DTM

DTM-Test: Bestzeit für Ekström

— 08.04.2016

Unfälle bei BMW und Audi

Die DTM hat ihre viertägigen Testfahrten in Hockenheim beendet. Bestzeit für Audi-Pilot Mattias Ekström, Mercedes kämpft noch mit dem neuen Auto.

Die Motoren der DTM-Boliden dröhnen wieder! Vier Tage lang haben die Teams auf dem Hockenheimring getestet. Routinier Mattias Ekström erzielte für Audi in 1:32,964 Minuten bereits am Donnertag die schnellste Zeit des Test. Markenkollege Mike Rockenfeller war zum Abschluss am Freitag Tagesschnellster, während Mercedes weiter fleißig Testkilometer mit dem neuen Boliden sammelte. Aber: Alle drei Hersteller hatten bei den letzten Testfahrten vor Saisonbeginn (6. Bis 8. Mai) noch Schwierigkeiten.

Christian Vietoris sieht noch Verbesserungspotenzial

Vor allem Mercedes hat mit dem neuen Mercedes C63 AMG DTM Probleme. „Für alle die denken, dass wir ein neues Auto haben und eine halbe Sekunde schneller sind als der Rest: Dem ist leider nicht so“, erinnert Christian Vietoris im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT. „Unter der Haube ist alles gleich geblieben, nur die Aerodynamik hat sich ein bisschen geändert.“ Und doch gibt es Probleme: „Wir kämpfen im Moment noch, um auf das Niveau des alten Autos zu kommen“, verrät Vietoris. „Wir sind auf einen guten Weg, auch wenn wir heute einen Motorschaden hatten.“

Problemlos lief es aber auch bei der Konkurrenz nicht. BMW-Pilot Timo Glock landete schon am ersten Tag der Testfahrten in der Streckenbegrenzung und beschädigte seinen M4 DTM. "Zum Glück sind die Wirbel alle in Ordnung“, sagte der ehemalige Formel-1-Pilot nach einem Check im Medical Center. „Aber ich spüre noch, dass ich einen Unfall hatte." Erst am Freitag griff Glock wieder ins Lenkrad seines DTM-Boliden.

Abflug: Timo Scheider beim Hockenheim-Test im Kies

Auch bei Audi gab es Schwierigkeiten: Am letzten Testtag landeten sowohl Jamie Green als auch Timo Scheider mit ihren DTM-Boliden in der Streckenbegrenzung. Letzterer musste seinen AUTO BILD MOTORSPORT-Audi schon am Donnerstag mit einem technischen Defekt abstellen. „Ich weiß nicht, was passiert ist“, war der Audi-Pilot auch am Freitag noch ratlos. „Vielleicht ist einfach nur ein größeres Gummiteil auf den Krümmer geflogen und hat Vibrationen und Rauchentwicklung erzeugt.“ Glück im Unglück: Viel Testzeit kostete das Problem nicht, denn der Vorfall passierte nur wenige Minuten vor Ablauf der Session.

Am Freitag kehrte Scheider ins DTM-Auto zurück, diesmal jedoch in den Testträger von Audi Sport, um einen Long-Run mit den Hankook-Reifen für 2017 zu absolvieren. „Ich weiß nichts über die Reifen, wir sollen einfach nur unser Feedback darüber geben“, verriet Scheider gegenüber AUTO BILD MOTORSPORT. Auch die anderen Hersteller testeten im Verlauf der viertägigen Testfahrten die neuen Reifenmischungen für das kommende Jahr.  Die weicheren Reifen sollen schneller abbauen, aber auch bessere Rundenzeiten zulassen.

Für besseren Wettbewerb: BMW darf nachbessern

Nicht nur deshalb sind die letzten Testfahrten vor Saisonbeginn wenig aussagekräftig. Denn nicht alle Hersteller zeigten rund vier Wochen vor dem ersten Rennen, was sie wirklich leisten können. „Wir wissen, was wir noch in der Tasche haben“, schmunzelte Scheider. Der Audi-Pilot ist mit dem Kräftemessen zufrieden. „Ich hatte noch nie einen so guten Saisonstart“, freute er sich. „Wir sind sowohl im Regen als auch im Trockenen vorne dabei gewesen.“

Dass sich auch BMW in diesem Jahr wieder Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison machen kann, ist nicht zuletzt der Konkurrenz von Audi und Mercedes zu verdanken. Gemeinsam haben sich die Hersteller im Sinne des Sports dazu entschieden, dass BMW den technischen Rückstand für die Saison 2016 ausgleichen darf. Der BMW M4 DTM wird in der kommenden Saison mit 7,5 Kilogramm weniger Gewicht und einem um 50 Millimeter breiteren Heckflügel antreten.

Grünes Licht für die DTM-Saison 2016

Ob das wirklich hilft, um gegen die Konkurrenz zu bestehen, wird sich jedoch erst beim Saisonstart in Hockenheim zeigen. Dann legen die Hersteller zum ersten Mal ihre Karten offen auf den Tisch. Weitere Neuheiten für 2016: Die Verteilung der Performance-Gewichte wird künftig schon im Qualifying ermittelt und im anschließenden Rennen umgesetzt. Außerdem wird die Anzahl der DRS-Aktivierungen beschränkt. Die Fans dürfen sich auf eine spannende DTM-Saison freuen.

Autor: Sönke Brederlow

Fotos: Sönke Brederlow

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