DTM

DTM: Weniger Autos, gleiche Strecken

— 22.09.2016

Die Zukunft der DTM

Während sich die aktuelle DTM-Saison noch auf der Zielgerade befindet, wird schon über das nächste Jahr diskutiert. Wie viele Boliden sind 2017 am Start?

Die DTM steckt noch mitten in der aktuellen Saison, da wird schon fleißig über das kommende Jahr diskutiert. Vor allem die Reduzierung um insgesamt sechs Autos, jeweils zwei Boliden pro Hersteller, sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. Zwar versicherten die drei Motorsportchefs zuletzt am Nürburgring wieder einmal, dass die endgültige Entscheidung darüber noch nicht gefallen ist. Nach Informationen von AUTO BILD MOTORSPORT ist bei mindestens einem der drei Hersteller allerdings schon sicher, im nächsten Jahr lediglich sechs DTM-Boliden einzusetzen.

Das wiederum würde bedeuten, dass auch die anderen beiden Hersteller ihr Engagement zurückschrauben werden. Denn, wie BMW-Motorsportchef Jens Marquardt verriet, haben sich die drei Marken darauf geeinigt, mit einer gleichen Anzahl an Rennwagen zu starten. "Es wird nicht so kommen, dass ein Hersteller sechs und die anderen beiden sieben oder acht Autos am Start haben werden", so Marquardt.

Der erste Fahrer, der seinen Rücktritt verkündet hat: Martin Tomczyk

Sechs Autos weniger würde zudem bedeuten, dass  mindestens sechs der aktuellen Piloten ihr Cockpit verlieren. Weil Martin Tomczyk bereits seinen DTM-Rücktritt bekanntgegeben hat, müssen nur noch fünf Fahrer zittern. Dass Edoardo Mortara  im kommenden Jahr zu Mercedes wechseln soll, ist derzeit nach ABMS-Informationen nicht mehr als nur ein Gerücht.
Abschied nach vielen Jahren: Martin Tomczyk

Auch zum Rennkalender für 2017 ist bislang nichts bekannt. "Es gibt natürlich immer wieder Strecken, die wollen, dass wir dort ein Rennen fahren. Aber das geht nicht überall", verrät Audi-DTM-Leiter Dieter Gass. "Barcelona war häufiger im Gespräch, wir waren auch schon dort. Aber es ist noch nichts sicher." Aufgrund der Kostenreduzierung ist es auch unwahrscheinlich, dass der Kalender erweitert wird. Und ein Auslandsrennen auf Kosten einer deutschen Veranstaltung sorgte bereits in der aktuellen Saison für Unmut bei den Fans...

Am wenigsten hört man zur Technik der Autos, die 2017 eigentlich verändert werden sollte. "Ich habe gehört, dass der Abtrieb nicht mehr so groß sein soll und die Motoren stärker werden“, verrät Jamie Green. Timo Glock ergänzt: „Sie müssen in meinen Augen weniger Aerodynamik und mehr Leistung haben."

Mehr als ein Wunschdenken der Fahrer ist das derzeit allerdings nicht. Hintergrund: Schraubt man die Aerodynamik zurück, verliert die DTM ihr Alleinstellungsmerkmal und wird nicht mehr als eine bessere GT3- oder TCR-Serie.

Autor: Sönke Brederlow

Fotos: Hersteller; picture-alliance

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