DTM: Die heftigsten Unfälle

DTM - Video: Renntaxi mit Ogier

Moderatorin Kaiser auf dem Schleudersitz

Sebastien Ogier hat seine Frau Andrea Kaiser im Mercedes-DTM-Boliden mitgenommen. Die Fahrt im Video!
Andrea Kaiser (36) auf dem Schleudersitz! Vorm Rennen in Zandvoort wagte sich die schöne Moderatorin für Sat. 1 ins DTM-Renntaxi – und das ausgerechnet neben ihren Mann. Sebastian Ogier (34) ist fünfmaliger Rallye-Weltmeister, gilt damit als bester Autofahrer der Welt und kannte keine Gnade. „Ich habe ihn die ganze Zeit beschimpft und ihn daran erinnert, dass er ein Kind hat“, verrät sie. „Die drei Runden kamen mir ewig lang vor.“ Er bestätigt: „Sie hat die ganze Zeit gelabert. Ich habe nicht zugehört, hätte mir am liebsten die Ohrstöpsel herausgerissen.“
Hinterher musste er dann doch noch zuhören – beim exklusiven Interview für AUTO BILD MOTORSPORT und BILD am Sonntag.
Kaiser: Seb, fährst du eigentlich immer so? Du kanntest das Auto und die Strecke ja gar nicht und gehst dann in die Vollen…
Ogier: Für dich hat sich das vielleicht so angefühlt, aber das war weit vom Limit entfernt.
Fand ich nicht. Hat sich Dein Fahrstil denn gar nicht verändert, seit Du Vater bist?
Ogier: Als unser Sohn noch nicht geboren war, dachte ich, dass sich nichts ändern würde. Helm auf, fokussieren, nicht nachdenken. Aber die Wahrheit ist: Die Familie hat Priorität. Ich will immer noch gewinnen, gebe alles. Aber es hat sich alles ein wenig relativiert.  
Würdest Du gerne mal ein echtes DTM-Rennen fahren?
Ogier: Sag niemals nie. Ich hätte auf die Herausforderung definitiv Lust. Wenn du allerdings willst, dass ich gewinne, wäre das ein langer Weg.

Ogier hat seine Andrea Kaiser im DTM-Boliden mitgenommen

Und wie würdest Du es finden, wenn ich Dich dann interviewe?

Ogier: Das wäre sehr seltsam und schwierig. Ich will das Private nicht mit dem Beruflichen vermischen. Mit den Journalisten rede ich nicht so wie mit dir. Du würdest mehr aus mir herausbekommen.
Zum Beispiel sowas: Hast Du manchmal Angst im Rennauto?
Ogier: Ich hatte in meiner Karriere nur in sehr wenigen Momenten Angst. Wenn man Angst hat, kann man nicht am Limit fahren. Es gibt Situationen, in denen das Adrenalin höher ist, weil du weißt, dass wenig Platz für Fehler ist. Ich würde das aber nicht Angst nennen.
Ich war so glücklich, als unser Sohn zuletzt auf die Frage, ob er Rennfahrer werden will, ganz klar „Nein“ gesagt hat.
Ogier: Wir hätten das aufnehmen sollen. Vielleicht ändert sich das noch.
Kaiser: Hoffentlich nicht. Dieses Adrenalin ist für Dich ja scheinbar wie eine Sucht.
Ogier: Ja. Es wäre hart, ohne Adrenalin oder das Rennfahren zu leben. Deshalb werde ich nach der Rallyekarriere in anderen Motorsport-Serien das Adrenalin suchen müssen. Ich brauche die Geschwindigkeit.
Normale Sachen kannst du nicht. Deswegen ist es auch so schwierig, zusammen mit dir Sport zu machen. Gut, dass wir jetzt Golf spielen. Da können wir auf dem gleichen Level spielen, ohne auf dem gleichen Level zu sein. Und es ist ungefährlich. Was ist denn eigentlich gefährlicher: Mich zu heiraten oder Rennfahrer zu sein?
Ogier: Mit Dir verheiratet zu sein natürlich. Vor allem, wenn Fußball-WM ist.
 
Stimmt. Ich habe 2010 (Lars Ricken; d. Red.) und 2014 (Ogier; d. Red.) während der WM geheiratet. Aber diese WM ist jetzt fast rum.
Ogier: Das Finale noch, dann kann ich vier Jahre sicher sein, dass Du bei mir bleibst (lacht).
 
Es blieb übrigens nicht bei der einen Ausfahrt: Das Paar tauschte die Rollen, Kaiser kutschierte ihren Mann im Safetycar um den Kurs. Ihr Fazit: „Neben ihm war es scheiße, neben mir super. Braucht die DTM vielleicht noch eine neue Fahrerin?“
Also Schatz, wie fahre ich Auto?
Ogier: Ich habe schon viele schlechte Autofahrer in meinem Leben getroffen. Du bist keine schlechte Autofahrerin, wenn du willst. Auf der Strecke hatte ich allerdings ein wenig Angst. Du wusstest nicht immer, was du tust. Zum Glück hatten wir ABS, das hat uns das Leben gerettet (lacht).
Wie hart wäre es für Dich, wenn Dich eine Frau im Rennauto schlagen würde?
Ogier: Ich möchte von niemandem geschlagen werden, egal ob Mann oder Frau. Klar ist: Wenn Du mich schlagen würdest, wäre es an der Zeit, sofort aufzuhören.
Du liebst Dein Auto aber nicht mehr als mich, oder?
Ogier (brav schauend): Natürlich nicht, mein Schatz.
Muss ich eigentlich eifersüchtig sein, wenn Du überall auf dem Erdball gewinnst und Groupies hast?
Ogier: Ich hätte jetzt gerne einen Joker. Im Ernst: Es gibt Menschen, die Erfolg attraktiv und anziehend finden. Aber ich bin nicht interessiert, weil ich ein glücklich verheirateter Mann bin. Ich brauche nichts anderes. 
Gut, dass ich dich vorher instruiert habe.
Ogier: Ich musste das die ganze Nacht wiederholen, um es mir zu merken (grinst). Aber was ist mit dir, wenn du andauernd mit Männern in Rennoveralls zu tun hast? Außerdem höre ich den Namen Bruno andauernd. Erkläre mir mal, warum.
Finde ich Männer in Rennoveralls sexy? Ja, das tue ich. Und jede Frau findet Bruno (BMW-Pilot Spengler, Anm. d. Red.) toll. Wenn ein Mann mit diesem französischen Akzent Deutsch spricht – wundervoll. Du solltest auch mehr Deutsch sprechen.
Ogier: Zum Glück kenne ich ihn, sonst würde ich anfangen, mich einzumischen (lacht). Aber ich bin kein eifersüchtiger Mensch. Denn ich vertraue ihr. Soweit ich weiß, kann ich das auch (lacht).

Autoren: Andreas Reiners, Bianca Garloff

Fotos: ITR

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