DTM: Tomczyk disqualifiziert

DTM: Tomczyk disqualifiziert

— 23.05.2010

DTM: Schreibfehler bremst Tomczyk aus

Den Sieg von Audi-Pilot Mattias Ekström beim zweiten DTM-Lauf in Valencia trübt die Disqualifikation seines Teamkollegen Martin Tomczyk. Er fuhr einen nicht zugelassenen Reifen.

Der Rosenheimer Audi-Werksfahrer Martin Tomczyk (28) war der Mann des zweiten Laufs zum Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) im spanischen Valencia. Mit einer taktischen Meisterleistung fuhr er vom neunten Startplatz aus vor auf Platz zwei, setzte in den letzten Runden sogar noch seinen Abt-Teamkollegen und späteren Sieger Mattias Ekström (31, Schweden) unter Druck. Doch um 18:45 Uhr kam die bittere Enttäuschung: Die Technischen Kommissare disqualifizierten Tomczyk wegen eines vom Team verwechselten Reifens. Audi legte daraufhin keine Berufung ein.

Da hatten beide noch gut lachen: Mattias Ekström (links) mit Audi-Teamkollege Martin Tomczyk.

Die Misere begann bereits am Samstag. Weil Tomczyk mit Startplatz neun den dritten der vier Abschnitte der Qualifikation nicht erreichte, sparte das Team einen Satz Reifen bei seinem Fahrzeug gegenüber den Konkurrenten, die weiter in der Qualifikation blieben. Deshalb musste das Team vier Reifen, die durch Nummern eindeutig identifizierbar sind, in ein Formular eintragen und damit beim Deutschen Motorsport Bund (DMSB) abmelden. Albert Deuring, Technikchef des Audi-Teams Abt erklärte noch am späten Sonntag, dass sich bei einer Reifennummer ein Schreibfehler eingeschlichen hatte. Pech für Tomczyk, denn den Dunlop Sport Maxx mit dieser versehentlich eingetragenen Nummer fuhr er im Rennen.

Späte Stopps brachten Tomczyk nach vorn

Klasse Strategie: Nach seinem späten ersten Boxenstopp hatte Tomczyk freie Fahrt, die ihn später auf Platz zwei nach vorn brachte.

Wenige Stunden vorher war der vermeintliche zweite Platz für Martin Tomczyk noch eine Riesenüberraschung. Nach dem Start fuhr er nur im Mittelfeld. „Mein Dateningenieur Dominik Quosdorf erkannte, dass ich hinter den anderen Autos festhing", erklärte er. Erst sechs Runden nach Mattias Ekström (31) holte ihn Quosdorf deshalb zum ersten Boxenstopp. Dadurch hatte er freie Fahrt, war bis zu 1,5 Sekunden pro Runde schneller als zuvor. „Ich habe lange nicht gewusst, was meine Rundenzeiten wert waren“, so Tomczyk. „Als ich dann nach meinem zweiten Stopp hinter Eki als Zweiter auf die Strecke kam, habe ich mich wahnsinnig gefreut“.

Coulthards Getriebe streikte

Da Tomczyk aus der Wertung genommen wurde und der lange drittplatzierte Oliver Jarvis (26, England) acht Runden vor Rennende mit mangelndem Benzindruck ausrollte, kam Mercedes-Benz mit einem blauen Auge davon. Der Kanadier Bruno Spengler (26) erbte den zweiten Platz. Alexandre Prémat (27, Frankreich) kam in seinem Audi A4 DTM des Jahrgangs 2008 auf den dritten Rang. Das unterstrich erneut die Konkurrenzfähigkeit der älteren Fahrzeuggeneration. Nachdem diese Autos seit Beginn der Saison 2010 25 Kilogramm weniger als die jüngsten des Jahrgangs 2009 wiegen dürfen, fuhr Mercedes-Pilot Jamie Green (27) bereits beim Auftaktrennen in Hockenheim auf den dritten Platz. Sein prominenter Markenkollege David Coulthard (39) schied in Valencia sieben Runden vor Schluss aus. "Das Getriebe blieb im dritten Gang stecken", erklärte der Schotte gegenüber autobildmotorsport.de.








Autor: Martin Westerhoff

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