DTM

DTM: Spekulationen über Ekström-Zukunft

— 25.09.2016

„Habe noch eine Rechnung offen“

Mattias Ekström ist noch nicht müde: Der 38-Jährige gewann am Sonntag das Rennen auf dem Hungaroring und beendete seine DTM-Saison damit vorzeitig.

Mattias Ekström war langweilig. Sehr langweilig. Deshalb dachte sich der Audi-Pilot, dass er irgendwas unternehmen muss. „Dann bin ich eben die schnellste Rennrunde gefahren“, sagte der Schwede, der sich am Sonntag im 16. Saisonrennen der DTM standesgemäß verabschiedete. Mit dem 22. Sieg seiner Karriere. Und eben der schnellsten Runde.

Für Routinier Ekström war es schon der 22. DTM-Erfolg

Das Saisonfinale in Hockenheim lässt er bekanntlich sausen, da er in der Rallycross-WM mit seinem Team EKS bei den ausstehenden Rennen in Lettland, Deutschland und Argentinien noch nach dem WM-Titel greift.

Doch war sein letztes Rennen in dieser Saison auch das letzte seiner DTM-Karriere? Traditionell wird sowohl bei den Herstellern als auch bei den Fahrern gemauert, wenn es um die Zukunft geht.

Sieger Ekström überquert am Sonntag die Ziellinie

Sein Vertrag läuft nach dieser Saison aus, außerdem planen die Hersteller eine Reduzierung ihrer Flotte auf möglicherweise nur noch sechs Autos. Kein Wunder, dass es Gerüchte um einen Abschied nach 16 Jahren in der DTM gibt. Ekström lacht. „Man weiß nie, wann das letzte Rennen ist. Das ist das, was ich momentan weiß“, sagte der 38-Jährige im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT.
Allerdings hatte er vor einiger Zeit erklärt, dass er noch eine Rechnung mit der Tourenwagenserie offen habe. Und beglichen scheint die trotz des Vizetitels 2014 und Platz drei 2015 noch lange nicht. In dieser Saison hatte der ehrgeizige Schwede mit dem Titelkampf gar nichts zu tun. Trotzdem kann man davon ausgehen, dass man Ekström auch 2017 in der DTM sehen wird.

Eki in Action: Champagnerdusche für den Sieger

„Gefühlt habe ich noch eine Rechnung offen und würde gerne versuchen noch mal anzugreifen. Ich habe auch das Gefühl, dass ich noch konkurrenzfähig bin“, betonte er. Dabei reizt ihn natürlich die Aussicht auf neue Autos, neue Reifen und ein neues Reglement. „Wenn die neuen Autos kommen und sich die Hersteller sich auch auf neue Reifen einigen, dann würde ich mich freuen, dabei zu sein“, sagt er.

Ekström war in seiner Karriere stets einer der Chefkritiker der Tourenwagenserie. Seine Erwartungen an die „neue“ DTM sind groß, sein Optimismus allerdings auch.

Ekström will mit Audi in der DTM gerne weitermachen

„Ich habe große Hoffnungen, dass die Autos deutlich mehr Fahrspaß bieten und deutlich mehr Herausforderungen im Reifenmanagement. Ich will ja eine Herausforderung. Wenn es ein wenig komplexer wird, wird es auch lustiger“, so der zweimalige Champion.

Sein generelles Planungsproblem: Noch sind die Kalender der Rallycross-WM und der DTM für 2017 nicht veröffentlicht, Ekström weiß also noch gar nicht, ob und wie viele Überschneidungen es geben wird. „Ich bin immer noch auf die aktuelle Saison fokussiert. Nach Buxtehude werde ich wohl anfangen, mal zu schauen“, kündigte er an.

Autor: Andreas Reiners

Fotos: Picture-Alliance

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