Das ist Scheiders ABMS-Audi

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DTM: Timo Scheider im Interview

— 26.04.2016

„Konstanz ist in der DTM brutal schwierig“

Im Interview spricht Timo Scheider über die neue Saison, die aktuelle Situation in der DTM und über den Wechsel von Pascal Wehrlein in die Formel 1.

Herr Scheider, Sie starten 2016 im Design von AUTO BILD MOTORSPORT. Wie wichtig ist das Design Ihres Autos für Sie als Rennfahrer?

Timo Scheider (37): Sehr wichtig! Der Fahrer wird damit den Fans und der Öffentlichkeit präsentiert. Das ist vergleichbar mit dem Helmdesign, nur dass man als Fahrer keinen Einfluss auf das Design des Autos hat. In der heutigen Situation sollte man aber über jeden Sponsor und Partner, der die DTM unterstützt, dankbar sein. Dann wäre auch Schweinchen-Rosa okay.

Ihr Auto hat auch einen Namen ...

Ja, in diesem Jahr heißt mein Auto „Scarlet“. Das war eine Idee von meinem Renningenieur und kommt aus dem Kinofilm „Minions“. Scarlet Overkill ist die Böse, die aber auch ein bisschen sexy und die Herrscherin ist. Wir dachten, dass wir einen weiblichen Namen brauchen, und Scarlet fand jeder cool. Es passt auch vom Charakter sehr gut.

Sie haben also ein spezielles Verhältnis zu Ihrem Audi R5 DTM …

Mit Vollgas in die neue Saison: Scheiders Audi ist bereit

Ja, das zeigt auch mein Ritual vor dem Start. Ich versuche, mit dem Auto Kontakt aufzunehmen, indem ich die Dachkante streichle und meinen Kopf auf das Dach lege. Ich bin der festen Überzeugung, dass man mit Gedanken eine Materie verändern kann. Das Ritual bringt mir zudem Ablaufsicherheit.

Wie liefen die Tests?

Natürlich hat noch nicht jeder Hersteller gezeigt, was er wirklich kann. Daher sind die Zeiten nicht sehr aussagekräftig. Aber wir wissen, was wir noch in der Tasche haben. Ich hatte noch nie so einen guten Saisonstart. Das ist ein schönes Zeichen.

Wie lauten Ihre Ziele für 2016?

Es wäre schön, wenn wir konstant vorne dabei sein könnten. Diese Konstanz zu halten, ist in der DTM aber brutal schwierig. Und doch ist es das Ziel, um am Ende Meister zu sein. Ich habe beim Finale mit einem Sieg aufgehört, daran wollen wir anknüpfen. Denn wenn man in den ersten Rennen vorne ist, kann am Ende auf die Unterstützung der Teamkollegen hoffen.

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Warum waren Sie beim Saisonfinale 2015 plötzlich wieder siegfähig?


Wir haben ein paar Änderungen am Setup probiert und sind das Hauptproblem von einer anderen Seite aus angegangen. Das hat sehr gut funktioniert. Beim Test waren wir in Hockenheim noch immer schnell. Ich hoffe, dass wir das so durchziehen und die Änderungen noch verfeinern können. Aber wir haben schon einen guten Schritt gemacht.

Wen sollte man auf der Rechnung haben?

Das Feld liegt sehr dicht beisammen. In der DTM ist es schwierig, Vorhersagen zu treffen. Was wir im letzten Jahr nicht verstanden haben: An einem Wochenende bist du gut dabei, und beim nächsten Mal bist du wieder im Niemandsland. Das macht alle Vorhersagen verdammt schwierig, bringt aber auch die nötige Spannung rein.

Was sagen Sie dazu, dass 2016 nicht in Oschersleben gefahren wird?

Scheider fährt 2016 im AUTO BILD MOTORSPORT-Look

Das Rennen in Oschersleben war immer sehr gut besucht, und ich konnte dort viele Erfolge feiern. Die Fans sind sehr speziell, der Motorsport hat dort noch einen extrem hohen Stellenwert. Daher tut es mir sehr leid. Ich wäre dort gerne wieder gefahren, aber es gibt vermutlich auch Gründe.

Sind Sie froh, dass Pascal Wehrlein die DTM verlassen hat?

Dazu habe ich genug gesagt, es ist mir relativ egal. Vielleicht hat der ein oder andere Fan darauf gehofft, dass wir uns gegenseitig noch mal etwas auf die Mütze geben. Aber das ist ein Thema aus dem letzten Jahr, von daher interessiert es mich nicht mehr. Ich wünsche Pascal für die Formel 1 viel Erfolg und hoffe, dass er dort seinen Weg finden wird.

Verfolgen Sie seine Formel-1-Rennen?

Das bekommt man nebenbei natürlich mit. In den Medien wird zu Recht darüber berichtet. Und dass er ein schlechter Rennfahrer ist, hat auch niemand behauptet. Wie gesagt, ich denke, dass er seinen Weg gehen wird und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute.

Autor: Sönke Brederlow

Fotos: Audi

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