DTM: Alle Meisterautos von 1984 bis heute

DTM: Vorbereitung im Simulator

— 16.02.2017

Wichtige Fahrzeit für Rast

Richtige Fahrzeit im DTM-Audi bekommt René Rast im Vorfeld der neuen Saison kaum. Der Deutsche löst das Problem auf seine Weise im eigenen Wohnzimmer.

René Rast löst das Problem der eingeschränkten Testzeit in der DTM auf eine besondere Art und Weise. Der Deutsche, der 2017 seine erste komplette Saison in der Tourenwagenserie in den Farben von AUTO BILD MOTORTSPORT bestreitet, setzt sich im Winter in seinen eigenen Simulator. Den hat er in seiner Wohnung in Bregenz aufgebaut, bestehend unter anderem aus drei Monitoren und der Rennsimulation Project Cars.

Rast startet 2017 erstmals die ganze Saison für Audi

Der Hintergrund: In der langen Winterpause der DTM sitzen die Fahrer kaum im Auto. Zwar absolvieren Audi, BMW und Mercedes innerhalb der rund sechs Monate zwischen Saisonfinale 2016 und Auftakt 2017 aufgrund der zahlreichen Neuerungen insgesamt sechs Testfahrten. Dabei setzen sie aber vorwiegend auf Routiniers. Rast zum Beispiel kam während der ersten drei Tests lediglich beim Young Driver Test im Dezember als Referenzfahrer zum Einsatz.

Rast sitzt im Winter deshalb fast täglich in seinem Simulator. „Man bleibt einfach drin und schärft die Sinne“, sagte er dtm.com. Daneben schaut sich Rast auch sehr viele Videos, zum Beispiel auf YouTube, an. „Ich habe versucht, alles was irgendwie mit der DTM zu tun hat, aufzusaugen wie ein Schwamm.“
All das kann eine echte Testfahrt aber nicht ersetzen. Nicht nur, weil Rast im Simulator munter die Limits ausloten kann. Auf der wirklichen Strecke ist das mit einem Neustart nach einem Crash eher schwierig. Sondern auch aus anderen Gründen.

Das Gefühl im echten Cockpit kann nichts ersetzen

„Das 'Popometer' fehlt einfach. Ein echtes Rennauto ist ständig in Bewegung und das spürt man im ganzen Körper. Übersteuern zum Beispiel merkt man in der Realität sehr schnell; im Simulator weniger. Da gibt es nur das Force-Feedback über das Lenkrad, was viel feinfühliger ist“, sagte Rast. Einen Vorteil verschafft ihm die Vorbereitung allerdings bei für ihn ganz neuen Strecken, wie zum Beispiel dem Moscow Raceway. Wenn er dann aus der Box rausfährt, ist das so, als ob er bereits zwei Rennen dort gefahren wäre.

In der kommenden Woche startet die DTM so langsam in die heiße Vorbereitungsphase. In Portimao testen BMW, Mercedes und Audi vom 20. bis 24. Februar, danach noch in Vallelunga (14. bis 17. März) und in Hockenheim (3. bis 6. April). Die gute Nachricht für Rast: Beim ersten Test in Portimao teilt er sich zumindest an einem Tag das Cockpit mit Rookie Loic Duval. Auch in Hockenheim wird der 30-Jährige Kilometer sammeln können, dort kommen traditionell alle Fahrer zum Einsatz.

Autor: Andreas Reiners

Fotos: Audi

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