Ingenieur gegen Rennfahrer

DTM: Team-Wette

— 06.11.2009

Ein ungewöhnliches Duell

Da hat er den Mund wohl etwas zu voll genommen! Mike Rockenfellers Renningenieur wettete, dass er weniger als fünf Sekunden langsamer sei als der DTM-Pilot. Auf dem Hockenheimring gab's den Beweis.

Die Wette gilt: Renningenieur Andreas Roos vom DTM-Team Rosberg will sich mit einem Werkspiloten auf der Rennstrecke messen. Da lassen sich die beiden Audi-Stammfahrer Mike Rockenfeller und Markus Winkelhock nicht lange bitten. Die Abmachung: Die von den DTM-Werkspiloten auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg gefahrene Bestzeit darf von Andreas Roos mit maximal fünf Sekunden überboten werden. Der Wetteinsatz: eine Einladung zum Essen für die gesamte Mannschaft des Teams Rosberg.

Unterstützung vom Teamchef

Rosberg-Teamchef Arno Zensen unterstützt die Wette zwischen Ingenieur Andreas Roos und den DTM-Piloten.

Doch wie kommt ausgerechnet der Renningenieur auf so eine Wette? Bei der Nachbesprechung eines DTM-Rennens hatten sowohl Rockenfeller als auch Winkelhock über komplexe Probleme im Grenzbereich der Fahrphysik geklagt. Doch die Renningenieure ließen den Einwand nicht gelten. Roos, der den A4 DTM von Rockenfeller betreut, behauptete sogar: Er würde es schaffen bis auf fünf Sekunden an die Zeit von Rockenfeller heranzukommen. Gesagt, getan. Einsatzfahrzeug ist ein Audi R8 LMS mit rund 500 PS. Mike Rockenfeller setzt die Bestzeit: 1.49,4 Minuten. Die gilt es nun für Ingenieur Roos zu knacken - inklusive der fünf Sekunden Karenzzeit natürlich.

Es fehlen nur 0,6 Sekunden zum Sieg

DTM-Werksfahrer Mike Rockenfeller (vorne) und Markus Winkelhock wurden zum Duell herausgefordert.

Nach einer kurzen Eingewöhungsphase brennt er 1.55,0 Minuten in den Asphalt der baden-württembergischen Rennstrecke. Damit ist die Wette zwar verloren, aber es fehlen nur 0,6 Sekunden zum Sieg. "Ich sehe jetzt ein, dass ich in meiner Laufbahn wohl keine ernsthaften Chancen mehr auf ein Werkscockpit habe", witzelt Rockenfellers Ingenieur. "Wir hatten einen Heidenspaß und unsere Ingenieure haben jetzt wieder fürchterlichen Respekt vor den Leistungen der Rennfahrer", resümiert Teamchef Zensen. Was nun noch kommt? Die Wetteinlösung des Technikers natürlich.

Autor: Virginia Brusch

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