der bleibt. Dreimal fuhr Mercedes an den insgesamt vier Tagen die Bestzeit, dazu spulten sie mit 1580 Runden auch die meisten Kilometer (7.227) der drei Hersteller ab. Mit deutlichem Abstand zum Rest.

Doch von Favoritenrollen oder einem ernstzunehmenden Fingerzeig wollten die Beteiligten nichts wissen. „Die Bestzeiten waren ein schöner Nebenaspekt der Testfahrten. Aber wir werden erst in einem Monat beim Auftaktwochenende wissen, wo wir wirklich stehen", sagte Teamchef Ulrich Fritz. "In der DTM ist alles so eng und bei den Tests werden unterschiedliche Schwerpunkte gelegt. Am Schluss ist es wichtig, dass man sein geplantes Test-Programm absolviert.“

Ex-Formel 1 Pilot Timo Glock fuhr beim Test die Bestzeit

Was vor allem bei seinem Team hervorragend klappte. Und angesichts der zahlreichen Änderungen für 2017 extrem wichtig ist. Denn natürlich gilt es vor allem, die neuen, weicheren Reifen zu verstehen. Oder die neuen Einheitsbauteile. Oder die Boxenstopps, die mit weniger Personal durchgeführt werden, ausgiebig zu üben. Und natürlich Daten zu sammeln.Bis zum ersten Rennwochenendes des Jahres vom 5. bis 7. Mai in Hockenheim gibt es für Mercedes trotz des gelungenen Tests dann auch noch jede Menge zu tun: Fitnesstraining für Fahrer und Crew, Boxenstoppübungen, die Analyse der gesammelten Daten sowie der letzte Feinschliff für die Autos.

Auch bei Audi herrschte Zufriedenheit. Die Ingolstädter kamen unter dem Strich auf 1310 Runden oder umgerechnet 5.992 Kilometer. „Wir hatten ein umfangreiches Testprogramm. Ich würde sagen, wir haben es zu 99 Prozent abgearbeitet. Nun werden wir die verbleibenden Wochen bis zum Saisonauftakt nutzen, um die letzten Details zu perfektionieren“, sagte Nico Müller. Die Audi-Boliden werden von den Teams nun noch einmal in ihre Einzelteile zerlegt, revidiert und neu aufgebaut. In der letzten Aprilwoche ist dann nochmals ein letzter Funktionscheck („Roll-out“) geplant.
Das will der neue DTM-Boss Gerhard Berger in der Serie ändern: Hier nachlesen

Anlaufschwierigkeiten hatte hingegen BMW. Einige Wehwehchen führten dazu, dass die Münchner nicht so viel fahren konnten wie die Konkurrenz, lediglich 880 Runden oder 4025 Kilometer drehte der neue M4 DTM. „Tests sind dazu da, Erfahrungen zu sammeln“, sagte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt. Kleiner Trost: Timo Glock fuhr am letzten Tag die absolute Bestzeit. Mit seinen 1:30,201 Minuten blieb er nicht nur mehr als zwei Sekunden unter der Polezeit vom Saisonfinale 2016 in Hockenheim, sondern stellte zugleich auch einen neuen DTM-Streckenrekord auf. Schnellster Mercedes-Fahrer war Paul di Resta (1:30,238), schnellster Audi-Pilot Mike Rockenfeller (1:30,559).

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Auch Titelverteidiger Wittmann macht sich trotz der begrenzten Testzeit keine Sorgen. „Es ist immer besser, wenn man Schwierigkeiten mit einem neuen Fahrzeug in der Vorbereitung aussortieren kann und nicht erst am ersten Rennwochenende damit anfängt“, sagte der 27-Jährige.

Autor: Andreas Reiners

Fotos: Picture-Alliance

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