DTM-Star Mattias Ekström

Mattias Ekström, Audi DTM A4, Zandvoort 2008 Mattias Ekström, Rallye-WM 2006, Skoda Fabia WRC

DTM-Star Mattias Ekström

— 24.07.2008

Immer auf der letzten Rille

Der amtierende Meister hat zurückgeschlagen: DTM-Star Mattias Ekström will sich nach seinem zweiten Saisonsieg 2008 in Zandvoort auch künftig im Deutschen Tourenwagen Masters breitmachen.

Ein Ziel hat Mattias Ekström (30) schon erreicht. "Dieses Jahr mehr Siege einzufahren." 2007 hatte der amtierende DTM-Meister lediglich einmal gewonnen. In Zandvoort hat der Schwede seine Quote um 100 Prozent verbessert – zweiter Saisonsieg. Und noch viel wichtiger: Er ist wieder mitten im Titelrennen. Ein neues Feuer ist beim quirligen Audi-Piloten entfacht. Kurze Rückblende: Ekström siegt direkt beim Auftaktrennen. Ein weiterer Podiumsplatz folgt. Er sammelt immer Punkte, als einziger Fahrer neben Mercedes-Pilot Jamie Green. Dennoch steht Ekström bis zum Wochenende in Zandvoort im Schatten seines Teamkollegen Timo Scheider. Der ist bis dato eindeutig der schnellste Audi-Pilot. Der Audi A4 passt perfekt zu ihm und seinem Fahrstil.

Der Schlüssel liegt in Kurve eins

Millimeterarbeit: knapp vorbei an den Leitplanken. Ekström im DTM-Audi A4 (460 PS).

Für Ekström gilt das (noch) nicht. "Der neue A4 hat mehr Grip auf der Hinterachse und neigt stärker zum Untersteuern. Daran musste ich mich erst gewöhnen."Fürs Rennen in Zandvoort haben wir die Abstimmung des Autos geändert. Darum hat es dort so gut geklappt." Was genau geändert wurde, das allerdings will Ekström nicht verraten. Wie immer. Doch den Schlüssel zum Sieg sieht der Motorsportler noch woanders: "Das war die erste Kurve." Dort liegt er nach seiner Poleposition auch weiter vor Teamkollege Scheider an der Spitze und gibt diese nicht mehr ab. Obwohl Scheider über eine Stunde permanent Druck ausübt. Doch dieses Mal lässt sich Ekström nicht in einen Fehler treiben wie am Norisring zwei Wochen zuvor. Da passierte dem Schweden in der letzten Runde ein kleiner Verbremser. Scheider schlüpfte durch, holte Platz drei. Solche Missgeschicke unterlaufen Ekström eher selten. Doch er weiß: "Bei vollem Risiko kann auch mal was danebengehen. Es war eindeutig mein Fehler."

Erfolgsrezept: Ekström (rechts) macht jeden Spaß mit und serviert seinem Chef Dr. Ullrich das Essen.

So ist er, der Mattias. Grundehrlich bis in die Tiefen seiner blaugrünen Augen, selbstkritisch, offen und bodenständig, Wenn er mal nicht mit 460 PS über die Pisten brettert, gilt seine volle Aufmerksamkeit "Moss". Moss ist ein Jack-Russell-Terrier mit eigenem Kopf, Mattias liebt ihn abgöttisch, daheim weicht der Hund nicht von seiner Seite. Nicht beim Kochen, nicht beim Bügeln, ja, der Mattias privat, das ist ein Mann, der alles kann. Und obwohl er immer noch aussieht wie ein Lausbub, ist er gerade 30 geworden. Einen Tag nach dem Zandvoort-Sieg war das. "Mein schönstes Geschenk.""Mattias gehört nun zum alten Eisen. Aber für sein Alter hat er eine tolle Leistung gezeigt. Ich denke, dass er das in ein, zwei Jahren auch noch machen kann – wenn er nicht zu schnell altert", sagt Audi-Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich und schmunzelt. Ekström ist sein derzeit erfolgreichster Fahrer. Bisherige Bilanz: 385 Punkte in 78 DTM-Rennen, zwölf Siege, zweimal Meister. Momentan Tabellenzweiter hinter Teamkollege Scheider. Am Nürburgring (27. Juli) greift er wieder an. "Das wird ein harter Kampf mit Mercedes." Ein Kampf auf letzter Rille.

Autor: Katrin Wolff

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