BMW

DTM: Wittmann über Titelgewinn

— 19.10.2016

„Muss nicht immer Formel 1 sein“

Marco Wittmann ist der neue DTM-Champion 2016. Der Fürther über seine Spitznamen, seine Berühmtheit und die Kritik an BMW.

Seit drei Tagen ist BMW-Pilot Marco Wittmann jüngster DTM-Doppelchampion aller Zeiten. Doch kaum ist der Pokal in Reihen der Münchner, wird scharf gegen Wittmann geschossen. Insbesondere sein Titelrivale Mortara hinterfragt, ob Wittmann den Titel wirklich verdient hat.
Mortara redet Wittmann-Titel madig: "Wir sind nicht mit den gleichen Regeln gefahren"

Hintergrund: Zu Beginn der Saison bekam BMW technische Zugeständnisse, um den Rückstand der vergangenen Saison auszugleichen. 7,5 Kilogramm durfte BMW ausladen, der Heckflügel wurde 50 Millimeter breiter. „Die Entscheidung, alle Autos auf ein Niveau zu bringen, war wichtig für die Show“, antwortet Wittmann nun im Interview mit SPORT BILD. "Mercedes hat 2014 auch davon profitiert."

Der Titel ist im Sack: Wittmann ist neuer DTM-Meister

Deshalb hat er auch kein Mitgefühl für den unterlegenen Audi-Piloten: "Wir waren die Konstanteren und haben übers Jahr hinweg kühleren Kopf bewahrt. Am Ende gibt es ­mehrere Fahrer in der DTM, die hitzköpfiger sind. Ich kann auch attackieren, aber in gewissen Phasen muss man cleverer sein und auch ­zurückstecken können."

Deshalb wird Wittmann scherzhaft auch „Eichhörnchen“ genannt. Ein Spitzname, der dem Franken nicht gefällt. „Da könnt ihr Euch einen neuen einfallen lassen. Im Team nennt man mich Mega-Marco. Ich fahre ja nicht nur die Eichhörnchen-­Strategie, ich attackiere auch. Aber manchmal kannst du nicht mehr aus deinem Paket rausholen. Dann muss man sich mit den Punkten zufriedengeben.“ Bei 15 von 18 Rennen fuhr er so in die Punkte. 93 Zähler Vorsprung hat er auf den zweitbesten BMW-Piloten Tom Blomqvist.

Zum zweiten Mal gewinnt Wittmann die DTM

Sein Vorgänger Pascal Wehrlein ist nach seinem Titelgewinn direkt in die Königsklasse aufgestiegen. Für Wittmann ist die Formel 1 indes kein Thema: „Ich fühle mich in der DTM sehr wohl“, sagt er. "Es muss nicht immer die Formel 1 sein. Das Fahrer-Level ist in der DTM insgesamt höher als in der  Formel 1. Da gibt es auch Bezahlfahrer, die das Niveau senken. Das ist besonders für starke Nachwuchsfahrer schade, die den Sprung aus Geldmangel nicht schaffen."

Auch auf die Popularität in der Königsklasse kann er verzichten: „In meiner Heimat im Frankenland genieße ich einiges an Aufmerksamkeit. Trotzdem sind wir DTM-Piloten freier in unserer Bewegung als Formel-1-Fahrer. Auch das ist ein Vorteil in der DTM.“

Autoren: Bianca Garloff, Alexander Warneke

Fotos: Hersteller

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